Asklepios Fachklinikum Brandenburg

Geschichte unserer Klinik

Geschichte unserer Klinik

Ein Krankenhaus und sein Jahrhundert

Die Geschichte des Asklepios Fachklinikums Brandenburg reicht bis in die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zurück. 1911 begann der Bau der damaligen Heil- und Pflegeanstalt nach Plänen des Architekten Theodor Goecke. Die weitläufige Anlage im Pavillonstil wurde 1915 fertiggestellt und bot mit rund 1.600 Betten bereits damals Raum für eine umfassende Versorgung psychisch erkrankter Menschen. Während des Ersten Weltkriegs diente das Haus als Reservelazarett, bevor es anschließend als Landesanstalt Görden seinen regulären Betrieb wieder aufnahm.

In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich die Einrichtung kontinuierlich weiter. Wie viele medizinische Institutionen jener Zeit war auch die damalige Landesanstalt in den Jahren der nationalsozialistischen Diktatur in staatliche Maßnahmen eingebunden, die aus heutiger Sicht schweres Unrecht darstellen. Dieser Teil der Geschichte wird im Asklepios Fachklinikum Brandenburg nicht verschwiegen. Die Aufarbeitung erfolgt seit vielen Jahren transparent und verantwortungsvoll – unter anderem im Rahmen des Psychiatriemuseums Brandenburg, das umfangreiche Informationen und eine wissenschaftlich fundierte Dauerausstellung bereithält.

Nach dem Zweiten Weltkrieg setzte die Einrichtung ihre Arbeit zunächst unter sowjetischer Verwaltung fort und wurde später als psychiatrisches Fachkrankenhaus der DDR weitergeführt. Unter den Namen „Krankenhaus für Psychiatrie Görden“ und später „Bezirkskrankenhaus für Neurologie und Psychiatrie Görden“ wurden therapeutische Konzepte schrittweise modernisiert. Sozialpsychiatrische Ansätze, arbeitstherapeutische Verfahren und neue medizinische Entwicklungen prägten zunehmend die Versorgung.

Mit der deutschen Wiedervereinigung erhielt die Klinik 1991 den Namen Landesklinik Brandenburg. Im Jahr 2006 übernahm die Asklepios-Gruppe das Haus, das seither als Asklepios Fachklinikum Brandenburg firmiert und kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Heute ist das Klinikum das größte psychiatrisch-neurologische Fachkrankenhaus im Land Brandenburg und deckt ein breites medizinisches Spektrum ab – von der Erwachsenenpsychiatrie, Neurologie und Gerontopsychiatrie bis zur Psychosomatik sowie der Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Zum Selbstverständnis des Hauses gehört neben hoher medizinischer Kompetenz auch eine aktive Erinnerungskultur. Das Psychiatriemuseum Brandenburg, die seit 2004 bestehende Dauerausstellung und weitere Gedenkorte auf dem Gelände bieten interessierten Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, sich vertiefend mit der Geschichte des Standorts auseinanderzusetzen.

So verbindet das heutige Asklepios Fachklinikum Brandenburg fortschrittliche medizinische Versorgung mit einer verantwortungsbewussten und reflektierten Haltung gegenüber seiner historischen Entwicklung.

Psychiatriemuseum Brandenburg

Am südlichen Ende des Fachklinikums befindet sich ein Gebäude, das früher dem Maßregelvollzug diente. Nach dessen Auszug eröffnete sich die besondere Chance, diesen Ort neu zu gestalten – und so entstand ein Museum, das heute einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur leistet.

Im Museum sind zwei Dauerausstellungen zu sehen: „Die Landesanstalt Görden 1933 bis 1945 – Psychiatrie im Nationalsozialismus“ sowie eine Fundusausstellung, die Alltagsgegenstände aus der Geschichte unserer Klinik zeigt und Einblicke in frühere Lebens- und Arbeitswelten bietet.

Unsere Ausstellung in Haus 23 kann nach vorheriger telefonischer Anmeldung besucht werden. Führungen finden ausschließlich begleitet statt. Eine Anmeldung ist werktags zwischen 9 und 15 Uhr möglich.

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Manuela Mickan

Sekretariat

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