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Aquabeam: Schneller, sanfter und sicherer operieren mit Roboter & Wasserstrahl

Patienten mit gutartiger Prostatavergrößerung bieten wir nun ein weiteres innovatives Behandlungsverfahren an: Mit dem „AquaBeam“-OP-Roboter können unsere Experten überschüssiges Prostatagewebe besonders genau und gleichzeitig schonend entfernen. Das Geheimnis hinter der neuen Technik ist eine Kombination aus Bildgebung und hochfokussiertem Wasserstrahl.

Vorreiter in Sachsen-Anhalt

AquaBeam-Schnitt-Anwendung
Präzise Schnittlinie mit dem AquaBeam © PROCEPT BioRobotics

Anders als bei etablierten Operationsverfahren können die Urologen mit dem AquaBeam-Roboter den zu entfernenden Teil der Prostata zu Beginn des Eingriffs genau identifizieren und markieren. Die so markierten Bereiche entfernt der Operateur schonend mit einem Hochdruck-Wasserstrahl unter computergestützter Führung. Der Eingriff ist außerordentlich präzise, sehr schnell und reduziert die Reizung des Gewebes im Vergleich zur mechanischen Technik oder Hitzeeinwirkung eines Lasers auf ein Minimum.

Die operative Behandlung von gutartigen Prostatavergrößerungen durch die Harnröhre ist bereits seit vielen Jahrzehnten möglich. Seit gut 15 Jahren auch mit Hilfe von Speziallasern, mit denen man das überschüssige Gewebe entweder verdampfen oder entkernen kann.

Von der AquaBeam-Behandlung profitiert der Patient gleich mehrfach: Die Operationszeit ist sehr kurz – und da es sich um ein robotisches Verfahren handelt, ist eine gleichbleibende und hohe Qualität gesichert. Zum einen kann der Schließmuskel sicher geschont werden, so dass keine Gefahr der Inkontinenz besteht. Außerdem kann die Funktion des Samenergusses mit großer Wahrscheinlichkeit komplett erhalten werden kann.

INNOVATIVE VERFAHREN UND PASSGENAUE BEHANDLUNGSKONZEPTE

aquabeam
Das AquaBeam-System ist ein komplexer Diagnose- und Steuerungsroboter, der den Operateur unterstützt © PROCEPT BioRobotics

In Deutschland unterziehen sich jährlich ca. 60.000 Männer einer Operation in Folge einer gutartigen Prostatavergrößerung – viele davon in der Asklepios Klinik Weißenfels. Ein Großteil der Patienten könnte nun von den Vorteilen des neuen Verfahrens profitieren. Für die neue Technik steht immer der individuelle Patient mit seinen Anforderungen und medizinischen Bedürfnissen im Vordergrund. Von der medikamentösen Therapie mit muskelentspannenden oder hormonblockenden Arzneimitteln über das Laserverfahren bis hin zur klassischen Operationstechnik, die sich zum Beispiel bei extrem vergrößerter Prostata bewährt hat, bieten wir alle Behandlungsmöglichkeiten der gutartigen Prostatavergrößerung. 

Gutartige Prostatavergrößerung – häufig und mehr als nur lästig

Die gutartige Prostatavergrößerung (medizinisch: „benigne Prostatahyperplasie“ oder abgekürzt BPH) ist im höheren Lebensalter eine echte Volkskrankheit: Während bei den 40- bis 60-Jährigen ca. jeder zweite Mann betroffen ist, steigt der Anteil bei den 60- bis 80-jährigen auf rund 75 Prozent, bei den Über-80-Jährigen sogar auf etwa 90 Prozent. Das „Mehr“ an Prostatagewebe ist für sich genommen zwar kein Problem – allerdings übt das vergrößerte Organ Druck auf Blase und Harnröhre aus, was zahlreiche Beschwerden verursachen kann:

Betroffenen Männern fällt es häufig schwer, mit dem Wasserlassen zu beginnen, auch ein geschwächter Harnstrahl ist typisch. Darüber hinaus müssen Männer mit einer vergrößerten Prostata meist sehr häufig, vor allem auch in der Nacht, zur Toilette. Auch eine sogenannte Dranginkontinenz – starker, plötzlicher Harndrang mit ungewolltem Absondern von Urin – kann eine unangenehme Folge der vergrößerten Prostata sein. Zusätzlich leiden rund 30 % der betroffenen Männer unter Erektionsstörungen und / oder Schwierigkeiten beim Samenerguss.

Ein Quantensprung der OP-Technik

AquaBeam-Weissenfels
Der Chefarzt der Urologie ist von den Vorteilen des AquaBeam überzeugt

Die neue AquaBeam-Operationstechnik kombiniert die Bildgebung eines Ultraschallgeräts mit der minimalinvasiven Technik eines Endoskopes. Anders als bislang können Urologen mit dem AquaBeam-Verfahren nun erstmalig den zu entfernenden Teil der Prostata genau identifizieren und markieren. Sobald der entsprechende Bereich markiert ist, kommt unter computergestützter Beobachtung und Führung ein Hochdruck-Wasserstrahl im OP-Gebiet zum Einsatz, der den vergrößerten Teil der Prostata präzise und schonend entfernt.

Der gesamte Eingriff dauert nur rund 20-30 Minuten, die reine OP-Zeit beträgt sogar lediglich fünf Minuten. Zum Vergleich: Laserverfahren und die klassische Operation dauern in der Regel 60 Minuten und länger. Das neue OP-Verfahren mit dem Wasserstrahl reduziert die Gefahr einer Verletzung, vermindert unangenehme Drangbeschwerden in der Heilungsphase und ermöglicht außerdem eine schnellere Genesung, weil das Operationsgebiet durch den vergleichsweise sanften Eingriff weniger gereizt wird. In der Nachsorge der gutartigen Prostatavergrößerung per Wasserstrahl-Operation sind die Ergebnisse dabei genauso gut wie die der etablierten Verfahren.

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