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Morbus Parkinson

Was ist die Parkinson-Erkrankung?

Die Parkinson-Erkrankungen zählen zu der großen Gruppe von Bewegungsstörungen in der Neurologie, deren Diagnose vornehmlich auf den klinischen Symptomen basiert. Bei der Parkinson-Erkrankung mangelt es dem Körper vor allem an Dopamin, einem Nerven-Botenstoff, der u.a. wesentlich an der Steuerung der Bewegung beteiligt ist. Der Mangel an Dopamin entsteht, da die Dopamin-produzierenden Nervenzellen im Gehirn über viele Jahre nach und nach absterben. In der Folge entstehen Bewegungsstörungen, die zu den typischen Symptomen der Parkinson-Krankheit wie Bewegungsverarmung, Muskelstarre, Zittern und instabiler Körperhaltung führen. Diese Anzeichen treten allerdings erst auf, wenn bereits ca. 60 Prozent der dopaminhaltigen Nervenzellen abgestorben sind.

Insgesamt unterscheidet man vier Hauptsymptome bei Morbus Parkinson, die allerdings bei jedem Patienten individuell unterschiedlich stark auftreten

Verlangsamung der Bewegungen (Bradykinese): Absichtliche Bewegungen können zunehmend nur noch langsamer und schwieriger ausgeführt werden. Meist ist die Haltung der Patienten gebeugt, der Gang von vielen kleinen Schritten gekennzeichnet. Auch Gestik und Mimik werden langsamer bzw. weniger, ggf. kommt es zu Sprech- und Schluckstörungen.

Muskelversteifung (Rigor): Hierbei handelt es sich nicht um eine Lähmung, sondern um eine Versteifung der Muskeln, bei der die Kraft dennoch erhalten bleibt.

Zittern (Tremor): Das typischerweise langsame und rhytmische Zittern beginnt meist einseitig und tritt im Ruhezustand, jedoch nicht bei jedem Patienten, auf.

Störung der Halte- und Stellreflexe (posturale Instabilität): Um den eigenen Körper auch während einer Bewegung in Balance zu halten, benötigt der Mensch Halte- und Stellreflexe. Bei Parkinson-Patienten im späteren Stadium kommt es zu Gangunsicherheit und Sturzneigung, da plötzliche Bewegungen nicht mehr aufgefangen werden können.

Weitere Symptome wie Gedächtnisprobleme, beeinträchtigte Blasenfunktion, Schmerzen, Schlafstörungen oder Depressionen können die Hauptsymptome begleiten.

Was sind Parkinson-Syndrome?

Erkrankungen, die ähnliche Symptome wie der Morbus Parkinson hervorrufen, werden unter dem Begriff Parkinson-Syndrome zusammengefasst. Sie können auf längere Anwendung bestimmter Medikamente, chronische Durchblutungsstörungen des Gehirns oder andere Hirnschädigungen zurückgehen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Geheilt werden kann die Parkinson-Erkrankung bisher nicht – allerdings gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, um Ihre Lebensqualität zu erhalten und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen.

Zur medikamentösen Therapie der Parkinson-Erkrankung stehen heute eine Reihe von Medikamenten zur Verfügung, mit denen die Symptome der Erkrankung in der Regel über einige Jahre gut behandelt werden können.

Als neurologische Rehabilitationsklinik setzen wir ergänzend zur medikamentösen Therapie im Rahmen eines umfassenden Therapiekonzeptes Physiotherapie, Ergotherapie, Sprachtherapie sowie spezielle geräteunterstützte Therapieverfahren ein. Meist liegt der Schwerpunkt auf intensiver Krankengymnastik inklusive Gehtraining, Sturzprophylaxe oder Anti-Freezing-Training.

Eine ambulante physiotherapeutische, ergotherapeutische und sprachtherapeutische Behandlung kann auch über unser auf neurologische Erkrankungen spezialisiertes Therapiezentrum auromed erfolgen.

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