Wo kranke, alte Menschen die bestmögliche medizinische Versorgung erhalten
Abteilung „Akutgeriatrie“ an der Asklepios Klinik im Städtedreieck
Geriatrie-Expertise mal drei: Paula Loibl, Dorothee Kühnau und Dr. Judit Gáspárné Kántor
STÄDTEDREIECK ( ). Der demografische Wandel ist unaufhaltsam, was heißt: Es gibt immer mehr alte Menschen – und der Mensch wird immer älter. Und weil es für die Medizin ein elementarer Unterschied, ob man jung oder alt ist, kommt hier der Altersmedizin eine besondere Bedeutung zu.
Die Versorgung von geriatrischen Patienten als Fokus-Thema: Die Asklepios Klinik im Städtedreieck hat darauf bereits vor Jahren nicht nur mit einer eigenen Abteilung „Akutgeriatrie“ reagiert, sondern seitdem kontinuierlich investiert: In die Ausstattung und Technik, die fortlaufende Qualifikation von Fach-Pflegepersonal und in die bestmögliche medizinische Versorgung durch mittlerweile drei Fachärztinnen mit Zusatzbezeichnung „Geriatrie“.
40 Prozent mehr geriatrische Patienten innerhalb von drei Jahren
In den vergangenen drei Jahren stiegen die sogenannten Geriatrie-Fallzahlen am Burglengenfelder Krankenhaus um rund 40 Prozent, wie Klinik-Geschäftsführerin Kathrin Hofstetter berichtet. Versorgt werden die Patientinnen und Patienten in der Abteilung Akutgeriatrie, die von Ärztlichem Direktor Dr. Josef Zäch und Leitender Oberärztin Paula Loibl verantwortet wird und zusammen mit der Traumatologie die Station 1 bildet – mit 20 Betten für stationäre Patientinnen und Patienten sowie einem Aufenthalts- und Therapieraum.
Kopf, Herz und Seele der Abteilung ist das Team, zu dem ein eigens ausgebildeter Pflegedienst gehört und neben Internistin Paula Loibl die Neurologin Dorothee Kühnau sowie die Internistin Dr. Judit Gáspárné Kántor. Alle drei besitzen die Zusatzbezeichnung „Geriatrie“ und reichlich Erfahrung in der Altersmedizin. Paula Loibl: „Bei uns passt es fachlich und vor allem auch menschlich, was wiederum unseren Patienten zugutekommt.“
Altersmedizin = fast immer die Behandlung von mehreren Krankheiten
Warum überhaupt eine Akut-Geriatrie? Es ist für die Medizin ein elementarer Unterschied, ob man jung oder alt, sprich über 80 Jahre alt ist, denn: Beim alten Patienten kommen zur akuten Erkrankung häufig gleich mehrere andere Krankheiten hinzu, die sich gegenseitig verschlechtern können.
Ein Oberschenkelhalsbruch plus Niereninsuffizienz plus Herzerkrankung ist keine Seltenheit – und nur eines von vielen Beispielen der sogenannten „Multimorbidität“. In der Akutgeriatrie geht es um die internistische, neurologische und/oder chirurgische Versorgung der Krankheit(en). Sie ist nicht zu verwechseln mit der geriatrischen Rehabilitation, bei der die akute Behandlung abgeschlossen ist.
Auf dem Weg zurück zu mehr Lebensqualität und Selbstbestimmtheit
In der Akut-Geriatrie am Burglengenfelder Krankenhaus ist alles auf die Altersmedizin ausgerichtet, hier greifen die unterschiedlichsten Disziplinen reibungslos ineinander: Medizinische Behandlung, Pflegedienst, Ergotherapie, Physiotherapie, Logopädie, psychologische Betreuung und der Sozialdienst: Mit einem geriatrischen Blick ohne fachspezifische Scheuklappen ist es laut Paula Loibl „unser oberstes Ziel, die Funktionalität und Selbstständigkeit wiederherzustellen. Wir wollen eine Dauerpflege möglichst verhindern“.
Die Würde älterer Menschen
Das Credo der Ärztinnen : „Unserem Team und uns persönlich liegen die Würde des Menschen im Allgemeinen und die unserer Patienten im Speziellen besonders am Herzen. Dazu gehört elementar die Frage, was der Patient selbst noch möchte. Und da werden „noch 20 Jahre Leben“ ganz schnell verdrängt von „keine Schmerzen“ und „Freude am Essen“ oder „Gesellschaft von anderen“. Deshalb ist unser Aufenthaltsraum auch so wichtig, denn hier treffen sich die Patienten – und dann gilt eben doch oft: Geteiltes Leid ist halbes Leid.“