
Gabriele John
Anmeldung & Auskunft

Die Klinik für Urologie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz ist auf die operative Behandlung von Prostatakrebs (Prostatakarzinom) mit dem da Vinci-Operationssystem spezialisiert. Unser Ziel ist es, den Tumor vollständig zu entfernen und gleichzeitig wichtige Körperfunktionen wie die Harnkontrolle und die Erektionsfähigkeit bestmöglich zu erhalten.
Dafür verbinden wir langjährige operative Erfahrung, eine innovative digitale Schnittranduntersuchung während der Operation und Messung der Ergebnisqualität (PROM).
Bei einem auf die Prostata begrenzten, behandlungsbedürftigen Prostatakarzinom kann die vollständige operative Entfernung der Prostata (radikale Prostatektomie) eine gute Chance auf dauerhafte Heilung bieten. Ob eine Operation, Strahlentherapie oder ein anderes Vorgehen sinnvoll ist, hängt von Ihrer individuellen Erkrankung ab.
Bei der roboterassistierten radikalen Prostatektomie mit dem da Vinci-System operieren wir über kleine Hautschnitte. Das System ermöglicht eine stark vergrößerte, dreidimensionale Sicht und besonders präzise Bewegungen der Operationsinstrumente.
So können wir empfindliche Strukturen rund um die Prostata möglichst schonen. Die Operation wird dabei jederzeit vollständig vom erfahrenen Operateur, nicht von einem Roboter gesteuert.

Eine häufige Sorge von Männern mit Prostatakrebs betrifft die Sexualfunktion nach der Operation.
Deshalb legen wir besonderen Wert auf eine nervenschonende Prostatektomie. Wenn es die Tumorausdehnung erlaubt, versuchen wir, die für die Erektion wichtigen Nervenbündel ganz oder teilweise zu erhalten.
Ob eine vollständige oder teilweise Nervenschonung möglich ist, entscheiden wir individuell anhand Ihrer Untersuchungsergebnisse, insbesondere der multiparametrischen Magnetresonanztomografie (mpMRT) der Prostata.
Unser Ziel: größtmögliche Sicherheit bei der Tumorentfernung und bestmögliche Voraussetzungen für den Erhalt Ihrer Erektionsfähigkeit.
Eine Nervenschonung verbessert die Chancen auf Potenzerhalt, kann diesen jedoch nicht garantieren. Wie gut dies gelingt, hängt auch vom Zustand vor der Operation ab.

Auch der Erhalt der Harnkontrolle (Kontinenz) ist ein wesentliches Ziel unserer Prostatakrebs-Operationen.
Durch präzise Operationstechniken und die möglichst weitgehende Schonung wichtiger anatomischer Strukturen schaffen wir beste Voraussetzungen dafür, dass Sie nach der Operation Ihren Harnfluss wieder zuverlässig kontrollieren können.
Zusätzlich unterstützen wir Sie mit frühzeitiger Mobilisation, gezieltem Beckenbodentraining und der Organisation einer möglichen Anschlussheilbehandlung (AHB).
Die vollständige Entfernung des Tumors hat dabei immer oberste Priorität.
Eine Besonderheit unserer Klinik ist die intraoperative digitale Schnittranduntersuchung mit dem Histolog® Scanner.
Bereits während der Operation untersuchen wir die Oberfläche der entfernten Prostata auf Hinweise auf Tumorgewebe am Schnittrand.
Mithilfe moderner Lasermikroskopie (konfokale Lasermikroskopie) entstehen innerhalb kurzer Zeit hochauflösende digitale Gewebebilder, die von spezialisierten Pathologen auch aus der Ferne beurteilt werden können.

Welche Vorteile bietet die Histolog® Schnittranduntersuchung?
Die Histolog®-Untersuchung ergänzt die anschließende komplette feingewebliche Untersuchung durch die Pathologie, ersetzt diese jedoch nicht. Auch die digitale Schnittranddiagnostik kann eine vollständige Tumorentfernung nicht garantieren.
Nicht jeder Patient benötigt bei einer Prostatakrebs-Operation eine Entfernung der Beckenlymphknoten.
Wir prüfen anhand etablierter Risikoberechnungen, ob eine Lymphknotenentfernung notwendig ist. Wenn sie medizinisch angezeigt ist, erfolgt eine erweiterte Entfernung der Beckenlymphknoten entsprechend den Empfehlungen der Europäischen Gesellschaft für Urologie (EAU).
So vermeiden wir nach Möglichkeit unnötige Eingriffe und erhalten, wenn nötig, wichtige Informationen über eine mögliche Ausbreitung der Erkrankung.
Wir möchten, dass Sie sich vor, während und nach Ihrer Prostatakrebs-Behandlung gut informiert und persönlich betreut fühlen.
1. Ambulante Vorbereitung auf die Operation
Einige Tage vor dem Eingriff erfolgen über unsere Zentrale Patientenaufnahme (ZPA) die notwendigen Untersuchungen sowie die ausführliche Aufklärung über Operation und Narkose. In der Regel kommen Sie dann am Operationstag nüchtern in die Klinik. Bei längerer Anreise bieten wir Ihnen auch eine Aufnahme am Vortag an.
2. Operation und stationäre Betreuung
Nach der Operation werden Sie zunächst im Aufwachraum überwacht und anschließend auf der urologischen Station betreut. Bereits am ersten Morgen nach der Operation beginnt die Mobilisation und der Kostaufbau.
3. Katheterentfernung und Beckenbodentraining
Üblicherweise entfernen wir den Blasenkatheter am dritten Tag nach der Operation. Unsere Physiotherapeuten zeigen Ihnen gezielte Übungen zur Wiedererlangung der Harnkontrolle.
4. Entlassung und Rehabilitation
Bei unkompliziertem Verlauf können Sie unsere Klinik meist am vierten Tag nach der Operation gegen 10 Uhr verlassen. Unser Sozialdienst unterstützt Sie bei der Organisation einer Anschlussheilbehandlung (AHB).
Sie möchten wissen, ob eine roboterassistierte Blasenentfernung für Sie infrage kommt, oder haben Fragen zur Harnableitung? Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Klinik für Urologie.

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