Reanimation, Rettungsstelle & mehr: Grundschüler:innen informierten sich über den Klinik-Alltag

Einen echten Rettungswagen von innen kennenlernen oder den Hubschrauberlandeplatz, den Blutdruck messen und lernen, wie man Menschen wiederbeleben kann – spannende Einblicke in den Klinikalltag erlebten zwölf Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Klasse der Grundschule Worthschule bei ihrem Besuch in der Asklepios Harzklinik Goslar.

Praxisausflug der Worthschule - Rettungsstelle, Reanimationstraining, Blutdruck messen & mehr: Schüler:innen informierten sich über den Klinikalltag

BILD
Spannende Einblicke: Die Kinder besichtigten auch einen Rettungswagen © Asklepios

Der Schulausflug war Teil des „Entdeckertags“ der Schule im Rahmen des Kooperationsverbunds zu Förderung besonderer Begabungen, bei dem die Kinder unterschiedliche Einrichtungen besuchen und dann diese Eindrücke in Projekten vertiefen. Staunen, forschen und lernen jenseits des Fachunterrichts -  dies ist der Grundgedanke der Entdeckertage, die jedes Jahr kurz nach den Zeugnisferien in Schulen und Kindergärten angeboten werden. Harzkliniken-Geschäftsführer Dennis Figlus, Pflegedirektorin Kerstin Schmidt und zahlreiche leitende Pflegekräfte begrüßten die im Schnitt neun- bis zehnjährigen Kinder höchstpersönlich und betreuten sie bei den verschiedenen Besuchs-Stationen.

 

Thema war die „Reise“ eines Patienten in einem Krankenhaus, von der Aufnahme bis zur Versorgung: Zunächst besichtigten die jungen Gäste einen Krankentransport- sowie einen Rettungswagen, ließen sich die hochmoderne Ausrüstung erklären – das Deutsche Rote Kreuz (DRK) der Bereitschaft Goslar und Astfeld war extra mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeiter:innen für den Tag angerückt, um den Kindern die Wagen zu zeigen. Beim anschließenden Rundgang gab es zunächst einen Stopp am Hubschrauberlandeplatz. Dr. med. Patrick Eickenhorst, Chefarzt der interdisziplinären Rettungsstelle, berichtete ihnen dann aus dem Alltag der Zentralen Notaufnahme. Mehr als 27.000 Patient:innen werden dort jährlich betreut. Schließlich konnten die Schüler:innen selbst etwas praktisch lernen: etwa, wie man die jeweiligen Medikamente für die Patient:innen einteilt und verteilt (auch wenn diese bei der Übung nur Schokoladen-Smarties waren), wie man Blutdruck misst oder wie Reanimation funktioniert: An einer Puppe erfuhren die Kinder, wie man jemanden wiederbelebt – Training in den sogenannten „Skills Labs“ der Klinik, das sind Übungs-Räume, in denen normalerweise die Auszubildenden zur Pflegekraft berufliches pflegerisches Handeln in einem geschützten Rahmen erlernen können. Es werden dort pflegerische Situationen simuliert, die Lernenden können dort auch spezielles Wissen vertiefen. Dass die Kinder sogar echte Namenschilder als „Praktikanten“ bekamen, erfreute sie offenbar ebenso wie ein paar kleine Präsente für sie, beispielsweise Kugelschreiber in Spritzenform oder Asklepios-Stoffteddys.

 

„Wir freuen uns, dass wir schon Kindern im frühen Alter den Alltag eines Krankenhauses näherbringen können, und wären auch froh, wenn man ihnen ganz nebenbei dadurch auch etwaige Berührungsängste von vornherein nehmen könnte“, sagt Pflegedirektorin Schmidt.

 

„Wir sind fest in der Region als Gesundheitsanbieter verankert, daher ist es für uns nicht nur Verpflichtung, sondern zugleich eine Herzensangelegenheit, den Bürgerinnen und Bürgern, auch jungen Menschen, zu zeigen, wie der Klinikalltag aussieht“, sagte Geschäftsführer Figlus. „Danke dem ganzen Team, das den Besuch mit organisiert hat.“ Und: Vielleicht werden ja aus den Schülerinnen und Schülern später einmal Pflegekräfte oder Ärzt:innen - „wenn ihr wollt, könnt ihr euch in zehn, 15 Jahren gerne wieder bei uns melden“, verabschiedete der Klinikchef mit einem Augenzwinkern die jungen Gäste.

 

Das Feedback auf den Besuch kam per E-Mail ein paar Stunden später – kleine Bilder mit Rettungswagen und handgeschriebene Kommentare der Kinder wie diese: „Ich fand es bei euch richtig cool“, „Mir hat alles sehr gut gefallen“ oder: „Danke für alles.“

 

Die Lehrerin, die die Kinder begleitete, fasste es so zusammen: „Liebes Team der Asklepiosklinik. Wir waren heute mit ganz viel Freude und Begeisterung bei Ihnen. Der Vormittag verging sehr schnell und wir haben alle Neues gelernt, was wir im Notfall anwenden können.“

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Hintergrund: Miriam Paurat, 50, Mutter zweier erwachsener Kinder, aus dem Nordharz ist selbst Brustkrebs-Betroffene, inzwischen wieder auf dem Weg der Besserung.  Sie hat Sport studiert, machte zudem inzwischen eine Spezial-Ausbildung zur „Outdoor-against-cancer-Trainerin“ und gründete unlängst in dem Bereich ihr eigenes Unternehmen im Nordharz. Die Athletin hält Vorträge, gibt Seminare, Camps in Deutschland, Norwegen und auf Madeira. Ihr Kern-Thema: Vermittlung von fundiertem Wissen rund um das Thema Einfluss von Bewegung und Ernährung bei Krebserkrankungen (Infos: https://www.mirigo.de)

Start ist am 6. Februar 2024, die Details, die Termine:

Dienstags, Start: 6. Februar 2024:

 9:00-9:45      Outdoortraining für Jedermann

10:00-10:45    Ganzkörpertraining für Jedermann

11:00-11:45      Stuhlgymnastik für Krebsbetroffene während/nach einer onkologischen   Therapie

12:00-12:45     Stretching/Entspannung/Mobility für Krebsbetroffene während/nach einer onkologischen Therapie

 

Donnerstags, Start: 8. Februar 2024:

13:00-13:45   Outdoortraining für Krebsbetroffene während/nach einer onkologischen Therapie

14:00-14:45   Ganzkörpertraining für Krebsbetroffene während/nach einer onkologischen Therapie

15:00-15:45   Zirkel-/Stationstraining für Jedermann

16:00-16:45   Stretching/Entspannung/Mobility für Jedermann

Miriam Paurat: „Bei Abrechnung über die Zentrale Prüfstelle Prävention (ZPP) bekommen die Teilnehmer:innen bis zu 80 Prozent der Kursgebühren von der Krankenkasse zurückerstattet.  Die Kurse laufen als Präventionskurse. Ein Kursangebot umfasst zehn Übungsstunden, wobei die Teilnehmer:innen mindestens achtmal anwesend gewesen sein müssen, um den Kostenzuschuss der Krankenkasse zu bekommen.“ Die Kosten für die Kurse in Höhe von jeweils 119 Euro werden von der Krankenkasse bis zu 80 Prozent übernommen, das heißt, der Eigenteil der Teilnehmer:innen beträgt ca. 24 Euro.“

Miriam Paurat über ihre Motivation: „Ich freue mich, wenn ich anderen Menschen helfen kann.“ Als Leistungssportlerin mit Welt- und Europameistertiteln auf Masterebene im Laufen war sie bis zur eigenen Krebsdiagnose im Sportbereich auch als Vorbild unterwegs. Kurz vor ihrer Teilnahme an der Europameisterschaft im Jahr 2022 erhielt sie dann die Brustkrebs-Diagnose – sie nahm gleichwohl daran teil und wurde Europameisterin über die Distanz von 1500 Metern.  „Nun, da ich selbst in der Krebstherapie bin, möchte ich ein Vorbild für Krebsbetroffene sein und meine Erfahrung nutzen. Meine neue Mission ist es, Menschen mit Krebs Mut zu machen und mit ihnen gemeinsam durch Aufklärung, Bewegung und einen optimierten Vitalstoffhaushalt aktiv gegen die Nebenwirkungen der Krebstherapie anzugehen und die Heilungschancen zu optimieren. Getreu dem Motto: Aufgeben ist keine Option!" Und weiter: „Aktuelle Studien belegen, dass es zusätzlich zur hochqualifizierten, medizinischen Behandlung auch weiterer Maßnahmen bedarf, um die Heilungschancen zu erhöhen.“ Es sei für sie wichtig, „Menschen dabei zu helfen, durch gezielte Bewegung gesünder und leistungsfähiger zu werden.“

Harzkliniken-Geschäftsführer Dennis Figlus: „Wir freuen uns sehr über unsere geplante Zusammenarbeit: Wenn die Weltklasse-Sportlerin Miriam Paurat bei uns ihre Kurse geben wird, ist das gut für die Menschen in unserer Region. Auch wir als Asklepios verstehen uns als Gesundheitsbegleiter.“ Asklepios ist vor-, während und nach dem Klinikaufenthalt für seine Patient:innen mit Rat und Tat da, eben auch mit Bewegungsangeboten.

Notaufnahme- so funktioniert sie

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©Asklepios

Imagefilm Asklepios

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