Asklepios Neurologische Klinik Bad Salzhausen

Therapie bei uns

Therapie bei uns

Physiotherapie

Bewegung fördern. Selbstständigkeit zurückgewinnen.

Die Physiotherapie ist ein wichtiger Bestandteil der neurologischen Behandlung und Rehabilitation in unserer Klinik. Unser erfahrenes Team aus rund 30 Physiotherapeut:innen und Lymphtherapeut:innen begleitet Patient:innen von der Intensivstation über die Frührehabilitation bis zur weiterführenden Rehabilitation und ambulanten Therapie.

Unser Ziel ist es, Beweglichkeit, Selbstständigkeit und Lebensqualität Schritt für Schritt wiederherzustellen. Dafür erstellen wir gemeinsam mit den behandelnden Ärzt:innen und den therapeutischen Fachbereichen einen individuellen Therapieplan, der regelmäßig an den Behandlungsfortschritt angepasst wird.

Wir arbeiten nach anerkannten physiotherapeutischen Konzepten wie Bobath, PNF, McKenzie und LIN (Lagerung in Neutralstellung). Ergänzend kommen moderne Therapiegeräte und physikalische Anwendungen wie Lymphdrainage, Elektrotherapie oder Ultraschall zum Einsatz.

Unsere spezialisierten Einsatzbereiche

Bereits in der Frühphase der Behandlung beginnen wir mit der physiotherapeutischen Therapie – auch bei schwer betroffenen, maschinell beatmeten oder bewusstseinsbeeinträchtigten Patient:innen.

Je nach Gesundheitszustand unterstützen wir erste Bewegungen im Bett, das Sitzen an der Bettkante, Transfers in den Rollstuhl sowie das Stehen und erste Gehversuche. Dabei arbeiten wir eng mit Pflege, Ärzt:innen und den weiteren therapeutischen Berufsgruppen zusammen.

Für Patient:innen mit schweren Bewegungseinschränkungen stehen moderne Hilfsmittel wie ein deckengeführtes Traversensystem, Stehtrainer oder ein MOTOmed zur Verfügung. Sie ermöglichen eine sichere Mobilisation und fördern eine möglichst frühe Rückkehr in Bewegung.

Ergänzend setzen wir, insbesondere im Rahmen des sogenannten Weanings (Entwöhnung von der maschinellen Beatmung) unter anderem Atemtherapie, Lymphdrainage, Kompressionstherapie sowie spezielle Lagerungs- und Behandlungstechniken ein. Alle Maßnahmen orientieren sich am individuellen Therapieziel und den aktuellen Möglichkeiten der Patient:innen.

Mit zunehmender Selbstständigkeit rücken der Wiederaufbau von Kraft, Gleichgewicht, Koordination und Ausdauer in den Mittelpunkt der Therapie.

Die Behandlung erfolgt überwiegend in Einzeltherapien. Bei Bedarf begleiten zwei Therapeut:innen gemeinsam anspruchsvolle Mobilisations- oder Gehübungen. Während des Rehabilitationsaufenthalts werden die Patient:innen möglichst durch feste Bezugstherapeut:innen betreut.

Ergänzend bieten wir verschiedene Gruppentherapien an, beispielsweise Gehtraining, Gleichgewichts- und Stehtraining oder Übungen mit Rollator. So können bereits erarbeitete Fähigkeiten gefestigt und sicher in den Alltag übertragen werden.

Auch nach dem stationären Aufenthalt haben wir die Möglichkeit, unsere Patient:innen weiter zu begleiten: In unserer Physiotherapie-Ambulanz behandeln wir Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen und unterstützen sie dabei, ihre Mobilität und Selbstständigkeit langfristig zu erhalten oder weiter zu verbessern.

Die ambulante Behandlung orientiert sich individuell am Krankheitsbild, den persönlichen Zielen und den Fortschritten der bisherigen Rehabilitation.

Moderne Technik für den Erfolg

Um eine möglichst effektive und sichere Behandlung zu ermöglichen, setzen wir moderne Therapiegeräte ein. Dazu gehören unter anderem:

  • Traversensystem für sicheres Gehtraining mit Gewichtsentlastung
  • MOTOmed für passives, motorunterstütztes oder aktives Bewegungstraining
  • SRT-Vibrationstherapie zur Förderung von Gleichgewicht, Koordination und Bewegungssteuerung
  • Balancetrainer mit Biofeedback für gezieltes Gleichgewichts- und Koordinationstraining
  • Posturomed für sensomotorisches Training und Stabilisation

Sprechen Sie uns an

Verena Kohlhepp

Leitende Physiotherapeutin

Erreichbarkeit

Montag:

07:30 - 15:30 Uhr

Dienstag:

07:00 - 16:00 Uhr

Mittwoch:

07:30 - 15:30 Uhr

Donnerstag:

07:30 - 15:30 Uhr

Freitag:

07:30 - 15:30 Uhr

Ergotherapie

Selbstständigkeit im Alltag fördern

Die Ergotherapie unterstützt Menschen dabei, nach einer neurologischen Erkrankung verloren gegangene Fähigkeiten wiederzuerlangen, vorhandene Ressourcen zu stärken und größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu erreichen.

Wir begleiten Patient:innen unter anderem nach Schlaganfällen, Schädel-Hirn-Traumata, intensivmedizinischen Behandlungen sowie bei anderen neurologischen Erkrankungen. Die Therapie orientiert sich stets an den individuellen Einschränkungen, den persönlichen Zielen und den Anforderungen des täglichen Lebens.

Unsere Ergotherapeut:innen arbeiten eng mit Pflege, Physiotherapie, Sprachtherapie, Neuropsychologie und dem ärztlichen Dienst zusammen. So entsteht ein individuell abgestimmter Therapieplan, der regelmäßig an den Behandlungsfortschritt angepasst wird.

Unsere spezialisierten Einsatzbereiche

Die ergotherapeutische Behandlung beginnt bereits in der frühen Behandlungsphase – auch bei schwer betroffenen, bewusstseinsbeeinträchtigten oder beatmeten Patient:innen.

Im Mittelpunkt stehen die Frühmobilisation, die Förderung von Wahrnehmung und Orientierung sowie das Anbahnen erster Alltagsfunktionen. Ziel ist es, frühzeitig die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rehabilitation zu schaffen.

Ein besonderer Schwerpunkt unserer Ergotherapie liegt in der Behandlung von Patient:innen mit Schluckstörungen sowie Trachealkanüle. Durch spezielle therapeutische Verfahren unterstützen wir die sichere Nahrungsaufnahme, die Atemfunktion und, in enger Zusammenarbeit mit den anderen Berufsgruppen, den Weaning-Prozess, also die Entwöhnung von der maschinellen Beatmung.

Die Ergotherapie begleitet Patient:innen auf dem Weg zu einer sicheren Nahrungsaufnahme und, wenn möglich, zur Entfernung der Trachealkanüle.

Dabei arbeiten wir nach bewährten Therapiekonzepten, wie Basale Stimulation, Affolter, Bobath und F.O.T.T. (Facio-Orale Trakt-Therapie).

Mit zunehmender Stabilisierung richtet sich die Therapie auf die Rückkehr in einen möglichst selbstständigen Alltag.

Gemeinsam trainieren wir alltägliche Aktivitäten wie Körperpflege, Anziehen, Essen und Trinken oder den sicheren Umgang mit Hilfsmitteln. Ergänzend fördern wir Feinmotorik, Sensibilität, Wahrnehmung sowie Arm- und Handfunktionen.

Die Behandlung erfolgt sowohl in Einzeltherapien als auch in Gruppenangeboten, beispielsweise zur Feinmotorik, Wahrnehmung oder alltagspraktischen Fähigkeiten wie Kochen und Frühstücksvorbereitung.

Je nach individuellem Bedarf arbeiten wir unter anderem nach den Therapiekonzepten Bobath, PNF, F.O.T.T., Affolter, Kinästhetik und Spiegeltherapie.

Auch nach dem stationären Aufenthalt begleiten wir unsere Patient:innen weiter. In unserer Ergotherapie-Ambulanz behandeln wir Erwachsene mit neurologischen Erkrankungen sowie weiteren Einschränkungen, die ihre Selbstständigkeit im Alltag beeinträchtigen.

Zu den häufigsten Behandlungsanlässen gehören unter anderem Schlaganfall, Parkinson, Multiple Sklerose, Schädel-Hirn-Trauma, Polyneuropathien oder altersbedingte Funktionseinschränkungen.

Gemeinsam entwickeln wir individuelle Therapieziele und unterstützen unsere Patient:innen dabei, alltägliche Aktivitäten wie Körperpflege, Anziehen, Essen, Haushaltsaufgaben oder Mobilität möglichst selbstständig zu bewältigen.

Durch die enge Anbindung an unsere neurologische Klinik profitieren unsere Patient:innen von kurzen Wegen und einer engen Zusammenarbeit mit den weiteren therapeutischen und medizinischen Fachbereichen.

Terminvereinbarung

Für die ambulante Behandlung benötigen Sie eine gültige Heilmittelverordnung Ihres behandelnden Arztes oder Ihrer behandelnden Ärztin.

Für eine Terminvereinbarung erreichen Sie uns telefonisch oder per E-Mail. Sollten wir Ihren Anruf nicht direkt entgegennehmen können, hinterlassen Sie uns gerne eine Nachricht – wir melden uns schnellstmöglich bei Ihnen zurück.

Sprechen Sie uns an

Ambulante Ergotherapie Fachliche Leitung: Christiane Stenz

Anmeldung & Auskunft

Erreichbarkeit

Montag:

07:30 - 15:45 Uhr

Dienstag:

07:30 - 15:45 Uhr

Mittwoch:

07:30 - 15:45 Uhr

Donnerstag:

07:30 - 15:45 Uhr

Freitag:

07:30 - 15:30 Uhr

Sprachtherapie

Diagnostik und Therapie von Sprach-, Sprech-, Stimm- und Schluckstörungen

Neurologische Grunderkrankungen können häufig zu folgenden Beeinträchtigungen führen:

  • Sprachstörungen (Aphasien)
  • Sprech- und Stimmstörungen (Dysarthrophonien)
  • Schluckstörungen (Dysphagien)
  • und den damit zusammenhängenden Syndromen wie Schreib- und Lesestörungen (Dysgraphien und Dyslexien) sowie fehlerhaftem Planen von Sprechbewegungen (Sprechapraxien)

Unsere Aufgaben

In unserer Abteilung für Klinische Linguistik/Sprachtherapie widmen wir uns der Diagnostik und Therapie dieser Störungsbilder von der Akutaufnahme in unserer Stroke Unit bis hin zur Rehabilitation.

Untersuchungs- und Behandlungsverfahren

Je nach Syndrom setzen wir eine Reihe besonderer Untersuchungs- und Behandlungsverfahren ein:

  • Frühdiagnostik akuter Aphasien (Sprachstörungen) sowie phasenspezifische Therapiemaßnahmen
  • Untersuchungen mit einem Fiberendoskop (FEES) bei Schluckstörungen in Zusammenarbeit mit der internistischen Abteilung
  • Störungsspezifische Kostformverordnungen bei Dysphagien (Schluckstörungen)
  • Pharyngeale elektrische Stimulation (PES)
  • spezifische, sprachsystematische Therapieprogramme für die Aphasie-Syndrome
  • Manuelle Stimm- und Schlucktherapie
  • Funktionelle Dysphagie- und Stimmtherapie
  • Ganzheitliche Therapieansätze unter Berücksichtigung von Vorerkrankungen und individuellen Ressourcen
  • Angehörigenberatung und Hilfen bei der ambulanten Weiterversorgung

Ziel

Zielsetzung unserer Maßnahmen ist, den Betroffenen im Rahmen ihres jeweiligen Krankheitsbildes die Teilhabe an alltäglichen Situationen im gewohnten Lebensumfeld zu ermöglichen oder zu erleichtern.

 

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Psychologie

Klinische Neuropsychologie

Die Klinische Neuropsychologie begleitet Menschen mit Erkrankungen oder Schädigungen des Gehirns, beispielsweise nach Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma oder Hirntumor. Besonders in der neurologischen Frührehabilitation erfordert die Behandlung ein spezielles Vorgehen, das sich am aktuellen medizinischen Zustand und den individuellen Möglichkeiten der Betroffenen orientiert.

Die neuropsychologische Therapie erfolgt patientenorientiert und in enger Zusammenarbeit mit allen Berufsgruppen. Die Therapieeinheiten werden flexibel an die Belastbarkeit angepasst und sind insbesondere in der frühen Behandlungsphase häufig kürzer und engmaschiger. Auch die Auseinandersetzung mit ethischen Fragestellungen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit und fließt in den therapeutischen Prozess sowie in die interdisziplinäre Entscheidungsfindung ein.

Neuropsychologische Diagnostik und Therapie

Im Rahmen der neuropsychologischen Diagnostik erfassen wir unter anderem Wahrnehmung, Aufmerksamkeit, Orientierung, Gedächtnis, alltagsbezogene Handlungskompetenz, Störungsbewusstsein, Persönlichkeits- und Verhaltensauffälligkeiten, den emotional-affektiven Zustand sowie das Kommunikationsverhalten.

Die Behandlung richtet sich nach den individuellen neuropsychologischen Auffälligkeiten. Schwerpunkte der frühen Rehabilitation sind die Förderung von Orientierung und Gedächtnis, Wahrnehmung, Kommunikationsaufbau sowie die Verbesserung von Aufmerksamkeit und Aktivierung.

Im weiteren Rehabilitationsverlauf unterstützen wir Betroffene dabei, kognitive Fähigkeiten weiter auszubauen und alltagsrelevante Kompetenzen zurückzugewinnen. Hierzu gehören unter anderem das Training von Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Reaktionsfähigkeit sowie der Einsatz computergestützter Therapieprogramme. Ziel ist es, vorhandene Ressourcen zu stärken und eine größtmögliche Selbstständigkeit im Alltag zu fördern.

Psychologisch-psychotherapeutische Interventionen

Ein weiterer Bestandteil unserer Arbeit sind psychologisch-psychotherapeutische Interventionen. Dazu gehören die Begleitung während des Weanings und der Entwöhnung von der Trachealkanüle sowie die Unterstützung in der frühen Phase der Krankheitsverarbeitung. Wir helfen dabei, das Krankheitsgeschehen zu verstehen und einzuordnen und begleiten Betroffene bei Ängsten, Kontrollverlusterleben, depressiven Symptomen, emotionaler Labilität, Agitiertheit und Unruhe.

Angehörigenarbeit

Die Einbindung und Unterstützung von Angehörigen ist ein wichtiger Bestandteil der neuropsychologischen Behandlung. Wir bieten psychologische Unterstützung an, beziehen Angehörige in die Therapie ein, informieren über den Rehabilitationsverlauf und vermitteln weiterführende Hilfsangebote. Darüber hinaus stehen wir auch bei Konfliktsituationen beratend zur Seite.

Jeden ersten Mittwoch im Monat findet von 14:30 Uhr bis 15:30 Uhr eine Informationsveranstaltung für Angehörige in unserem Konferenzraum neben der Cafeteria statt. Zusätzlich können persönliche Beratungsgespräche über den Stationsarzt, den Pflegedienst oder direkt mit der Neuropsychologie vereinbart werden.

 Bitte sprechen Sie uns jederzeit gern an:

Ernährungs- und Diätberatung

Für eine ausgewogene, gesunde und altersgerechte Kost

Während Ihres Aufenthaltes in unserer Klinik achten wir darauf, dass Sie sich ausgewogen, gesund und altersgerecht ernähren. Dabei nehmen wir individuelle ernährungsabhängige Risikofaktoren in den Blick und sind für das Thema „Mangelernährung“ sensibilisiert.

Außerdem bieten wir Ihnen unsere Beratung an und erstellen Ihnen in einem Einzelgespräch einen Ernährungsplan, den Sie auch im Alltag umsetzen können.

Unsere Leistungen

  • Ernährungsberatungen zu individuellen Themen
  • Kostabsprachen bei Unverträglichkeiten beziehungsweise Allergien
  • Betreuung von Patient:innen mit Sondenkost
  • Überwachung der Kalorien- und NST-Zufuhr unserer Patient:innen