Morbus Crohn

Der Morbus Crohn ist eine chronische und schubweise verlaufende Entzündung des Magen-Darm-Trakts. Am häufigsten tritt die Krankheit im Endteil des Dünndarms oder im Dickdarm auf. Allerdings kann sie vom Mund bis zum After jeden Abschnitt des Verdauungstraktes betreffen. Für jeden Fall verfügen unsere Fachärzte über profunde Erfahrungswerte und Fachkenntnisse. Häufig erkranken Menschen im Alter zwischen 15 und 35 Jahren. Aktuell leiden in Deutschland rund 300.000 Menschen an Morbus Crohn und die Zahl der Neuerkrankungen steigt stetig. In unserer Fachabteilung bieten wir unseren Patienten individuelle Diagnostik, Therapie und Betreuung.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Unter der Diagnostik wird im Bereich der Medizin das Sammeln relevanter Befunde verstanden, um die individuellen Ursachen für die Symptome eines Patienten finden zu können.

Grundlegend für die Diagnostik ist bei uns das Gespräch mit Ihnen. Sie erläutern unseren Spezialisten Ihre Symptome und Ihre Krankheitsgeschichte. Durch die körperliche Untersuchung können weitere Erkenntnisse über mögliche apparative (mithilfe spezieller medizinscher Apparate vorgenommene) Untersuchungen gewonnen werden.

Unsere Diagnostikmöglichkeiten:

Klinische Untersuchung

Laboruntersuchung

In der Regel führen wir Untersuchungen im eigenen Labor durch und senden bei Bedarf spezialisierte Blutuntersuchungen an externe Labore.

Ultraschall des Bauchraums

Sonografie ist die medizinische Bezeichnung für eine bildgebende Untersuchung mit Ultraschall. Der Ultraschall wird sehr häufig eingesetzt, da er eine schmerzlose und risikoarme Methode ist, die ohne Röntgenstrahlen funktioniert. Besonderheiten der Durchblutung stellen wir durch Doppler- oder Kontrastmitteluntersuchungen dar.

Endoskopie von Speiseröhre, Magen, Zwölffingerdarm, Dickdarm und Endteil des Dünndarms

Mithilfe der medizinischen Technik der Endoskopie (Spiegelung) können wir Hohlorgane und Körperöffnungen untersuchen, Krankheiten erkennen und gegebenenfalls umgehend behandeln.

Dank unserer Endoskopie bieten wir eine umfassende Diagnostik. Unsere 24-Stunden-Endoskopiebereitschaft ist im Notfall immer für Sie da.

Magnetresonanztomografie (MRT) des Dünndarms

Die Magnetresonanztomografie (MRT) ist ein bildgebendes Verfahren, das uns die sehr detaillierte Darstellung des Dünndarms ermöglicht. Diese Methode ist auch als Kernspintomografie bekannt. Anstelle von Röntgenstrahlen nutzt die Untersuchungsmethode Magnetfelder und elektromagnetische, hochfrequente Wellen.

Kapselendoskopie

Um eine Kapselendoskopie durchzuführen, schlucken Sie eine spezielle Mini-Videokamera in der Größe eines kleinen Bonbons. Während diese selbsttätig Magen, Dünndarm und Dickdarm durchwandert, sendet sie im Sekundentakt zwei Bilder auf einen Rekorder. Wir verwenden die Kapsel in unserer Klinik hauptsächlich, um den Dünndarm zu untersuchen. Einen Krankenhausaufenthalt erfordert die Kapselendoskopie normalerweise nicht. Sie schlucken die Kapsel und können Ihrem Alltag nachgehen. Die aufgezeichneten Bilder werden von unseren Spezialisten ausgewertet. Anschließend besprechen diese ausführlich das Ergebnis mit Ihnen – bis alle Ihre Fragen geklärt sind.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Im Vordergrund unserer Behandlung steht die Linderung Ihrer Beschwerden. Wir möchten eine vollständige Abheilung der Schleimhautentzündung bei Ihnen erreichen. Dies erfordert bei einer chronischen und in Schüben verlaufenden Erkrankung gegebenenfalls eine dauerhafte Einnahme von Medikamenten. Wir besprechen die angeratene Therapie ausführlich mit Ihnen und beantworten Ihnen alle Fragen.

Unsere Fachärzte setzen für eine Therapie im Darm lokal wirkende Cortison-Präparate, Immunsuppressiva (das Immunsystem unterdrückende Wirkstoffe) wie Azathioprin oder Biologika ein, die gezielt den Entzündungsprozess beeinflussen. Infusionsbehandlungen, die eine besondere Überwachung erfordern, werden in der Tagesklinik verabreicht.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Nach Ihrer stationären Behandlung ist uns ein ausführliches Gespräch mit Ihnen ganz besonders wichtig. Alle relevanten Punkte, die Sie bei Ihrer Weiterbehandlung beachten sollten, besprechen wir mit Ihnen. Für Ihren niedergelassenen Arzt erhalten Sie ein Schreiben. Dieses hält neben den medizinischen Hinweisen Ihre Entlassungsmedikation schriftlich fest.

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