Orthopädische Hochschulambulanz
Anmeldung & Auskunft
Zur Diagnostik einer Wirbelsäulenerkrankung nutzen wir neben einem ausführlichen Patientengespräche moderne bildgebende Verfahren. Zum Beispiel führen wir Computertomographien oder Röntgenaufnahmen durch. Nach einer sorgfältigen Diagnostik entscheiden unsere Wirbelsäulenexperten zusammen mit Ihnen über die optimalen Therapiemöglichkeiten.
Die Ballon-Kyphoplastie ist ein neues Therapiekonzept, bei dem eingebrochene Wirbelkörper nach Aufrichtung mittels Ballonkatheter durch Einspritzung eines speziellen Knochenzements stabilisiert werden können.
Ein minimalinvasiver Eingriff, der eine hohe Verfahrenssicherheit bietet. In der Regel sofortige postoperative Schmerzreduktion und die Möglichkeit der vollen korsettfreien Mobilisation ab dem 1. Tag nach der OP. Die innere Stabilisierung und Aufrichtung erfordert keine Versteifung des Bewegungssegmentes. Frische Frakturen, die nicht älter als etwa 10 Wochen sind, können oft vollständig, ältere teilweise wieder aufgerichtet werden.
Der stationär durchzuführende Eingriff wird in Vollnarkose und unter Röntgenkontrolle vorgenommen. Der Eingriff dauert pro Wirbelkörper etwa 45 Minuten. Zunächst werden zwei Ballonkatheter über einen meist transpedikulären Zugang in den gebrochenen Wirbelkörper eingeführt.
Der Ballon wird mit einer Röntgenkontrastflüssigkeit gefüllt, um den Wirbel wieder aufzurichten. In den so geschaffenen Hohlraum wird Knochenzement eingefüllt, der den Wirbel stabilisiert.
Die Entlassung erfolgt am 4.-5. post OP Tag unter voller Mobilisation. Ein Mieder oder Korsett muss aufgrund der Ballon-Kyphoplastie in der Regel nicht getragen werden. Eine zugrundeliegende Osteoporose sollte weiter behandelt werden. Die Nachsorge ist in der Regel ambulant und kann klinisch/radiologisch durch den einweisenden Arzt erfolgen.
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