Liebe Patienten, Angehörige & Besucher,

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  • In medizinischen Notfällen (Schlaganfall, Herzinfarkt etc.) begeben Sie sich bitte weiterhin unmittelbar in Behandlung! Ein mögliches Corona-Infektionsrisiko wird in unserer Klinik mit allen Mitteln reduziert.
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Periphere Arterielle Verschlusskrankheit

Als periphere Arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) wird die Einschränkung der Durchblutung von Arterien im Arm oder Bein bezeichnet. In den Arterien bilden sich Engstellen (Stenosen), die den Blutstrom in das Gewebe behindern, was zu Schmerzen in den ungenügend durchbluteten Muskelgruppen führt . Umgangssprachlich kennt man diese Erkrankung „Schaufensterkrankheit“, weil der Betroffene bei auftretenden Beinschmerzen oft in das nächstgelegene Schaufenster sieht, um unauffällig auf die Besserung zu warten.

Wir sind für Sie da

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Prof. Donas und Dr. Abu Bakr im Gespräch

Unbehandelt kann die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) zu starken Schmerzen, Immobilität, nicht heilenden Wunden und schließlich zur Amputation von Gliedmaßen führen. Da Risikofaktoren wie Diabetes und Fettleibigkeit zunehmen, wächst die Prävalenz von PAVK mit zweistelligen Raten. Unsere Abteilung bietet neben den klassischen Bypassverfahren innovative minimal-invasive Techniken für die Behandlung von peripheren Durchblutungsstörungen der Extremitäten. Unter anderem nehmen wir auch folgene moderne Verfahren wie: 

 

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Wesentliche Information für den Arzt ist die Auskunft über die Wegstrecke, die der Patient schmerzfrei gehen kann; die Lebensqualität unter den genannten Umständen, Ruheschmerzen oder Hautveränderungen sind die entscheidenden Kriterien für die stadiengerechte Behandlung. Die körperliche Untersuchung gibt dann Auskunft über die Hautfärbung, Hauttemperatur und den Zustand des Gewebes. Tastbare Pulse an den Füßen schließen eine relevante Durchblutungsstörung aus. Genauere Information über die Durchblutungssituation liefert die Bestimmung der Verschlussdruckwerte, sog. ABI (aus dem Englischen: ankle-brachial-index bzw. Knöchel-Arm-Index). 

Die wichtigste Rolle bei der Diagnostik von Krankheiten der Arterien kommt den bildgebenden Verfahren zu, in erster Linie der farbcodierte Duplex-Sonographie, die nicht-invasiv Auskunft über die Beschaffenheit der Gefäße, der Ablagerungen und des Blutstromes liefert. Noch genauer und hochqualifiziert in der Aussagekraft ist die direkte arterielle Angiographie, die durch technische Besonderheiten die Flussverhältnisse selbst der kleinsten Arterien an Fingern und Zehen darstellen kann. Für die Planung von operativen Eingriffen ist dieses Verfahren unabdingbar.  Die CT- und MR-Angiographie liefern darüber hinaus wichtige Informationen insbesondere für die Beurteilung von umliegenden Strukturen und der Gefäßwand.

All diese modernen Verfahren werden in unserer Abteilung für Interventionelle Bildgebung täglich eingesetzt. Die Ergebnisse werden von hopchqualifizierten Experten befundet und in der täglichen interdisziplinären Konferenz für den Patienten bewertet. 

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

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Konservativ

Die Behandlung der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit erfolgt in Abhängigkeit vom jeweiligen Stadium und ist immer an Ihren individuellen Bedürfnissen orientiert. In jedem Stadium ist die Änderung des Lebensstils jedoch unabdingbar, insbesondere die absolute Nikotinkarenz. Medikamentös ist ebenfalls immer ein Medikament zur Verbesserung der Fließeigenschaften indiziert, das die Verklebung der  Blutplättchen hemmt. Die typischen Risikofaktoren Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und erhöhte Blutfette müssen ebenso konsequent behandelt werden. Bei Einschränkung der Wegstrecke sind regelmäßiges, überwachtes Gefäßtraining und spezielle Übungen erforderlich. Hier gilt ganz besonders die Sätze: „wer rastet, rostet“ und „Bewegung ist Leben“.

Operativ

Bei unzureichendem Erfolg der Trainingstherapie oder in einem fortgeschrittenen Stadium kommen invasive Therapiemaßnahmen in Betracht: die Intervention mittels Kathetertechnik, Ballondilatation und Stentimplantation, oder die Operation bei gegebener Notwendigkeit. Gelegentlich ist auch die Kombination von beiden Methoden erforderlich, sogenannte Hybrid-Technik. Wo immer es Möglich ist werden wir besonders schonende und nachhaltige Verfharen einsetzen. Zu diesen zählen z. B. die: Stoßwellentherapie und Orbitale Atherektomie

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Wir sind mit Einfühlungsvermögen für Sie da

Am Entlassungstag führen wir mit Ihnen ein ausführliches Gespräch und weisen Sie dabei auf die besonderen Dinge hin, die Sie zukünftig beachten sollten. Sie erhalten einen Brief für Ihren weiterbehandelnden Arzt, in dem neben der Entlassungsmedikation die Empfehlungen noch einmal schriftlich festgehalten werden.

Bei Bedarf leiten wir noch während des stationären Aufenthaltes unter Mitwirkung unseres Sozialdienstes eine Anschlussheilbehandlung in die Wege, in der sie im interdisziplinären Therapeutenteam an die Anforderungen des Alltags herangeführt werden und gezielte Behandlungen Ihrer Fähigkeitsstörungen erhalten. Oft ist jedoch eine ambulante Physiotherapie, die Ihnen Ihr Hausarzt oder Gefäßchirurg verordnen kann, ausreichend. Die Lebensstiländerung und das Gefäßtraining, das ebenfalls verordnet werden kann (Gefäßsport), werden dabei eine wesentliche Rolle spielen, um Ihren Alltag so normal wie möglich zu bestreiten und das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zu senken.

Wir sprechen im Abschlussgespräch mit Ihnen über die vielseitigen Möglichkeiten der Nachsorge, um diese für Sie bestens ausschöpfen zu können. Selbstverständlich bieten wir in unserem Hause Verlaufskontrollen an, um das Fortschreiten der chronischen Erkrankung erkennen und gezielt behandeln zu können.

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