Darmkrebs

In Deutschland erkranken jährlich rund 70.000 Menschen an Darmkrebs (Rektumkarzinom). Da das Risiko zu erkranken mit dem Alter steigt, befinden sich Betroffene meist in der zweiten Lebenshälfte. Als Risikofaktoren gelten familiäre Vorerkrankungen und langjährige, chronisch entzündliche Darmerkrankungen. Unser Team betreut Patienten umfassend und basierend auf den aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen zu erfolgreichen Therapiemöglichkeiten. Die für Sie individuell beste Behandlungsoption erläutern wir Ihnen ausführlich. Das Vorgehen stimmen wir gemeinsam mit Ihnen ab. Jederzeit können Sie sich mit Fragen an uns wenden.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

 

Unter der Diagnostik wird im Bereich der Medizin das Sammeln relevanter Befunde verstanden, um für die Symptome eines Patienten die Ursache zu finden.

Die Diagnostik beruht bei uns auf dem Gespräch mit Ihnen, in dem Sie unseren Medizinern genau Ihre Symptome und Ihre Krankheitsgeschichte schildern. Sie werden anschließend  gründlich körperlich untersucht. Dabei können unsere Experten präzise Erkenntnisse über mögliche apparative  Untersuchungen (die also mithilfe medizinischer Geräte durchgeführt werden) gewinnen. Diese bilden die Basis Ihrer individuellen Behandlung.

Unsere Diagnostikmöglichkeiten sind:

Eingehendes Gespräch

Stuhluntersuchung

Darmspiegelung mit Entnahme von Gewebeprobe
Unsere Spezialisten durchsuchen bei einer Darmspiegelung (Koloskopie) sowohl die Schleimhaut des Enddarms und des Dickdarms als auch des Endteils des Dünndarms, um mögliche Auffälligkeiten festzustellen. Sie liegen während der Untersuchung auf der linken Seite. Das Koloskop ist ein etwa 12 mm flexibler, dünner Schlauch mit einer integrierten Lichtquelle und einer speziellen, sehr kleinen Kamera. Für die Untersuchung erhalten Sie eine Betäubungs- beziehungsweise Beruhigungsspritze. So stellen wir Ihre Beschwerdefreiheit sicher.

Endoskopische Polypabtragung

Bei der Darmspiegelung können unsere Mediziner Polypen (gutartige Geschwulste) bis zu einer Größe von mehreren Zentimetern mit einer speziellen Schlinge abtragen. Dieses Vorgehen ist für Sie durch Betäubung oder Sedierung schmerzfrei.

Bestimmung des CEA-Tumormarkers aus dem Blut

Bei der Untersuchung mittels CEA (carcinoembryonales Antigen) wird ein Glykoprotein  zur Verlaufskontrolle bei bereits diagnostiziertem Darmkrebs eingesetzt. CEA ist ein Eiweiß, dessen Konzentration im Blut sich verändert, wenn sich normale Zellen in Tumorzellen umwandeln.

Blutuntersuchung

Ultraschalluntersuchung

Die medizinische Bezeichnung für eine bildgebende Untersuchung mit Ultraschall lautet Sonografie. Sie wird sehr häufig eingesetzt, weil sie für den Patienten sowohl schmerzfrei als auch risikoarm ist. Röntgenstrahlen werden nicht verwendet. Mithilfe von Doppler- oder Kontrastmitteluntersuchungen können unsere Mediziner Besonderheiten der Durchblutung darstellen.

Röntgenuntersuchung

Indem unsere Experten den Körper mit Röntgenstrahlen durchstrahlen, erlangen sie ein Bild vom Körperinneren. Röntgen ist also ein bildgebendes Verfahren.

Computertomografie

Um den Darm und die benachbarten Körperregionen ohne Überlagerungen in Bildern darzustellen, setzen wir die Computertomografie (CT) ein, die computergestützt und mit Röntgenstrahlen arbeitet.

Magnetresonanztomografie

Den Dünndarm können wir bei einer Magnetresonanztomographie (MRT) sehr detailliert darstellen. Die MRT wird auch Kernspintomografie genannt und ist ein bildgebendes Verfahren. Die Untersuchungsmethode nutzt Magnetfelder und hochfrequente, elektromagnetische Wellen statt Röntgenstrahlen.

Knochenszintigrafie

Mithilfe der Knochenszintigrafie bestimmen unsere Fachärzte den Knochenstoffwechsel. So lässt sich in Bereichen mit einem erhöhten Knochenstoffwechsel auf eine Absiedlung von Tumormetastasen schließen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Unsere Fachärzte sprechen sich für Ihre Behandlung eng mit unseren Spezialisten der Allgemein- und Viszeralchirurgie ab. So kommen Ihnen gebündeltes Fachwissen und langjährige Erfahrungswerte zugute.

In unserer Klinik haben Sie die Möglichkeit für folgende Therapien nach einer Erstdiagnose:

Operation in enger Absprache mit unseren Spezialisten der Allgemein- und Viszeralchirurgie

Chemotherapie

Unsere Spezialisten behandeln schwerpunktmäßig Patienten mit Tumorerkrankungen. Tumorspezifische Behandlungen legen wir meist in unserer Interdisziplinären Tumorkonferenz fest. In dieser Konferenz besprechen unsere Experten verschiedener Fachrichtungen Ihre Krankengeschichte und Ihre Befunde. Wir suchen für Sie nach individuellen Lösungen und halten unsere Therapieempfehlung schriftlich fest.

Die medikamentöse Behandlung einer Tumorerkrankung erfolgt meist ambulant. Die Therapie findet in unserer Interdisziplinären onkologischen Tagesklinik (IOTK) statt. In dem Team arbeiten Fachärzte, Fachkrankenschwestern, eine Psychoonkologin und eine Ernährungsberaterin eng und vertrauensvoll zusammen, um Ihre Behandlung sowohl schonend als auch effektiv durchzuführen. Begleitende Beratungen erhalten Patienten in den spezialisierten Sprechstunden zur Tumortherapie der einzelnen Fachbereiche. Sie haben die Möglichkeit, in Studien an innovativen Therapiekonzepten teilzunehmen. Diese Teilnahme kann für Sie mit verschiedenen Vorteilen verbunden sein – gerne besprechen wir dies mit Ihnen persönlich. Ihre Fragen beantworten wir gerne.

Antikörpertherapie

Unterstützend zur Chemotherapie kann eine zielgerichtete Therapie mithilfe von Antikörpern erfolgen. Dadurch kann das Tumorwachstum gehemmt und damit der Krankheitsverlauf verlangsamt werden.

Palliative Therapiemöglichkeiten

Palliative Therapiemöglichkeiten sind unterstützende Behandlungen, die unseren Patienten durch Linderung der Beschwerden eine bestmögliche Lebensqualität sichern. Dazu zählt eine individuell abgestufte Schmerztherapie.

Ihr individuelles Behandlungskonzept legen unsere Experten fachübergreifend in unserer Interdisziplinären Tumorkonferenz fest. Anschließend erörtert Ihr behandelnder Facharzt mit Ihnen die angezeigten Behandlungsschritte, stimmt diese mit Ihnen ab und beantwortet Ihre Fragen und gegebenenfalls die Ihrer Angehörigen.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Wir begleiten Sie umfassend bei Ihrer individuellen Weiterbehandlung. Die Diagnose Krebs ist für Betroffene und ihrer Angehörigen meist sehr belastend. Auf Wunsch ist unsere speziell für die Unterstützung von Krebspatienten geschulte Psychoonkologin vor Ort gerne für Sie da. Möchten Sie sie kennenlernen, so sprechen Sie uns bitte an, damit wir einen Termin vereinbaren können. Soziale Fragen können Sie mit der Hilfe unseres Sozialdienstes klären. Unser Palliativmedizinischer Dienst sichert die höchstmögliche Lebensqualität für alle unsere Patienten. Unser erfahrenes Team steht Ihnen in allen Belangen gerne zur Seite.

Nach Abschluss des Behandlungsabschnittes händigen wir Ihnen einen Nachsorge-Plan in einem Nachsorge-Ordner aus. In diesem sind auch die Nachsorge-Intervalle aufgeführt. Wenn Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns anzusprechen.

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