Lungenkrebs

Es gibt verschiedene Formen des Lungenkrebses, die sich im Krankheitsverlauf, in der Behandlung und den Behandlungserfolgen stark unterscheiden. Die wichtigste Form des Lungenkrebses ist das nicht-kleinzellige und das kleinzellige Bronchialkarzinom.

Ursachen und Risikofaktoren

Vermutlich sind bei der Entstehung von Lungenkrebs viele verschiedene Einflüsse gemeinsam beteiligt.

  • Rauchen
  • Arbeitsplatz
  • Umwelt
  • Ernährung
  • Vererbung

Symptome/Warnzeichen:

Im frühen Stadien haben Sie nur selten Beschwerden, kleinere Tumore werden meist durch Zufallsbefunde entdeckt, z. B. bei Röntgenuntersuchungen des Brustkorbes aus anderem Anlass. (langanhaltender Husten über Wochen, Verschlimmerung eines chronischen Hustens,  Auswurf mit oder ohne Blutbeimengungen, Schmerzen, Atemnot, Heiserkeit, Fieberschübe, Abgeschlagenheit oder Gewichtsverlust)

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Der Arzt erkundigt sich genau bei Ihnen nach Ihren Beschwerden und führt eine körperliche Untersuchung durch.

Erste Informationen und evtl. einen Verdachtsbefund liefert eine Röntgenaufnahme der Lunge. Tumoren im zentralen Bereich der Lunge sind auf einem Röntgenbild oft schlecht erkennbar, da diese Region von anderen Strukturen des Brustraums überlagert ist.

Untersuchungsmethoden

Computertomographie

Mit der Computertomographie (CT), einer Weiterentwicklung der Röntgentechnik, kann auch dieser Bereich durch Schichtaufnahmen des Brustraums gut dargestellt werden.
 

Bronchoskopie

Eine der wichtigsten diagnostischen Maßnahme bei Verdacht auf Lungenkrebs, ist die Bronchoskopie. Dies ist die Spiegelung und Begutachtung der Bronchien und ihrer Verzweigungen mit einem durch die Luftröhre eingeführten optischen Gerät (Bronchoskop). Die modernen Bronchoskope sind flexibel und mit einer Glasfaseroptik ausgestattet. Falls die Untersuchung nicht sowieso in Narkose durchgeführt wird, erhalten Sie ein Medikament zur Beruhigung, und die Schleimhaut des Nasen-Rachen-Raums, des Kehlkopfes und der großen Bronchien wird mit einem Spray oder dem inhalieren örtlich betäubt. Das Bronchoskop wird durch den Mund eingeführt. In bestimmten Situationen, etwa wenn ein Tumor die Bronchien verengt, kommen starre Bronchoskope zum Einsatz. Dann erfolgt die Untersuchung immer in Vollnarkose. Eine Zange an der Endoskopspitze erlaubt die Entnahme von Gewebeproben (Biopsie) aus verdächtigen Bezirken der Bronchienwand. Diese werden dann unter dem Mikroskop auf Krebszellen untersucht. Somit kann man erkennen ob es sich um gutartiges oder bösartiges Gewebe handelt.
 

Mediastinoskopie

Eine weitere Untersuchungsmethode ist die Mediastinoskopie (Spiegelung des Mittelfellraumes). In Narkose wird oberhalb des Brustbeins ein kleiner Schnitt gesetzt und eine optische Sonde (Mediastinoskop) in den Raum zwischen den Lungenflügeln eingeführt. Damit lässt sich diese Region auf Tumorbefall beurteilen. Durch die Spiegelung kann festgestellt werden, ob ein Krankheitsherd operativ entfernt werden kann und muss.

Die Operation

OP

Wesentlich ist die Unterscheidung zwischen nicht-kleinzelligem und kleinzelligem Lungenkarzinom.

Operation

Das Vorgehen bei der Operation richtet sich nach Größe und Sitz des Tumors. Ziel der Operation ist die vollständige Entfernung des Tumors. Im Rahmen der Operation werden auch Lymphknoten  entnommen und anschließend auf Tumorbefall untersucht. Der häufigste Eingriff ist die Entfernung des befallenen Lungenlappens. Bei großen, im Bereich des Hauptbronchus gelegenen Tumoren, kann die Entfernung eines gesamten Lungenflügels (Pneumonektomie) in Frage kommen.

Bevor dies erfolgt, wird Sie Ihr behandelnder Arzt ausführlich darüber aufklären und dies gemeinsam mit Ihnen entscheiden. Noch während der OP erhalten die Patienten eine Thoraxsaugdrainage um die Entfaltung der Lunge zu erleichtern.

In manchen Fällen ist eine Behandlung mit Chemo- oder Strahlentherapie unbedingt notwendig. Wir möchten Ihnen einen Einblick über den Ablauf dieser Behandlungsmethoden vermitteln.

Therapiearten

Chemotherapie

Als Chemotherapie bezeichnet man die Gabe von Medikamenten(Zytostatika), die das Zellwachstum hemmen. Sie ermöglicht eine den ganzen Körper betreffende Behandlung. Bei fortgeschrittener Erkrankung wird die Chemotherapie als alleinige Behandlung zur Vorbeugung und Linderung von krankheitsbedingten Beschwerden und Komplikationen eingesetzt. Die Vorteile der Behandlung für die individuelle Lebensqualität sind erwiesen, zumindestens bei Patienten, deren allgemeiner Gesundheitszustand nicht bereits stark angegriffen ist. Der zu erwartende Nutzen und mögliche Belastungen durch die Behandlung müssen aber in jedem Fall sorgfältig gegeneinander abgewogen und auch mit Ihnen besprochen werden. Die als Infusion oder in Tablettenform verabreichten Medikamente verteilen sich in alle  Gewebe und Organe des Körpers und können auf diese Weise auch verstreute Tumorzellen erreichen und zerstören. Die Art der Chemotherapie orientiert sich an Ihrer Erkrankungssituation und Ihrem allgemeinen Gesundheitszustand. Die Chemotherapie wird meist im ,,Block” an einem oder mehreren Tagen hintereinander gegeben, auf die dann eine Pause folgt. Dies bezeichnet man als Chemotherapiezyklus. Ob die Chemotherapie stationär oder ambulant erfolgt, entscheidet Ihr behandelnder Arzt.

Strahlentherapie

Die Strahlentherapie erfolgt in der Regel von außen. Diese Behandlung verteilt sich auf viele ,,Sitzungen” mit jeweils kleinerer Strahlendosis. Dies erfolgt, damit sich das gesunde Gewebe, welches unmittelbar durch die Bestrahlung mit betroffen wird, erholen kann. Die Strahlentherapie erfolgt meist ambulant. Sie kommen dazu täglich für kurze Zeit in unsere Klinik bzw. Strahlentherapie-Praxis. Die Bestrahlung dauert nur wenige Minuten. Bei örtlich fortgeschrittenen Tumoren wird Strahlentherapie und Chemotherapie häufig kombiniert eingesetzt als Chemoradiotherapie.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Nach der ersten Behandlung werden zunächst in kürzeren, dann längeren Abständen Nachuntersuchungen durchgeführt. Sie dienen zum einen der Erkennung möglicher Folgen der Therapie, die behandelt werden müssen, zum anderen haben sie das Ziel, einen möglichen Rückfall, für den eine wirksame Therapie zur Verfügung steht, frühzeitig zu erkennen.

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