Asklepios Klinik Altona

Senat und Asklepios stellen Weichen für eine neue Asklepios Klinik Altona

Datum8. September 2026
OrtHamburg

Ein neues Krankenhaus für die Gesundheitsversorgung von mehr als 280.000 Menschen im Hamburger Westen rückt näher: Der Senat hat heute die erforderlichen Schritte für den Neubau der Asklepios Klinik Altona beschlossen. Die Sozialbehörde und Asklepios hatten sich zuvor auf wesentliche Eckpunkte für die Vergabe der Planung und Bauausführung, die Finanzierung des Projekts, begleitende Infrastrukturmaßnahmen und Regelungen zur Grundstücksbereitstellung verständigt. Damit kann ein europaweites Vergabeverfahren für die Realisierung starten. Über die konkreten Bau- und Einrichtungskosten bzw. deren Finanzierung soll die Bürgerschaft auf Grundlage der Ergebnisse des Vergabeverfahrens entscheiden. Ziel ist der Bau eines modernen Krankenhauses der kurzen Wege, das stationäre, teilstationäre und ambulante Medizin unter einem Dach verbindet. Die neue Klinik soll dabei ihre Funktion als Maximalversorger mit umfassender Not- und Unfallversorgung sowie einem Perinatalzentrum der höchsten Versorgungsstufe fortführen und weiterentwickeln.

Bild: Neubau Asklepios Klinik Altona Ansicht Behringstraße

© Asklepios

Neubau Asklepios Klinik Altona Ansicht Behringstraße

Schon heute zählt die Asklepios Klinik Altona mit ihrem breiten medizinischen Angebot und ihrer leistungsfähigen Notfallversorgung zu den zentralen Säulen der Hamburger Gesundheitsversorgung. Ihr Versorgungsgebiet umfasst den Hamburger Westen, die Kreise Pinneberg, Stade und Harburg bis zur A7 und das Hafengebiet. Der Neubau soll die Gesundheitsversorgung in diesem Gebiet auch in den kommenden Jahrzehnten sicherstellen, stärker vernetzen und Behandlungsschwerpunkte in Zentren zusammenführen.

Jährlich werden in der Asklepios Klinik Altona rund 90.000 Patientinnen und Patienten behandelt, darunter über 30.000 stationär. Geplant ist ein Klinikum mit 600 Betten, davon 60 im Intensivbereich, zuzüglich 46 Betten in der Neonatologie. Hinzu kommen zwölf Operationssäle für stationäre und fünf Fast-Track-OP für ambulante Eingriffe. Kurze Wege und funktional aufeinander abgestimmte Bereiche sollen die Zusammenarbeit der Berufsgruppen erleichtern sowie Patientinnen und Patienten eine medizinische Versorgung auf höchstem Niveau bieten.

Dem heutigen Senatsbeschluss sind umfangreiche Abstimmungen zwischen der Sozialbehörde und den Asklepios Kliniken Hamburg vorausgegangen.

Die Planungen und Kostenkalkulationen für den Neubau wurden dabei grundlegend weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Berücksichtigt wurden dabei unter anderem die anspruchsvollen Baugrundverhältnisse, die in den letzten Jahren eingetretenen erheblichen Baukostensteigerungen, sowie die Auswirkungen der Krankenhausreform des Bundes.

Planung und Bau sollen aus einer Hand erfolgen. Dafür soll ein Totalübernehmer in einem europaweiten Verhandlungsverfahren mit vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb ausgewählt werden. Im ersten Schritt werden geeignete Unternehmen ausgewählt und legen zunächst indikative Kostenangebote vor. Diese werden fachlich geprüft, in Verhandlungen geschärft und so das wirtschaftlichste Angebot ermittelt. Am Ende der anschließenden Planungsphase soll ein verbindliches Festpreisangebot stehen.

Asklepios und die Freie und Hansestadt Hamburg haben sich auf einen Gesamtkostenrahmen für das Projekt verständigt, dessen Höhe mit Blick auf das Vergabeverfahren derzeit noch nicht veröffentlicht wird, um die Angebote der Bieter nicht zu beeinflussen. Mit den indikativen Angeboten entsteht eine belastbare Grundlage für die Entscheidung über Errichtungskosten und Finanzierung.

Hamburg und Asklepios finanzieren den Neubau gemeinsam. Nach dem Krankenhausfinanzierungsrecht übernimmt das Land die förderfähigen Investitionskosten. Bei großen Krankenhausneubauten beteiligen sich die Träger in Hamburg in der Regel mit einem Eigenanteil. Aufgrund der besonderen Baugrundherausforderungen am Standort übernimmt die Freie und Hansestadt Hamburg im vorliegenden Fall 77 Prozent der Investitionskosten, Asklepios beteiligt sich mit 23 Prozent.

Die Neonatologie wird auch künftig in einer schon heute bestehenden Kooperation zwischen Asklepios und dem Altonaer Kinderkrankenhaus betrieben. Die hierfür benötigten Flächen werden vollständig aus Haushaltsmitteln finanziert, da sie allein der stationären Patientenversorgung dienen.

Die Umsetzung des Vorhabens ist Gegenstand einer Gesamtprojektvereinbarung zwischen der Stadt und Asklepios. Das Inkrafttreten der Vereinbarung steht unter der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung der Bürgerschaft, die auf Grundlage der indikativen Angebote der Bieter des Teilnahmewettbewerbs voraussichtlich bis Ende 2027 eingeholt werden soll.

Bild: Neubau Asklepios Klinik Altona Luftbild

© Asklepios

Neubau Asklepios Klinik Altona Luftbild

Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer: Wir bringen den Neubau der Asklepios Klinik Altona entscheidend voran. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben Hamburg und Asklepios zentrale Fragen geklärt. Jetzt starten wir das Vergabeverfahren und machen den nächsten wichtigen Schritt hin zu einem hochmodernen Krankenhaus. Davon sollen vor allem die Patientinnen und Patienten profitieren. Die Asklepios Klinik Altona steht für die hochwertige medizinische Versorgung von weit mehr als 280.000 Menschen im Hamburger Westen und darüber hinaus. Mit dem Neubau wollen wir diese Versorgung für die kommenden Jahrzehnte sichern und weiterentwickeln.“

Joachim Gemmel, Sprecher der Geschäftsführung der Asklepios Kliniken Hamburg GmbH: „Die neue Asklepios Klinik Altona planen wir als ein modernes Krankenhaus, das medizinische Spitzenversorgung mit kurzen Wegen und aufeinander abgestimmten Strukturen verbindet. Für Patientinnen und Patienten, Angehörige und unsere Beschäftigten entsteht damit eine langfristige Perspektive für eine leistungsfähige

Maximalversorgung im Hamburger Westen und darüber hinaus. Mit der neuen Klinik entsteht nicht nur ein medizinisches Exzellenzzentrum für die kommenden Jahrzehnte, sondern auch ein Gebäudekomplex, der sich gut ins Quartier einfügt. Mit ihrer Einigung haben die Stadt und Asklepios jetzt die Grundlage geschaffen, dieses Zukunftsprojekt in ein transparentes Vergabeverfahren mit dem Ziel größtmöglicher Kosten- und Terminsicherheit zu führen.“

Lageplan: Neubau Asklepios Klinik Altona

© Asklepios

Neubau Asklepios Klinik Altona Lageplan

Neubau sichert moderne Krankenhausversorgung

Der heutige Klinikkomplex wurde zwischen 1959 und 1970 errichtet und galt damals als eines der modernsten Krankenhäuser Deutschlands. Trotz umfangreicher Modernisierungen kann die denkmalgeschützte 21-geschossige Hochhausscheibe insbesondere den energetischen und prozessualen Anforderungen eines modernen Krankenhausbetriebs zunehmend nicht mehr gerecht werden. Deshalb haben Stadt und Asklepios 2019 einen hochbaulichen Realisierungswettbewerb für den Neubau gestartet. Dabei wurden neben den medizinischen Anforderungen auch die besonderen verkehrlichen und städtebaulichen Bedingungen des Standorts berücksichtigt.

Das neue Klinikum soll am bestehenden Standort in Othmarschen zwischen der Behringstraße und dem heutigen Krankenhausgebäude entstehen. Der kompakte Neubau bündelt unterschiedliche Funktionsbereiche, sieht die Pflegestationen in dem bis zu elfgeschossigen nördlichen Gebäudeteil und den Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach vor. Nach Süden staffelt sich das Gebäude auf bis zu zwei Geschosse ab und bindet sich in das umgebende Grün ein. Nach dem Umzug sollen die denkmalgeschützten Bestandsgebäude möglichst erhalten und einer neuen Nutzung zugeführt werden. Über die konkrete Nachnutzung wird im weiteren Projektverlauf entschieden.

Parallel werden die ersten vorbereitenden Arbeiten für den Neubau auf den Weg gebracht. Bereits 2027 soll eine neue Infrastrukturtrasse entlang der A7 gebaut werden. Über sie werden wichtige Ver- und Entsorgungsleitungen verlegt. Für diese Maßnahme sowie den Bau einer Interimsstraße sind im Haushaltsplanentwurf 2027/2028 bereits 14 Millionen Euro vorgesehen.

Bis 2035 folgen weitere Infrastrukturmaßnahmen, darunter die Verlegung der Paul-Ehrlich-Straße sowie Anpassungen der Verkehrs- und Erschließungsinfrastruktur. Insgesamt sind hierfür rund 30 Millionen Euro vorgesehen.

Nach Abschluss des parlamentarischen Verfahrens folgen die Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie anschließend die Bauarbeiten. Die Inbetriebnahme der neuen Asklepios Klinik Altona ist derzeit für das Jahr 2035 vorgesehen.

Der Krankenhausbetrieb wird während der gesamten Bauzeit ohne Einschränkungen auf dem aktuell hohen Versorgungsniveau fortgeführt. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten sowie die Erreichbarkeit für den Rettungsdienst bleiben jederzeit gewährleistet.

Weitere Informationen über den Neubau des Asklepios Klinikums Altona sind hier zu finden: Asklepios Klinik Altona - Neubau AK Altona

Rückfragen der Medien

Sozialbehörde

Wolfgang Arnhold, Pressesprecher

Telefon: 040/428 63 2889

E-Mail: pressestelle@soziales.hamburg.de   

Internet: www.hamburg.de/sozialbehoerde

24-Stunden Rufbereitschaft für Medienvertreter

Konzernbereich Unternehmenskommunikation & Marketing