Zum 1. Juli: Asklepios Harzkliniken eröffnen neue Geriatrie-Abteilung am Standort Goslar
Die Asklepios Harzkliniken erweitern ihr medizinisches Leistungsangebot am Standort Goslar: Zum 1. Juli 2026 nimmt die geriatrische Abteilung ihren Betrieb auf. Die Geriatrie zieht von der Asklepios Klinik Schildautal in Seesen nach Goslar um und wird damit wieder Teil des medizinischen Angebots am Klinikstandort Goslar. Die Rückkehr der Geriatrie nach Goslar trägt auch den demografischen Entwicklungen in der Region Rechnung. Der Landkreis Goslar gehört zu den Regionen mit einem besonders hohen Anteil älterer Menschen. Mit steigender Lebenserwartung wächst auch der Bedarf an einer spezialisierten medizinischen Versorgung für Senior:innen.
Florian Nachtwey, Asklepios Regionalgeschäftsführer: „Mit der Rückkehr der Geriatrie nach Goslar stärken wir die Versorgung älterer Menschen in der Region."
Mit der Entscheidung setzen die Asklepios Harzkliniken ein wichtiges Zeichen, um die medizinische Versorgung im Harz weiterzuentwickeln und um noch mehr Kompetenzen am Standort Goslar zu bündeln, um die Versorgung der Menschen in der Region auch künftig auf hohem Niveau sicherzustellen. Die bewährte und erfahrene Chefärztin der bisherigen Geriatrie der Asklepios Klinik, Olga Magdea, führt die wieder etablierte Altersmedizin-Abteilung am Klinik-Standort Goslar, zusammen mit ihrem Ärzte-Team und weiteren Expert:innen. Ein interdisziplinäres Team hatte den Umzug unter der Federführung von Sabine Pfaff, Stabsstelle Pflegequalität, monatelang akribisch logistisch organisiert.
„Mit der Rückkehr der Geriatrie nach Goslar stärken wir die Versorgung älterer Menschen in der Region und schaffen gleichzeitig die Voraussetzungen, um unsere Standorte zukunftssicher aufzustellen“, sagt Florian Nachtwey, Regionalgeschäftsführer der Asklepios Region Harz. „Die Neuausrichtung ist ein wichtiger Schritt, um den Herausforderungen der Krankenhausreform aktiv zu begegnen und unsere medizinischen Schwerpunkte weiter auszubauen.“ Und weiter: „Die Bedeutung der Geriatrie wird in den kommenden Jahren zunehmen. Die Menschen werden erfreulicherweise immer älter, gleichzeitig steigen die Anforderungen an eine spezialisierte medizinische Versorgung im Alter. Gerade in einer Region wie dem Landkreis Goslar ist es wichtig, entsprechende Angebote vorzuhalten und weiter auszubauen. Mit der geriatrischen Abteilung in Goslar schaffen wir dafür die richtigen Voraussetzungen.“
„Mit der Eröffnung der Geriatrie in Goslar schließen wir nicht nur an eine bewährte Tradition an, sondern schaffen zugleich weitere moderne Strukturen für die Versorgung unserer älteren Patientinnen und Patienten“, sagt Dr. med. Larissa Henze, Ärztliche Direktorin der Asklepios Harzkliniken. „Besonders erfreulich ist, mit welchem Engagement und welcher Professionalität unsere Mitarbeitenden diesen Veränderungsprozess begleiten und mitgestalten. Ihr Einsatz ist die Grundlage dafür, dass wir den Patientinnen und Patienten vom ersten Tag an eine hochwertige und fürsorgliche geriatrische Versorgung anbieten können“, betont Manuel Herburger, Pflegedirektor der Asklepios Harzkliniken.
Darum geht es bei der Altersmedizin, bei „Geriatrie“
Die Altersmedizin ist eine Schnittstelle, in der die Kompetenzen verschiedener medizinischer Fachrichtungen zusammenkommen und zum Wohle der Patient:innen gebündelt werden. Denn: Ältere Menschen haben oft mehrere Erkrankungen, die von unterschiedlichen Fachärzt:innen behandelt werden müssen. Zudem sind Stoffwechsel und Knochenzustand im Alter verändert, sodass Medikamente angepasst werden müssen und beispielsweise Knochenbrüche eine besondere Behandlung erfahren, deren Heilung langwieriger sein kann. Unterdessen sind für viele betagte Menschen akute Erkrankungen oder Unfälle, die einen Krankenhausaufenthalt notwendig machen, ein echter Wendepunkt im Leben. Eine rechtzeitige geriatrische Gesamtbehandlung kann oftmals verhindern, dass die Personen dauerhaft in ihrer Mobilität und Selbstständigkeit eingeschränkt werden. Ziel ist es, dass die Menschen im Alter ihre Selbstständigkeit weitgehend wiedererlangen können, möglichst mobil und unabhängig bleiben und eine Pflege weitgehend zu vermeiden. Wichtig ist die ganzheitliche Behandlung, und diese erfahren Patient:innen durch das geriatrische Team, dazu gehören Ärzt:innen, Pflegepersonal, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie und Sozialarbeiter:innen. Wegen der Vielzahl der Erkrankungen werden häufig verschiedene Spezialisten hinzugezogen. Thematisch beschäftigt sich die Geriatrie in erster Linie damit, bestimmte Funktionen zu erhalten, oder wiederherzustellen – primär geht es um die Selbstständigkeit, darum, sich allein mit und ohne Hilfsmittel fortbewegen zu können. Beispiele: Treppenüberwinden, sich alleine waschen und anziehen, Nahrung zu sich nehmen können, Toilettengänge selbstständig vornehmen. Das bedeutet, dass oft auch verschiedene Spezialisten zur Behandlung aufgesucht werden müssen. Die Übersicht über dieses „Behandlungsorchester“ behält dann der Geriater, der darauf schaut, dass die Therapien sich ergänzen und nicht widersprechen.
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