MRT Fusionsbiopsie
MRT Fusionsbiopsie der Prostata in Bad Tölz
Gezielt untersuchen. Befunde verstehen.
Prostatakrebs ist in der westlichen Welt die häufigste Krebserkrankungen beim Mann. Allein in Deutschland erkranken jedes Jahr etwa 65.000 Männer.
Ein erhöhter PSA-Wert oder ein auffälliger Befund im Prostata-MRT kann verunsichern. Vielleicht fragen Sie sich, ob Sie Prostatakrebs haben und welche Untersuchung jetzt sinnvoll ist. Ein auffälliger Wert allein bedeutet noch keine Krebserkrankung. Wir helfen Ihnen, den Verdacht sorgfältig abzuklären.
In der Urologie der Asklepios Stadtklinik Bad Tölz ist die Prostatakrebsdiagnostik ein Schwerpunkt. Mit der MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie können wir auffällige Bereiche der Prostata gezielt untersuchen. Die Gewebeentnahme erfolgt bei uns standardmäßig über den Damm und in örtlicher Betäubung – als ambulanter Eingriff. Der Befund (Histologie) liegt meist am nächsten oder übernächsten Werktag da!
Unser Angebot auf einen Blick: gezielte Prostatabiopsie mit KOELIS Trinity® - Zugang über den Damm - örtliche Betäubung - ambulante Durchführung – keine Antibiotikaprophylaxe - ohne Zuzahlung für die Fusionsbiopsie.
Termin zur Abklärung vereinbaren: +49 8041 507-1176
PSA Wert erhöht und jetzt?
Der PSA-Wert ist ein Blutwert, der Hinweise auf Veränderungen der Prostata geben kann. Er kann auch bei einer gutartigen Prostatavergrößerung oder einer Entzündung erhöht sein. Entscheidend ist deshalb der Verlauf des Wertes, weitere Befunde und Ihre persönliche Situation.
Besteht ein abklärungsbedürftiger Verdacht auf Prostatakrebs, hilft ein multiparametrisches MRT der Prostata (mpMRT) bei der Entscheidung über das weitere Vorgehen. Ob eine Gewebeentnahme notwendig ist, besprechen wir anhand Ihrer Befunde mit Ihnen.
Was ist eine MRT Fusionsbiopsie der Prostata?
Bei einer Fusionsbiopsie werden zuvor aufgenommene MRT-Bilder mit aktuellen Ultraschallbildern der Prostata im Fusionsbiopsiegerät zusammengeführt (fusioniert). So lassen sich Bereiche, die im mpMRT auffällig aussehen, während der Untersuchung gezielt ansteuern. Mit einer feinen Nadel entnehmen wir dort kleine Gewebeproben. Diese werden anschließend in der Pathologie auf Krebszellen untersucht.
In Bad Tölz nutzen wir dafür das KOELIS Trinity® System. Es erstellt ein dreidimensionales Modell der Prostata und dokumentiert die Entnahmestellen. Das kann auch bei späteren Kontrollbiopsien hilfreich sein.
Warum ist ein Prostata MRT vor der Biopsie sinnvoll?
Das multiparametrische MRT, kurz mpMRT, liefert detaillierte Bilder und zusätzliche Informationen über das Gewebe. Es kann verdächtige Bereiche sichtbar machen und die gezielte Planung einer Biopsie unterstützen. Ein MRT allein kann Prostatakrebs jedoch weder sicher bestätigen noch vollständig ausschließen. Für die sichere Diagnose ist die Untersuchung von Gewebe erforderlich.
Ablauf Ihrer Fusionsbiopsie
Vorbereitung und persönliches Gespräch
Bitte bringen Sie Ihre MRT-Bilder auf CD oder als Download-Code sowie den schriftlichen Befund mit. Wir besprechen mit Ihnen die Untersuchung, die Betäubung und mögliche Risiken. Informieren Sie uns über Ihre Medikamente, insbesondere Blutverdünner. Setzen Sie diese bitte nicht eigenständig sondern nur nach hausärztlicher/internistischer Rücksprache ab.
Gezielte Gewebeentnahme über den Damm
Nach der örtlichen Betäubung entnehmen wir die Proben durch die Haut im Dammbereich. Dieser Zugang heißt transperineale oder perineale Prostatabiopsie. Die Biopsienadel wird dabei nicht durch die Darmwand geführt. Daher werden keine Darmkeime in die Prostata verschleppt. Zur Orientierung wird eine Ultraschallsonde in den Enddarm eingeführt.
Die auffälligen MRT-Bereiche werden gezielt biopsiert. Ergänzend entnehmen wir nach unserem Untersuchungsschema systematische Proben aus weiteren Bereichen der Prostata. Umfang und Vorgehen erläutern wir Ihnen vor dem Eingriff. Auf Wunsch ist nach ärztlicher und anästhesiologischer Abklärung auch eine ambulante Vollnarkose möglich.


Was passiert nach der Untersuchung?
Die Fusionsbiopsie wird in der Regel ambulant durchgeführt. Vor der Entlassung erhalten Sie Hinweise zum Verhalten zu Hause und erfahren, wie Sie den Gewebebefund erhalten. Das Ergebnis zeigt, ob Krebszellen nachweisbar sind, und hilft bei der Planung der nächsten Schritte.
Wann kommt eine Fusionsbiopsie infrage?
Eine MRT-gestützte Prostatabiopsie kann sinnvoll sein, wenn im Prostata-MRT verdächtige Bereiche zu sehen sind – auch vor der ersten Biopsie. Sie kann außerdem helfen, wenn der PSA-Wert erhöht bleibt oder steigt, obwohl eine frühere Biopsie keinen Krebs nachgewiesen hat.
Auch bei der aktiven Überwachung eines bereits bekannten Prostatakarzinoms, der sogenannten Active Surveillance, können in gewissen Abständen gezielte Kontrollbiopsien erforderlich sein. Gespeicherte Entnahmestellen lassen sich für eine erneute Untersuchung wieder aufrufen. In ausgewählten Fällen ist die Fusionsbiopsie eine wichtige Diagnostik bei der Planung einer fokalen Therapie.
Ist die Fusionsbiopsie schmerzhaft? Welche Risiken gibt es?
Die örtliche Betäubung soll die Gewebeentnahme möglichst schmerzarm machen. Druck oder kurze unangenehme Empfindungen sind dennoch möglich. Sprechen Sie uns an, wenn Sie Schmerzen oder Angst vor der Untersuchung haben.
Der Zugang über den Damm ist mit einem geringeren Infektionsrisiko verbunden als die Gewebeentnahme durch die Darmwand. Daher wird auf vorbeugende Antibiotikagabe verzichtet; darüber entscheidet das Behandlungsteam individuell. Möglich sind unter anderem vorübergehend Blut im Urin oder Sperma, Blutergüsse und geringe, vorübergehende Beschwerden beim Wasserlassen. Auch ein Harnverhalt kann auftreten. Bei Fieber, Schüttelfrost oder wenn Sie kein Wasser lassen können, ist umgehend ärztliche Hilfe erforderlich.
Termin zur MRT Fusionsbiopsie in Bad Tölz vereinbaren
Sie möchten einen auffälligen PSA-Wert oder MRT-Befund abklären lassen? Wenden Sie sich an unser Zentrales Belegungsmanagement. Wir informieren Sie über die Terminvereinbarung und benötigte Unterlagen.
Telefon: +49 8041 507-1176
E-Mail: zbm.badtoelz@asklepios.com
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