Magengeschwür (Ulcus ventriculi)

Ein Geschwür im Magen oder im Zwölffingerdarm ist eine der häufigsten Erkrankungen des Verdauungstraktes.

In vielen Fällen sind die Symptome bei einem Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür eher unspezifisch. Schmerzen im Oberbauch oder ein Völlegefühl können Anzeichen für ein Geschwür sein. Vielfach deuten auch Übelkeit, Erbrechen oder mangelnder Appetit auf ein Geschwür hin. Diese Beschwerden können jedoch auch vielen anderen Krankheiten zugeordnet werden.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Zuerst befragen wir unseren Patienten systematisch bezüglich der Krankheitsgeschichte (Anamnese). Anschließend prüfen wir bei einer klinischen (körperlichen) Untersuchung, ob Ihr Ober- und Unterbauch empfindlich auf Druck reagiert. Danach schließt sich eine Ultraschalluntersuchung des Bauchraumes an. Da die Beschwerden jedoch meist sehr unspezifisch sind, sollte bei länger anhaltenden Magenproblemen eine Abklärung durch eine Magenspiegelung erfolgen. Dabei können wir die Schleimhautoberfläche verschiedener Organe aufspüren und nach möglichen Geschwüren suchen. Zusätzlich ist es möglich, Gewebeproben zu entnehmen, um eine eventuelle Bösartigkeit auszuschließen.

Um die Besiedelung der Magenschleimhaut mit Helicobacter pylori (Stäbchenbakterium) – der Hauptursache der Geschwüre – nachzuweisen, stehen uns mehrere Möglichkeiten zur Verfügung. Beim sogenannten Urease-Schnelltest werden Gewebeproben aus der Magenspiegelung mit einer harnstoffhaltigen Flüssigkeit zusammengebracht. Eine andere Möglichkeit ist der 13C-Atemtest. Hierbei trinkt der Patient eine Testlösung mit 13C-markiertem Harnstoff. Direkt lässt sich der Keim in Gewebeschnitten unter dem Mikroskop oder in der Kultur nachweisen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Konservativ

Bei schwachen Beschwerden bietet sich zunächst eine kurzzeitige Selbstbehandlung in Form von Medikamenten, gut verträglichen Speisen und pflanzlichen Heilmitteln an. Die Behandlung mit Medikamenten kommt bei einem Geschwür auf Dauer jedoch nicht infrage. Um eine dauerhafte Besserung der Beschwerden zu erreichen, sollten schädliche Faktoren wie zum Beispiel eine ungesunde Ernährung oder der Konsum von Nikotin aufgegeben werden.

Operativ

Sollten wir bei einer endoskopischen Untersuchung (Spiegelung mithilfe eines optischen Instruments) feststellen, dass das Geschwür blutet, empfehlen wir Ihnen eine operative Maßnahme. Natürlich auch dann, wenn es bösartig ist. Welche Behandlungsmethode für Sie letztlich infrage kommt, besprechen wir gemeinsam mit Ihnen ganz ausführlich.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Wir raten zu regelmäßigen Nachuntersuchungen. Inwieweit welche Nachsorgetherapie für Sie geeignet ist, entscheidet der Arzt gemeinsam mit Ihnen.

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