COPD

Die COPD ist eine schwere Lungenerkrankung, bei der die Atemwege dauerhaft verengt sind.

Ursachen/Beschwerden

Was sind die Ursachen?

Neben der jahrelangen Inhalation von Schadstoffen am Arbeitsplatz, Luftverschmutzung und genetisch bedingten Faktoren ist das inhalative Rauchen mit Abstand die Hauptursache der COPD. Auch wenn nicht jeder Raucher zwangsläufig an COPD erkrankt, so sind doch 9 von 10 Raucher bzw. Ex-Raucher.

 

Welche Beschwerden treten auf?

Folgende Beschwerden treten bei einer COPD auf:

  • Atemnot, zunächst nur bei Belastung, im weiteren Verlauf auch in Ruhe
  • Husten, der im Laufe der Zeit immer schlimmer und hartnäckiger wird. Vor allem morgens nach dem Aufstehen ist der Husten besonders quälend.
  • Auswurf, der immer zäher wird und schwieriger abzuhusten ist. Gelb-grüner Auswurf ist ein Zeichen für eine zusätzliche Infektion.

Im Spätstadium kann es zum sogenannten Cor pulmonale kommen: Die rechte Herzhälfte vergrößert sich und wird schwach. Folge dieser Herzschwäche sind unter anderem Einlagerungen von Wasser in den Beinen (Ödeme) und im Bauch (Ascites).

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Ihre Krankheitsgeschichte (Anamnese) wird dem Arzt die ersten Anhaltspunkte geben. Zusätzlich hört er die Lunge mit einem Stethoskop ab. Eine Lungenfunktionsanalyse misst den Widerstand der Atemwege und das Gesamtfassungsvermögen der Lunge. Eine Blutgasanalyse zeigt den Gehalt an Sauerstoff im Blut. Einige Lungen- und Herzerkrankungen verursachen ähnliche Beschwerden, wie eine COPD. Ihr Arzt kann deshalb zusätzlich Röntgenuntersuchungen, EKG und Blutuntersuchungen veranlassen, bevor er eine genaue Diagnose stellt. Insbesondere die Abgrenzung gegenüber dem Asthma bronchiale ist sehr wichtig, da es ähnliche Symptome zeigt.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Oberstes Ziel der Therapie ist der Verzicht auf Nikotin bzw. die Vermeidung von Staubbelastungen. Da Patienten mit einer COPD häufig an Infektionen leiden, wird die Impfung gegen Grippe und Pneumokokken empfohlen.

Medikamentöse Therapie

Hier empfiehlt sich eine Stufentherapie die sich nach dem Schweregrad der Symptome richtet:

  • Stufe 1: Bedarfsweise Inhalation von bronchienerweiternden Medikamenten
  • Stufe 2: zusätzliche Gabe eines bronchienerweiternden Medikamentes aus der Gruppe Theophyllin
  • Stufe 3: zusätzliche Inhalation von Kortikoiden. Stellt sich diese Behandlung als wirksam heraus, wird sie dauerhaft fortgeführt.

Schleimlösende Medikamente werden bei massiver Verschleimung und bei akuten Infekten eingesetzt. Hilfreich ist in diesem Fall auch regelmäßiges Inhalieren mit Salzlösungen. Infekte müssen meistens zusätzlich mit Antibiotika behandelt werden.

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