Asklepios Stadtklinik Bad Wildungen

Weaningzentrum

Beatmungsentwöhnung

Zertifiziertes Weaningzentrum

Unser Weaningzentrum

Im Oktober 2018 wurde das Weaningzentrum Bad Wildungen durch die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin (DGP) zertifiziert.

Das Motiv zeigt einen Patienten, der beatmet wird

© Adobe Stock

Ziel ist eine schrittweise Entwöhnung vom Beatmungsgerät.

Das Ziel unserer Spezialist:innen des Weaningzentrums ist es, dass langzeitbeatmete Patient:innen künftig ohne künstliche Hilfe atmen können. Zahlreiche Patient:innen, die auf einer Intensivstation betreut werden, bedürfen einer mehr als 24-stündigen künstlichen Beatmung. Ursächlich dafür können schwere Operationen, gravierende Unfälle oder schwerwiegende internistische (beispielsweise bestimmte Organe betreffende) Erkrankungen sein. Bei etwa 15 % dieser Patient:innen gelingt es nicht, sie stabil (nachhaltig) von Beatmungsgeräten zu entwöhnen. Häufig müssen diese Patient:innen deswegen viele Wochen auf einer Intensivstation verbringen.

Eine schrittweise Entwöhnung vom Beatmungsgerät, bezeichnet die Medizin mit dem englischen Begriff „weaning“, also „Entwöhnung“. Die Ursachen dafür, dass das Weaning in manchen Fällen nicht gelingt, sind vielfältig. Vorerkrankungen der Lunge sind der häufigste Grund für eine fehlgeschlagene Beatmungsentwöhnung. Auch Herzkrankheiten, Muskelschwächen oder Störungen des Nervensystems können als zusätzliche auslösende Faktoren hinzukommen. Aus dem Konzept, kritisch kranke Patient:innen zusammenzuführen, um die Behandlungseffektivität zu steigern, sind die Intensivstationen heraus entstanden. In den zurückliegenden Jahren hat sich deutlich gezeigt, dass bei Patient:innen, die auf übliche Weise nicht von der künstlichen Beatmung entwöhnt werden können, das Weaning häufig doch noch gelingt. Die Voraussetzung dafür ist, dass diese in spezialisierten Zentren wie dem unseren behandelt werden. Wir verfügen über erweiterte diagnostische und therapeutische Möglichkeiten, dank derer es in vielen Fällen gelingt, Patient:innen von der Beatmungsmaschine zu entwöhnen.

Bei Schwierigkeiten, eine künstliche Beatmung zu beenden, steht unser erfahrenes Team den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Es besteht aus Fachärzt:innen, speziell geschulten Pflegekräften, Atmungs- und Physiotherapeut:innen und Logopäd:innen (Sprach- und Sprechheilkunde), die über fachlich fundiertes Wissen verfügen. Unser gemeinsames Ziel ist es, die bestmögliche Lebensqualität für jeden unserer Patient:innen zu erreichen.

Unsere Ausstattung

  • Intensiv- und Weaningbetten, einschließlich Isolationsbetten
  • Intermediate-Respiratory-Care-Betten und periphere Beatmungsstation
  • modernste Beatmungsgeräte an jedem Bettenplatz
  • Nasale-High-Flow-Sauerstofftherapie (NHFT: Verabreichung von Atemgas mit hoher Durchflussrate über spezielle Nasenkanülen)
  • transkutane (durch die Haut hindurch erfolgende) O2/CO2-Messung (Sauerstoff- und Kohlendioxid-Messung)
  • kardiorespiratorische Polygrafie (Untersuchung des schlafenden Patient:innen, bei der beispielsweise die Herzfrequenz und die Sauerstoffsättigung überprüft werden)
  • kardiorespiratorische Polysomnografie (kontinuierliche Überwachung verschiedener Körperfunktionen beim schlafenden Patient:innen)

Unser Behandlungskonzept

Unser Behandlungskonzept zeichnet sich durch die multiprofessionelle (vielseitig spezialisierte) und interdisziplinäre (fachübergreifende) Herangehensweise aus. Wir kooperieren eng mit unseren Kolleg:innen aus den anderen Abteilungen der Asklepios Kliniken Bad Wildungen.

Einen wichtigen Beitrag zur optimalen Behandlung leisten die erfahrenen Therapeut:innen aus den Bereichen Logopädie (Sprech- und Sprachheilkunde), Physiotherapie, Ergotherapie (Training alltagsbezogener Fertigkeiten) und Atmungstherapie.

Unsere höchste Priorität ist es, jeden uns zugewiesenen Patient:innen umfassend zu versorgen. Deshalb entwickeln wir stets ein individuell angepasstes Behandlungskonzept. Dieses beinhaltet ein Beatmungsmanagement, ein Sekretmanagement (Sekret: Absonderungen), eine Langzeit- und Notfallbegleitung und gegebenenfalls eine palliative Behandlung (Linderung von Beschwerden bei unheilbar Erkrankten). Bei Fragen stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.

Weaninganmeldung

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e-Mail: weaning-bw@asklepios.com

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