Proktologie

Beschwerden im Enddarm- und Afterbereich gehören zu den häufigen Erkrankungen.

Verständlicherweise scheuen Betroffene oft den Weg zum Arzt, häufig wird in Eigenregie behandelt. Schmerzen im Afterbereich, Blut im Stuhl, Jucken und Nässen am Darmausgang bilden einen Symptomkomplex mit hohem Leidensdruck. Typischerweise werden Erkrankungen der Hämorrhoiden angenommen. Tatsächlich finden sich neben diesen aber auch Verletzungen der sehr empfindlichen Schleimhaut, Thrombosen, Ekzeme, gutartige und auch (seltene) bösartige Tumore. Jeder zweite Mann und jede dritte Frau in Deutschland erleidet im Laufe des Lebens eine Erkrankung dieses Körperbereichs und ein großer Teil der Patienten bedarf ärztlicher Hilfe. Der Hausarzt leitet die ersten Schritte in der Diagnostik und Therapie ein bzw. veranlasst die Überweisung zum Proktologen (Spezialist für Enddarmerkrankungen).

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Der Proktologe verfügt über eine Reihe verschiedener Untersuchungsmethoden. Grundsätzlich notwendig ist jedoch zunächst eine intensive Befragung des Patienten zu seinem Beschwerdebild. Voraussetzung dafür ist wiederum  eine einfühlsame und patientenorientierte Gesprächsführung. Nicht jeder Patient ist es gewohnt, ein derart delikates Thema mit Fremden zu besprechen bzw. die häufig komplexen Beschwerden treffend zu beschreiben.

Schon im Ergebnis der Befragung kristallisieren sich Ansätze zur nachfolgenden zielgerichteten Untersuchung heraus. Gegebenenfalls werden weitere fachübergreifende Untersuchungen vom Proktologen veranlasst (z.B. hautärztliche Mitbehandlung, spezielle radiologische Untersuchung,…). Stellt sich dann als Ergebnis der Untersuchung ein sogenanntes Hämorrhoidalleiden (Probleme mit vergrößerten Gefäßpolstern am Oberrand des Afterkanals) heraus, werden gemeinsam mit dem Patienten das Krankheitsbild, mögliche Therapien bzw. deren Alternativen, Komplikationen, Hinweise zur Optimierung der Lebensweise und die konkrete zeitliche Planung des Behandlungsprozesses ausführlich besprochen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Hämorrhoiden
Patienten gehen oft erst nach einem langen Leidensweg zum Spezialisten.

Zur Behandlung krankhaft veränderter Hämorrhoiden stehen eine Vielzahl von Optionen zur Verfügung: Salben, Zäpfchen, Injektionstherapien, Gummibandligaturen sowie operative Verfahren, welche die arterielle Blutzufuhr zu bzw. den venösen Abstrom von den Hämorrhoiden verbessern (Longo, HAL, THD) bzw. werden die Hämorrhoiden selbst entfernt (Milligan-Morgan).

Die Auswahl der Verfahren richtet sich vorrangig nach dem Krankheitsgrad der Hämorrhoiden. Während die konservativen Verfahren bei den wenig krankhaft veränderten Hämorrhoiden zur Anwendung kommen (Stadium I und II), erfordern die Stadien III (Hervortreten der Hämorrhoiden beim Stuhlgang) und IV (außen fixierte, ständig aus dem Afterkanal herausgetretene Hämorrhoiden) in der Regel ein operatives Verfahren.

Generell ist dabei zu betonen, dass die operative Therapie in den letzten Jahren bedeutende Fortschritte im Sinne des Patientenkomforts gemacht haben. Das heißt insbesondere in den Fragen der Schmerzarmut, gesunkene Komplikationsraten, kürzerer Krankenhausaufenthalt sowie Symptomarmut.

Neben diesem großen Komplex finden sich weitere typische Erkrankungen dieser Körperregion: akute und chronische Verletzungen der Schleimhaut, die ausgesprochen schmerzhaft wahrgenommen werden. Entzündungen des Darmes, gut- und bösartige Tumoren, Fisteln und Abszesse (Eiterungen) der Region um den After herum, die sowohl der sofortigen, nicht selten aber auch längerfristigen spezialisierten proktologischen Therapie bedürfen.

Wir beraten Sie zu diesen Themen einfühlsam und kompetent. Wir verfügen über lange Erfahrungen in der Behandlung proktologischer Erkrankungen und können Ihnen das gesamte Behandlungsspektrum anbieten.

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