Ambulanz für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge und Kinder aus Flüchtlingsfamilien

Minderjährige Flüchtlinge

Minderjährige Flüchtlinge sind oftmals durch Ereignisse im Herkunftsland, der damit verbundenen Trennung von der Familie und ihrer erlebten Fluchtgeschichte einer Vielzahl an psychischen Belastungen ausgesetzt. Ihr seelisches Elend endet nicht automatisch mit der Ankunft im Zielland, sondern beeinträchtigt häufig auch weiterhin ihre Entwicklung.

Oft haben die Betroffenen mit Traumafolgestörungen zu kämpfen, was zu einer starken subjektiven Beeinträchtigung im Alltag führen kann – meist auch im Kontakt mit Mitmenschen.

Wir arbeiten mit den Jugendlichen stabilisierend, ressourcenorientiert und traumafokussiert im Rahmen eines Gesamtbehandlungsplanes und erarbeiten gemeinsam Lösungswege im Umgang mit der bestehenden Symptomatik. Nach Klärung des Aufenthaltsstatus besteht dann die Möglichkeit zur Aufarbeitung des Erlebten.

Kinder aus Flüchtlingsfamilien

Die Behandlung von Kindern aus Flüchtlingsfamilien ist ein weiteres Angebot unserer Ambulanz. Häufig verändert sich durch die Flucht das Familiengefüge, was zu Irritationen des Zusammenlebens führen kann. Viele Eltern sind mit der neuen Situation nach der Flucht überfordert, leiden unter eigenen psychischen Belastungen und können ihren Kindern vielfach bei den neuen Anforderungen nicht wie gewohnt zur Seite stehen.

Die zu vollbringenden Anpassungsleistungen sind für die gesamte Familie vielfältig. Für manche Kinder stellen sie eine Überforderung dar, die sich unter anderem in Verhaltensauffälligkeiten äußern kann.

Wir arbeiten stützend und bindungsstabilisierend mit den Kindern und ihren Eltern und versuchen dabei, mit den Familien verständliche Störungskonzepte zu entwickeln, um gemeinsam Veränderungen  bewirken zu können.

Eine Zusammenarbeit mit Institutionen wie Schule und Kindergarten etc. ist fester Bestandteil unserer Arbeit.

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