Brustkrebs

Die größte Chance im Kampf gegen den Brustkrebs stellt die rechtzeitige Erkennung der Veränderungen an der Brust dar.

Früherkennung

Brust

Gehen Sie einmal pro Jahr zur Vorsorgeuntersuchung bei Ihren Frauenarzt. Ihnen steht ab dem 30. Lebensjahr jährlich eine kostenlose Brust-Vorsorgeuntersuchung zu. Ihr Arzt tastet hierbei die Brüste und Achselhöhlen gründlich ab.

Diese Untersuchung kann zwar nicht vor der Erkrankung schützen, kann aber helfen, sie rechtzeitig zu entdecken. Nutzen Sie diese Möglichkeit!

Abtatsen der Brust-Selbstuntersuchung

Haben Sie noch Ihre Regelblutungen, so empfiehlt sich die Untersuchung ca. 10 Tage nach Beginn Ihrer Periode. Zu diesem Zeitpunkt sind die Brüste meist am wenigsten gespannt und lassen sich gut untersuchen.

Ideal ist es beispielsweise, sich nach dem Baden, Duschen oder Eincremen abzutasten. Die feuchte oder eingecremte Haut erleichtert das Abtasten.

Wichtig:
Nehmen Sie sich vor allem Zeit! Lassen Sie sich nicht stören!

Es gibt verschiedene Methoden zur Selbstuntersuchung. Fragen Sie Ihren Arzt, welche Vorgehensweise er Ihnen empfiehlt.
 

Fallen Ihnen Veränderungen oder Besonderheiten auf, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen. Je früher Brustkrebs erkannt wird, desto höher ist die Heilungschance!

Mammographie-Screening

Sie werden außerdem ab dem 50. und 69. Lebensjahr eingeladen, am Mammographie-Screening teilzunehmen. Diese Früherkennungs-Maßnahme ist Bestandteil der Richtlinie über die Früherkennung Krebserkrankungen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Patientenakte

Folgende Untersuchungsmethoden dienen der Diagnose von Brustkrebs und geben dem Arzt Informationen, um das Stadium der Erkrankung festzustellen. Nicht alle Untersuchungsmethoden kommen bei jeder Patientin zum Einsatz-die Diagnosestellung erfolgt für jede Patientin individuell.

  • Lokale Diagnose
  • Tastbefund
  • Mammographie
  • Ultraschall
  • Biopsie
  • Tumormarker
  • Röntgen und Computertomographie
  • Knochenzintigraphie
  • Kernspintomographie

 

Unser Therapieangebot

Strahlentherapie

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie ist eine wesentliche Säule in der Behandlung bösartiger Brusttumore. Bei brusterhaltender Operation erfolgt stets die Bestrahlung des restlichen Brustgewebes. Teilweise ist es erforderlich trotz Entfernung der Brust eine Bestrahlung der Brustwand und eventuell sogar der Lymphabflusswege vorzunehmen.

Durch die moderne Technik kann eine sehr individuelle und exakte Strahlenplanung erfolgen. Die Nebenwirkungen der Bestrahlung sind sehr gering und brauchen den Patienten heute keine Angst mehr zu machen.

Nebenwirkungen

Die Strahlentherapie kann in ambulanten Praxen oder Fachkliniken erfolgen. Die Nebenwirkungen einer Strahlentherapie gleichen denen einer Chemotherapie. Dazu zählen Müdigkeit, Appetitlosigkeit Übelkeit, und Erbrechen – der so genannte Strahlenkater. Rötungen und Trockenheit der Haut sowie Müdigkeit sind Nebenwirkungen, die vor allem gegen Ende der Bestrahlung auftreten können. Dies sind jedoch nur vorübergehende Erscheinungen. Eine rasche Erholung tritt nach Beendigung der Bestrahlung ein. Gelegentlich ist die behandelte Brust etwas fester. Es besteht auch die Möglichkeit, dass die Brust auf Grund von Flüssigkeitsansammlung etwas größer oder durch die Gewebeveränderungen etwas kleiner als vorher aussieht.

Die Empfindungsfähigkeit der Brust wird durch die Bestrahlung nicht wesentlich beeinflusst.

Die Strahlentherapie beginnt in der Regel, sofern dieser keine Chemotherapie vorausgeht, etwa vier bis sechs Wochen nach einer Operation. Wenn zuvor eine Chemotherapie erfolgen muss, wird die strahlentherapeutische Behandlung innerhalb von vier Wochen nach Ende der Chemotherapie begonnen. Die Behandlung erfolgt täglich an den Wochentagen und benötigt 25 bis 30 Sitzungen.

Terminvereinbarung

Die Terminvereinbarung erfolgt über die Station des Brustzentrums.  Zu dem Termin in der Strahlentherapie müssen Sie einen Überweisungsschein von Ihrem Frauenarzt/Frauenärztin mitbringen. Alle erforderlichen Unterlagen gehen der Strahlenklinik dann auf direktem Wege zu.

Zur Pflege der bestrahlten Haut bzw. der Brust sollten Sie die Empfehlungen des Strahlentherapeuten und die nachfolgenden Hinweise beachten:

  • Schützen Sie die strahlengeschädigte Haut vor Sonneneinstrahlung, hohen Temperaturen (wie Sauna) und Kälte.
  • Verzichten Sie auf das Tragen zu enger Kleidung und wählen Sie bevorzugt natürliche Materialien wie Baumwollestoffe(Synthetikfasern sind ungeeignet/ Synthetikfasern bedingen ein vermehrtes Schwitzen der Haut).
  • Achten Sie bei der Körperpflege darauf, keine Seifen zu verwenden und vermeiden Sie zu starkes Reiben/Frottieren.
  • Tupfen Sie eher die (geschädigte)Haut trocken und verwenden Sie auf Hautverträglichkeit getestete, parfümfreie Lotionen oder Cremes.
  • Vermeiden Sie bestrahlte Hautareale zu kratzen, zu reiben und zu rasieren und benutzen Sie keine Pflaster.

Bei noch offen stehenden Fragen können Sie sich jederzeit gern an uns wenden.

Hormon- und Antikörpertherapie

Hormon- und Antikörpertherapie

Hormontherapie

Wenn die Tumorzelle die Fähigkeit besitzt, an der Oberfläche das Hormon Östrogen zu binden, so lässt sich durch Hemmung der Östrogenwirkung eine Verbesserung der Heilungsrate bei Brustkrebs erzielen. Dies geschieht mit einem sogenannten Antiöstrogen, das die Bindung des Östrogens an der Tumorzelle verhindert. Eine große Rolle spielen Substanzen, die die Produktion von Östrogen beeinflussen (Aromatasehemmer).

Die antihormonelle Behandlung ist sehr gut verträglich und nebenwirkungsarm. Das entsprechende Medikament wird einmal täglich in Form einer Tablette eingenommen. Auswirkungen auf die Gebärmutterschleimhaut sollten durch regelmäßige Untersuchungen beim Frauenarzt kontrolliert werden. Bei Frauen vor den Wechseljahren ist es notwendig die Eierstockfunktion zu unterbinden, um den Krebszellen das notwendige Östrogen zu entziehen. Erreicht wird dies durch eine Spritze, die alle vier Wochen wiederholt wird. Die gleiche Wirkung kann man mit der Entfernung der Eierstöcke erreichen. Die antihormonelle Therapie wird als sogenannte adjuvante (unterstützende) Therapiemaßnahme über fünf Jahre durchgeführt.

Antikörpertherapie

Tumorzellen können Eigenschaften an ihrer Zelloberfläche zeigen, die zu einem verstärkten Wachstum der Tumorzelle führen können. Durch einen Antikörper gegen diese Eigenschaften an der Zelloberfläche, kann deren Auswirkung auf das Zellwachstum verhindert werden.

An unserem Brustzentrum werden diese Zelleigenschaften routinemäßig bestimmt. Zudem nimmt das Brustzentrum an entsprechenden Studien teil. Falls bei Ihnen diese Möglichkeit gegeben ist, werden wir Sie über diese Behandlungsmöglichkeit informieren.

Chemotherapie

Chemotherapie

Das Ziel einer Chemotherapie ist es, die Tumorzellen an ihrem Wachstum zu hindern und Metastasen (Tochtergeschwülste) vorzubeugen. Die Medikamente haben jedoch auch eine negative Wirkung bei der Teilung gesunder Körperzellen. Da diese aber über ein höheres Regenerationspotential verfügen, treten Nebenwirkungen nur vorübergehend auf. Zu den Nebenwirkungen dieser Medikamente gehören Haarausfall, Übelkeit, Erbrechen, eventuell Durchfall sowie Schädigungen der Mundschleimhaut. Häufig erscheinen auch Auswirkungen auf die Eierstockfunktion, die meist vorübergehend zum Ausbleiben der Periodenblutung führen können.

Außerdem kann es zu Blutbildveränderungen kommen, die die Infektanfälligkeit erhöhen. Deshalb müssen Ihre Blutwerte in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Darüber hinaus sollten Sie selbst auf grippeähnliche Anzeichen wie Fieber und Mattigkeit achten, die auf einen Infekt hinweisen könnten. In diesem Fall sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, der gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen einleiten wird.

Durch Begleitmedikation können die Nebenwirkungen der Chemotherapie heute deutlich gemindert werden. Die Nebenwirkungen sind je nach Medikament unterschiedlich. Von den behandelnden Ärzten werden die Zusammensetzung der Chemotherapie und deren zeitliche Abfolge festgelegt. Meist werden zwei oder drei Substanzen kombiniert, die in zwei- bis dreiwöchigen Intervallen als Infusion verabreicht werden. Die einzelnen Sitzungen nehmen einige Stunden in Anspruch und werden meist ambulant durchgeführt. Insgesamt kann die Chemotherapie vier bis fünf Monate dauern.

Ambulantes Onkologisches Zentrum

Die Chemotherapie wird im Ambulanten Onkologischen Zentrum der Klinik von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt. Im Vorfeld bespricht die zuständige Gynäkologin mit Ihnen den genauen Ablauf, die zu erwartenden Nebenwirkungen und notwendige Verhaltensmaßnahmen.

Die Chemotherapie ist häufiger Bestandteil der Gesamttherapie und kann die  Heilungsrate bei Brustkrebs deutlich verbessern. Sollten Sie sich für eine Chemotherapie entscheiden, haben Sie die Möglichkeit die Behandlung mitzugestalten und deren optimale Wirkung positiv zu beeinflussen.

Die persönliche positive innere Haltung zur gewählten Therapie sowie Vertrauen zum therapeutischen Team spielen dabei eine wichtige Rolle. Sollten Sie trotz Beratung und Aufklärung Zweifel an der Therapie hegen, so können Sie sich jederzeit vertrauensvoll an uns wenden. Im Gespräch lässt sich oft vieles klären.

Trotz mitunter belastender Nebenwirkungen ist die Chemotherapie bedeutsamer Bestandteil im Kampf gegen den Krebs. Dabei möchten wir Ihnen gern zur Seite stehen und Sie nach unseren Möglichkeiten unterstützen.

Weitere Hilfen

Psychologischer Dienst

Wir sind für Sie da

Wir bieten Ihnen im Rahmen Ihres Klinikaufenthaltes:

  • Einzelgespräche
  • Beratung und Information
  • Angehörigengespräche
  • Kontinuirliche Begleitung
  • Vermittlung anderer Unterstützungsmöglichkeiten
  • Entspannungsmethoden
  • Psychotherapeutische Angebote

Telefon: (03443) 40-13 54

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