Geschafft! 54 neue Ärztinnen und Ärzte feiern ihren Abschluss in Berlin
Sechs Jahre Medizinstudium. Unzählige Vorlesungen, Prüfungen und Stunden in der Klinik. Zweifel, Herausforderungen, Freundschaften. Und irgendwann die Frage: Wann ist man eigentlich wirklich Ärztin oder Arzt? Für 54 Absolventinnen und Absolventen des Asklepios Campus Hamburg gab es darauf am 17. Juli 2026 eine ganz besondere Antwort.
In der Botschaft von Ungarn in Berlin erhielten sie ihre Diplome und wurden zu Doktorinnen und Doktoren der Medizin ernannt. Ein feierlicher Moment. Und zugleich ein sehr persönlicher.
Denn eine Diplomverleihung ist mehr als das Ende eines Studiums. Sie markiert den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt. Aus Studierenden werden Ärztinnen und Ärzte. Aus vielen Jahren Ausbildung wird Verantwortung für Patientinnen und Patienten.
„Jetzt begreift man langsam, dass wir es wirklich geschafft haben!“
Wie sich dieser Moment anfühlt? Die Jahrgangssprecher dr. med. Julia Krull und dr. med. Mathias Beckmann brachten es auf den Punkt:
„Erleichtert, unfassbar glücklich, würde ich sagen. Jetzt fängt man langsam an zu begreifen, dass wir es wirklich geschafft haben, dass wir jetzt wirklich Ärztinnen und Ärzte sind.“
Und natürlich gehört zu diesem Tag auch der Blick zurück: auf die ersten Tage des Studiums, auf Prüfungen und lange Lernphasen. Auf gemeinsame Erfahrungen in Hamburg und auf die ersten Begegnungen mit Patientinnen und Patienten. dr. med. Paul Ole Behrendt, mit einem Notenschnitt von 4,84 Jahrgangsbester, beschreibt die Diplomverleihung als einen der Höhepunkte seines Studiums:
„Nach all den Höhen und Tiefen der vergangenen Jahre war das ein sehr, sehr würdiger Abschluss.“
Sein Rat an diejenigen, die noch mitten im Studium stehen: Leidenschaft für die Medizin bewahren. Neugierig bleiben. Dinge hinterfragen. Und Fragen stellen.
Ein Eid - und eine neue Verantwortung
Einer der eindrucksvollsten Momente des Tages war der gemeinsame medizinischer Eid. 54 Absolvent:innen standen zusammen und bekannten sich zu den Grundwerten ihres künftigen Berufs. Kurz darauf hielten sie ihre Diplome in den Händen. Begleitet wurden sie dabei von ihren Familien, Freundinnen und Freunden. Von Menschen also, die in den vergangenen Jahren mitgefiebert, unterstützt und vielleicht manchmal auch auf gemeinsame Zeit verzichtet haben. Entsprechend groß waren Stolz, Freude und Erleichterung.
„Jedem fällt ein Stein vom Herzen. Wieder ein Kapitel geschafft. Und einfach eine gute Stimmung.“ So beschrieben Julia Krull und Mathias Beckmann den Moment.
Was bleibt, wenn das Studium vorbei ist? Neben aller Freude ging es an diesem Tag deshalb auch um die Frage, was die jungen Ärztinnen und Ärzte aus ihrer Ausbildung mitnehmen.
Rektor Professor Dr. Béla Merkely erinnerte daran, sich Neugier und Leidenschaft für die Medizin zu bewahren. Lernen ende nicht mit dem Diplom. Ebenso wichtig seien Mentorinnen und Mentoren, die den weiteren Weg begleiten. Und Empathie und Menschlichkeit als zentrale Werte ärztlichen Handelns.
Auch AMS-Geschäftsführer Dr. Thorsten Thiel stellte in seiner Rede den Menschen in den Mittelpunkt. Ärztinnen und Ärzte begegnen Menschen in einigen der existenziellsten Situationen ihres Lebens: bei Geburt, Liebe, Krankheit und im Wissen um die eigene Vergänglichkeit. Gerade darin liege ein Wesenskern der Medizin, den auch Künstliche Intelligenz nicht ersetzen könne. Die Botschaft an den neuen Jahrgang: Medizin braucht exzellentes Wissen und Können. Aber ebenso Empathie, Demut, Neugier und die Bereitschaft, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen.
Und dann fliegen die Hüte
Nach Eid, Diplom und vielen emotionalen Momenten durfte schließlich eine Tradition nicht fehlen. Gemeinsam ging es von der Ungarischen Botschaft zum Brandenburger Tor. Familien und Freund:innen warteten bereits. Gruppenfotos wurden gemacht, Umarmungen ausgetauscht. Und schließlich flogen die Hüte in den blauen sonnigen Berliner Himmel.
Vielleicht ist es genau dieser Moment, der den Tag am besten beschreibt: Sechs Jahre Studium liegen hinter ihnen. Das Diplom ist geschafft. Und plötzlich liegt etwas völlig Neues vor ihnen.
Für die 54 Absolventinnen und Absolventen des Asklepios Campus Hamburg beginnt nun das nächste Kapitel. Als Ärztinnen und Ärzte.
Herzlichen Glückwunsch, Jahrgang 2026!