Janina Stehlmann, B.A.
Logopädin

Unsere Logopädie unterstützt erwachsene Patient:innen dabei, sprachliche, sprechmotorische, stimmliche und schluckbezogene Fähigkeiten zu verbessern und ihre Kommunikationsfähigkeit im Alltag zu stärken. Wir behandeln Menschen mit neurologischen Erkrankungen sowie Sprach- und Sprechstörungen, die beispielsweise nach einem Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Trauma auftreten. Auch Patient:innen mit Morbus Parkinson oder Multipler Sklerose profitieren von unserer individuellen logopädischen Therapie.
Unser erfahrenes Team entwickelt auf Grundlage einer gezielten Diagnostik einen persönlichen Behandlungsplan, der sich an den individuellen Einschränkungen und Therapiezielen orientiert. Die Behandlung erfolgt je nach Bedarf in Einzel- oder Gruppentherapie.
Eine Aphasie ist eine erworbene Sprachstörung, die häufig nach einem Schlaganfall oder einer Hirnschädigung auftritt. Sie kann das Sprechen, die Wortfindung, das Sprachverständnis sowie das Lesen und Schreiben beeinträchtigen. In der logopädischen Einzel- und Gruppentherapie trainieren wir gezielt die sprachlichen Fähigkeiten und unterstützen die Kommunikation im Alltag.
Bei einer Dysarthrophonie sind die Sprechmotorik und häufig auch die Stimmgebung beeinträchtigt. Das Sprechen kann dadurch verwaschen, undeutlich oder schwer verständlich klingen. Unsere Therapie zielt darauf ab, die Artikulation, die Sprechverständlichkeit und die stimmliche Ausdrucksfähigkeit zu verbessern. Die Behandlung erfolgt je nach Bedarf einzeln oder in der Gruppe.
Schluckstörungen, medizinisch Dysphagien, können das sichere Essen, Trinken und Schlucken erheblich beeinträchtigen. Sie treten unter anderem nach Schlaganfällen und bei neurologischen Erkrankungen auf. Wir führen eine gezielte Diagnostik durch und behandeln Schluckstörungen mit individuell abgestimmten logopädischen Maßnahmen. Ergänzend kommen apparative Untersuchungsverfahren zur Beurteilung des Schluckvorgangs zum Einsatz.
Bei einer Sprechapraxie ist die Planung und Steuerung der Sprechbewegungen gestört. Betroffene haben Schwierigkeiten, Laute und Wörter gezielt zu bilden. Dies kann sich durch eine veränderte Aussprache, auffällige Betonung, ein verändertes Sprechtempo oder stockenden Redefluss äußern. In der Therapie trainieren wir die Planung und Ausführung von Sprechbewegungen, um die Verständlichkeit und die Kommunikationsfähigkeit zu verbessern.
Stimmstörungen können sich durch eine heisere, raue, kraftlose oder wenig belastbare Stimme bemerkbar machen. Die logopädische Dysphonie-Therapie unterstützt Patient:innen dabei, ihre Stimmfunktion zu verbessern und die Stimme im Alltag möglichst schonend und effektiv einzusetzen.
Eine faziale Parese ist eine teilweise oder vollständige Lähmung der Gesichtsmuskulatur. Sie kann beispielsweise nach neurologischen Erkrankungen oder einem Schlaganfall auftreten und Mimik, Mundschluss sowie die Nahrungsaufnahme beeinträchtigen. Durch gezielte therapeutische Übungen fördern wir die Beweglichkeit und Funktion der betroffenen Muskulatur. Die Behandlung ist als Einzel- oder Gruppentherapie möglich.
Bei Patient:innen mit Trachealkanüle sind eine fachgerechte Versorgung und die Abstimmung der therapeutischen Maßnahmen besonders wichtig. Unser logopädisches Trachealkanülen-Management umfasst die begleitende Betreuung bei Kanülenwechsel und -pflege sowie die Beurteilung von Schluckfunktion, Sprechmöglichkeiten und Kommunikationsfähigkeit. Ziel ist es, die vorhandenen Funktionen bestmöglich zu unterstützen und die Voraussetzungen für eine sichere Versorgung zu schaffen.
Eine Schluckstörung (Dysphagie) kann beispielsweise infolge eines Schlaganfalls oder einer neurologischen Erkrankung auftreten und die Nahrungsaufnahme erheblich erschweren. Für eine gezielte Behandlung ist eine präzise Diagnostik entscheidend.
Zu den wichtigsten Untersuchungsverfahren gehört die endoskopische Schluckdiagnostik (FEES). Dabei wird ein dünnes, flexibles Endoskop über die Nase eingeführt, um den Schluckvorgang direkt zu beurteilen. Die Untersuchung ermöglicht es, Schluckstörungen genauer zu erkennen und geeignete Therapiemaßnahmen abzuleiten.
Die anschließende Schlucktherapie erfolgt durch unsere Abteilung für Logopädie. Dabei kommen individuell abgestimmte Verfahren zum Einsatz, die entweder die Schluckfunktion verbessern oder Beeinträchtigungen durch geeignete Techniken ausgleichen sollen.
Unsere Klinik ist zudem Ausbildungszentrum für die Diagnostik und Therapie von Schluckstörungen. Dazu gehört auch die Vermittlung der endoskopischen Schluckuntersuchung (FEES) mit der Möglichkeit zur Zertifizierung.
Logopädin
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