Chronische und Akute Verschlüsse an Schlagadern

Jeder weiß, daß ein Infarkt eine ernstzunehmende Erkrankung darstellt. Nicht nur der allseits bekannte Herzinfarkt beschreibt das Krankheitsbild, viele Organe und Organsysteme können einen Infarkt erleiden. Wir verstehen unter diesem Krankheitsbild einen Gewebsuntergang (Nekrose) durch eine Sauerstoffminderversorgung (Hypoxie) durch unzureichenden Blutfluß (Ischämie). Betroffen können viele Organe sein, z.B. Niere, Hirn, Darm, Milz, Lunge, Extremitäten, …

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Arteriosklerose
Ablagerungen in den Zellwänden der Gefäße führen allmählich zum Verschluss

Ursächlich ist in der Regel ein akuter (plötzlicher) Verschluß der das Organ letztendlich versorgenden Schlagader (Arterie). Davon abzugrenzen sind chronische arterienverschließende/verengende  Prozesse (bekannt als Arteriosklerose), die letztendlich die gleichen gravierenden Folgen haben, nur dass der Prozess schleichender verläuft.

Der akute arterielle Verschluß erfordert die umgehende, spezialisierte medizinische Versorgung. Um optimale standardisierte Therapien auf kürzestem Wege für alle Patienten garantieren zu können, sind die verschiedenen Gesundheitseinrichtungen, vor allem in ländlichen Gebieten heute sehr stark vernetzt. Die Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz ist daher beipsielsweise Mitglied im Schlaganfallnetzwerk Ostsachsen (SOS-Net).

Der chronische (zunehmende) arterielle Verschluß betrifft die gleichen Organe. Die Symptomatik ist schleichender. So können Herzschmerzen (Angina pectoris) als Zeichen der Enge in den Herzkranzgefäßen der Vorbote des Infarkts sein. Das gleiche trifft zu bei „kleinen Schlaganfällen“ – sogenannten transitorischen ischämischen Attacken (TIA)-, bei denen sich die Ausfallserscheinungen innerhalb eines Tages wieder vollständig zurückbilden.                                                                                                                                                      Oder auch die sogenannte „Schaufensterkrankheit“ (Claudicatio intermittens) , bei der der Betroffene nur noch geringe Strecken schmerzfrei gehen kann. Er bleibt immer wieder stehen, um sein Leiden zu kaschieren, scheint er sich für diverse Schaufensterauslagen zu interessieren. Es kommt dabei schon bei geringer Belastung (Spaziergang auf ebener Fläche) zur relativen Minderdurchblutung der Waden/ Oberschenkelmuskulatur, die dadurch schmerzt. Bleibt der Patient stehen, reicht der geringe Blutfluß aus, da der Bedarf in Ruhe sinkt. Sobald der Schmerz nachläßt, geht der Patient weiter. Wir sprechen hier von der peripheren arteriellen Verschlußkrankheit (paVK).

Hier gilt, daß die Vorzeichen wahrgenommen und richtig gedeutet werden, die Krankheit konsequent diagnostiziert und behandelt werden muß. Auch hier ist frühzeitig der Spezialist einzubeziehen, das sind in der Regel Internisten mit angiologischem Profil, Gefäßchirurgen, Kardiologen, Nephrologen und Neurologen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Je nach Ausprägung des Schadens an den Arterien und der Lokalisation kommen vielfältige Therapiemethoden zur Anwendung. Beginnend mit der Optimierung der Lebensführung (Ernährung, Meidung weiterer Risikofaktoren, optimaler Einstellung vorhandener Stoffwechselerkrankungen), über die medikamentöse Therapie (Gefäßweitstellung, Blutverdünnung)  bis hin zu gefäßweitenden Prozeduren über Ballonkatheter (incl. lokale Medikamentenapplikation und Stentimplantation) bis zur operativen Ausräumung der verschließende Materialien, dem“ Bypass“ oder dem kompletten Ersatz des geschädigten Gefäßes durch prothetisches oder körpereigenes Material reicht das Spektrum.

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