CT-Koronarangiographie

Mit dieser neuen Methode können die Herzkranzgefäße umfassend dargestellt werden und ausführliche Informationen den behandelnden Arzt bereitstellen.

Diagnostik

Die CT-Koronarangiographie dient der Diagnostik verschiedenster Erkrankungen der Herzkranzgefäße. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Erkennung von Gefäßengen (Stenosen) der Herzkranzgefäße, da sie in der Regel erst ab einer 75%-igen Einengung zu einer Beschwerdesymptomatik führt, dies kann zu gravierenden Folgeschäden führen.

Die CT-Koronarangiographie liefert folgende Erkenntnisse:

  • Zur Früherkennung der koronaren Herzkrankheit (KHK) ist die Ermittlung des gesamten Kalkgehalts in allen Gefäßen des Herzens von entscheidender Bedeutung, da die Intensität einer Koronarverkalkung direkt mit der Häufigkeit eintretender Erkrankungen, wie Herzinfarkt oder Herzrhythmusstörungen korreliert. Mit Hilfe der CT-Koronarangiographie und einem speziellen Programm, dem „Calcium – Score“, kann dieser Gesamtkalkgehalt der Herzkranzgefäße erfasst und damit das Herzinfarktrisiko beurteilt werden.
  • Neben der Diagnostik des gesamten Kalkgehalts der Herzkranzgefäße spielt zudem die Beurteilung einzelner Kalkansammlungen eines Gefäßes eine elementare Rolle in der Früherkennung von Herzinfarkten. Auch hier für eignet sich die computertomographiebasierte Koronarangiographie. Es können einzelne , aber auch vergrößerte Kalkansammlungen, die zu einer Gefäßverengung führen können, dargestellt werden.
  • Cholesterinhaltige, nicht verkalkte Ablagerungen, sog. Plaque, können neben der Verkalkung der Herzkranzgefäße ebenfalls eine Ursache für das Erleiden eines Herzinfarktes sein, da auch sie zu Verengungen der Gefäße führen können. Diese lagern sich an der Innenseite eines Gefäßes ab, mit der Gefahr des Loslösens einzelner Plaqueteilchen oder gar des gesamten Plaques. Hierdurch kann es zu einem lebensbedrohlichen Gefäßverschluss und damit zu einem Herzinfarkt kommen. Die CT-Koronarangiographie liefert als erste nicht invasive  Methode -also als erste Methode ohne Katheter- die Möglichkeit der frühzeitigen und zuverlässigen Diagnostik von weichen Plaques.

Anders als bei der herkömmlichen Koronarangiographie mittels invasiven Katheters können wir mit der CT-Koronarangiographie nicht nur die Beschaffenheit der Ablagerungen exakt bestimmen, sondern ebenfalls die Intensität und die daraus resultierende Gefährlichkeit eines Plaques. Dies ist mit hochmoderner Technik unseres Computertomographen möglich, da dieser das gesamte Gefäß in einer Auflösung von bis zu 0,3 mm von innen nach außen scannt und damit Ablagerungen in einem Gefäß besonders exakt und zuverlässig darstellen kann. Anhand der daraus resultierenden Daten und Bilder wird schließlich das individuelle Herzinfarktrisiko eines Patienten ermittelt.

Auch für die Kontrolle nach einer Bypassoperation oder Gefäßerweiterung (PTCA oder Stentanlage) eignet sich diese nicht invasive, CT-gestützte Koronarangiographie besonders gut und liefert eine exakte 3D-Darstellung Ihres Herzens.

Voraussetzungen für die CT-Koronarangiographie:

Zur Diagnostik werden die aktuellen Laborwerte Ihres Blutes benötigt. Sehr wichtig sind dabei zur Bestimmung Ihrer Nierenfunktion die Kreatininwerte und zum Ausschluss einer Schilddrüsenüberfunktion TSH basal.

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