Interdisziplinäre Schmerztherapie

An der Asklepios Paulinen Klinik bieten wir eine interdisziplinäre Schmerztherapie an. Die Spezielle Schmerztherapie umfasst die gebietsbezogene Diagnostik und Therapie chronisch schmerzkranker Patienten, bei denen der Schmerz seine physiologische Warnfunktion verloren hat und zu einem selbstständigen Krankheitsbild geworden ist.

Etwa 23 Millionen Deutsche berichten über chronische Schmerzen davon, etwa 95% unabhängig von Tumorerkrankungen. Die häufigsten Ursachen chronischer Schmerzen sind Schmerzen des Bewegungsapparates (16%), am häufigsten Rückenschmerzen. Nach Einschätzung der Deutschen Schmerzgesellschaft e.V. warten Patienten mit chronischen Schmerzen häufig über ein Jahr auf eine Diagnose. Dabei sind 19% der betroffenen Patienten der Meinung, dass ihre Schmerzen nicht angemessen behandelt werden.
Etwa 39% der chronischen Schmerzpatienten sind der Ansicht, dass ihr Gesundheitszustand negative Auswirkung auf das Zusammenleben mit Familie und Freunden hat, gar 21% fühlen sich gesellschaftlich isoliert.

Sollten auch Sie unter einer chronischen Schmerzerkrankung leiden, warten Sie nicht, bis ihre Lebensqualität stark eingeschränkt ist! Suchen Sie sich früh Hilfe.
Es ist bekannt, dass die Auswirkung auf die Lebensqualität verbessert werden können, je früher man sich in eine adäquate Behandlung begibt. Eine dieser möglichen Behandlungen ist eine multimodale Schmerztherapie. Hier arbeitet ein interdisziplinäres Team aus mehreren Fachgebieten gemeinsam mit den Patienten.

Leistungsspektrum

  • Kopfschmerzen (Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz ...)
  • Gesichtsschmerzen (Trigeminusneuralgie, atypischer Gesichtsschmerz ...)
  • Rückenschmerzen (Bandscheibenvorfall, HWS-/ LWS-Syndrom ...)
  • Rheumatische Erkrankungen (M. Bechterew, Arthrosen)
  • Fibromyalgie
  • Nervenschmerzen (Polyneuropathie, Interkostalneuralgie ...)
  • Schmerzen bei Tumorerkrankungen
  • Schmerzen bei Osteoporose
  • Stumpf-/Phantomschmerzen
  • Schmerzen bei Gefäßerkrankungen
  • CRPS (M. Sudeck)
  • Herpes zoster (Gürtelrose)
  • Tinnitus

Diagnostik und Behandlung

Patientenakte

In der Diagnostik folgen wir einem festgelegten Verfahren, das im konkreten Fall modifiziert werden kann:

  • Erhebung einer standardisierten Schmerzanamnese einschließlich der Auswertung von Fremdbefunden
  • Durchführung einer Schmerzanalyse
  • gebietsbezogene differentialdiagnostische Abklärung der Schmerzkrankheit
  • eingehende Beratung des Patienten und gemeinsame Festlegung der Therapieziele
  • Aufstellung eines inhaltlich und zeitlich gestuften Therapieplanes einschließlich der zu dessen Umsetzung erforderlichen interdisziplinären Koordination der Ärzte und sonstigen am Therapieplan zu beteiligenden Personen und Einrichtungen
  • gebietsbezogener Einsatz schmerztherapeutischer Verfahren
  • standardisierte Dokumentation des schmerztherapeutischen Behandlungsverlaufes

Therapie

Händedesinfektion im OP

Unser Anliegen ist es, den chronischen Schmerz als dynamisches Geschehen zu verstehen und anhand biologischer, psychischer und sozialer Faktoren zu betrachten. Den Patienten möchten wir ermöglichen, trotz Schmerz, lebens- und arbeitsfähig zu bleiben.

Zur Behandlung von chronischen Schmerzen arbeiten wir fachübergreifend zusammen:

  • schulmedizinische Behandlungsmethoden
  • medikamentöse Schmerztherapie (Hierfür stehen verschiedenste Schmerzmittel zur Verfügung, die sorgfältig ausgewählt und dosiert werden müssen.)
  • Und komplementäre Verfahren wie Physiotherapie und psychologische Therapieverfahren (Die Mitbehandlung der Psyche ist ein wesentlicher Teil der modernen Schmerztherapie.)

Unsere Kooperationspartner

Zentrum für Schmerztherapie Butzbach, Dr. med. Thorsten Fritz, Matthias Deller

Abteilung für Traditionelle Chinesische Medizin und Osteopathie, Asklepios Klinik Wiesbaden, Dr. med. Kerstin Höpp

Praxis für Schmerzmedizin Wiesbaden, Dr. med. Claudia Helena Miranda-Romero

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