Kontrastmittel

Bei vielen radiologischen Untersuchungen ist eine exakte Diagnose nur nach intravenöser oder oraler Gabe von Kontrastmittel möglich. Für CT-Untersuchungen und konventionelle Röntgendiagnostik verwenden wir hierfür nichtionisches jodhaltiges Kontrastmittel, welches  in äußerst seltenen Fällen  Nebenwirkungen aufweist. Lediglich bei einer bestehenden Schilddrüsenüberfunktion, einem Nierenversagen oder einer Jodallergie  darf dieses Kontrastmittel nicht angewandt werden. Die in der Kernspintomographie verwendeten Kontrastmittel enthalten kein Jod und werden in der Regel problemlos vertragen.

In anderen radiologischen Untersuchungsverfahren wie z.B. der Magen-Darm-Darstellung verwenden wir Kontrastmittel, die als Lösung getrunken werden, um z.B. die Darmschlingen in der Computertomographie gut darzustellen. Auch diese Kontrastmittel sind gut verträglich, da sie nicht vom Körper aufgenommen werden. Allgemein empfehlen wir, drei Stunden vor einer Kontrastmittelgabe nüchtern zu bleiben.

Kontrasmittel für Kernspintomographie

Das Kontrastmittel ist in der Regel sehr gut verträglich und kann auch bei einer Allergie gegen Röntgenkontrastmittel verwendet werden. Es ist nicht radioaktiv und wird innerhalb weniger Stunden mit dem Urin ausgeschieden. Obwohl keine schädigenden Wirkungen bekannt sind, erhalten schwangere Frauen aus Sicherheitsgründen kein Kontrastmittel. Stillende Frauen sollen ebenfalls aus Sicherheitsgründen 24 Stunden nach einer Kontrastmittelgabe ihre Milch abpumpen und verwerfen. In den letzten Jahren wurden auch organspezifische Kontrastmittel entwickelt, wie zum Beispiel leberspezifische Kontrastmittel, bei deren klinischer Erforschung Arbeitsgruppen unseres Instituts mitgewirkt haben.

Notwendigkeit Kontrastmittel

Durch die Gabe von Kontrastmittel werden zusätzliche und häufig entscheidende Informationen gewonnen. Dies erhöht die Diagnosesicherheit bzw. ermöglicht in manchen Fällen erst die Diagnose.

Ich habe das Kontrastmittel bei einer CT-Untersuchung nicht vertragen. Darf ich nun MR-Kontrastmittel erhalten?
Das MRT-Kontrastmittel (Gadolinium-Komplexe) ist in der Regel sehr gut verträglich und kann auch bei einer Allergie gegen Röntgenkontrastmittel verwendet werden. Es ist nicht radioaktiv und wird innerhalb weniger Stunden mit dem Urin ausgeschieden.

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