Psychosomatische Medizin und Psychotherapie

Unser Leistungsangebot im Überblick

  • Ambulante Psychotherapie
  • Verhaltenstherapie
  • Berufsbedingte posttraumatische Belastungsstörungen
  • Angst- und Panikstörungen
  • Zwangsstörungen
  • Burnout, Depressionen
  • Belastungsreaktionen
  • Somatoforme Störungen
  • Folgen von Tinnitus, Hyperakusis und Phonophobie

Panikstörung und Agoraphobie

Unter Panikanfällen versteht man plötzliche und unerwartet auftretende, intensive Angstzustände, die mit unangenehmen körperlichen Symptomen wie Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder Benommenheit verbunden sind. Diese können ohne erkennbaren Grund oder in einer bestimmten Situation (z.B. Fahrstuhl, Menschenansammlung, Flugzeug) auftreten und sind von Befürchtungen begleitet, während dieser Angstanfälle zu sterben, ohnmächtig zu werden oder die Kontrolle über sich zu verlieren. Im Rahmen der psychotherapeutischen Behandlung hat sich die so genannte Reizkonfrontation als Mittel der ersten Wahl erwiesen, um langfristige Therapieerfolge zu erwirken. Somit ist eine Expositionsbehandlung indiziert, die mit anderen verhaltenstherapeutischen Verfahren kombiniert wird und einen aktiven und gesunden Umfang mit der Angst ermöglicht.

Belastungsreaktion

Jeder Mensch hat seine eigenen persönlichen, körperlichen, psychischen und sozialen Umgangsformen mit Belastungsfaktoren und lebenseinschneidenden Situationen (z.B. Tod eines Angehörigen, Scheidung, Arbeitsplatzverlust). Viele Menschen bewältigen Trauer, Ängste, Ärger oder belastenden Situationen, indem sie diese in ihr Leben integrieren und somit kompensieren. Die Art der Bewältigung von Belastungssituationen hängt folglich von der Persönlichkeit, den eigenen Erfahrungen und sozialen Fähigkeiten ab. Im Rahmen der Therapie erfolgt in der Phase der Selbstkonfrontation mit den belastenden Situationen und der Neustrukturierung eine Integration der Belastungssituation in das eigene Leben. Ziel der Behandlung ist es, dass die erlebte Belastungssituation weniger oder keinen Einfluss mehr auf die Gegenwart hat.

Burn-out

Unter Burn-out wird häufig ein „leerer Akku“ verstanden. Hohe persönliche Ansprüche an die Arbeit und andere Lebensbereiche haben neben belastenden Situationen selbst einen Einfluss auf die Entwicklung eines Burn-out-Syndroms. Die Betroffenen erkennen typischerweise erst sehr spät, in welchem Teufelskreis aus Überidealismus und Resignation sie sich selbst befinden. Erst wenn Körper oder Psyche „streiken“, werden Gegenmaßnahmen ergriffen.

Typische Symptome für ein Burn-out-Syndrom sind Erschöpfung, Kraftlosigkeit, depressive Verstimmungen, körperliche Beschwerden, erhöhte Reizbarkeit bis hin zum Zynismus sowie eine zunehmende Unzufriedenheit mit der eigenen Leistung.

In der Therapie werden den Betroffenen Wege aus diesem Teufelskreis aufgezeigt. Ziel ist hierbei wieder eine Zunahme an Lebensqualität und Lebensfreude sowie ein gesünderer Umgang mit der Arbeit und den eigenen Leistungsansprüchen, was wiederum zu mehr Zeit und Energie, für Dinge die Kraft geben, führt

Depression

Wenn die Stimmung über eine längere Zeit (mindestens zwei Wochen) niedergeschlagen, traurig, gedrückt oder hoffnungslos ist, spricht man von einer Depression. Darüber hinaus ist das Interesse an Dingen, die einem früher viel bedeutet oder Freude bereitet haben, verloren gegangen. In der Ambulanz basiert die Behandlung der Depression auf kognitiv-verhaltenstherapeutischen Verfahren, die zu den Methoden der ersten Wahl in der psychotherapeutischen Behandlung der Depression zählen. Der Aufbau angenehmer Aktivitäten sowie sozialer Kontakte führt wieder zu Bestätigung und Zuwendung. Depressionsfördernde Gedanken, Grübeln, Verlust-, Versagens- und Existenzängste sowie Schuldgefühle werden im Rahmen der Therapie korrigiert und durch realistische und Selbstwert stabilisierende Denkmuster ersetzt. Hierdurch kommt es zu einer Steigerung der Lebensfreude und des Selbstvertrauens, in Folge dessen die Stimmung wieder aufhellt.

Generalisierte Angststörung

Bei der generalisierten Angststörung erleben die Betroffenen eine permanente und latente Angst, die nicht auf bestimmte Situationen und Umgebungsbedingungen beschränkt ist. Hierbei verliert die Angst ihre Zweckmäßigkeit und Relation. Die Angst manifestiert sich in körperlichen Beschwerden wie Schulter-Nacken-Schmerzen, Schlafstörungen, Schwindel, Herzklopfen und Übelkeit, die meist Folge von negativen Gedanken, Befürchtungen und Grübeleien sind.

Bei der Behandlung der generalisierten Angststörung werden mehrere Behandlungsmethoden eingesetzt, die auch bei anderen Angststörungen zur Anwendung kommen. Ziel der Behandlung ist die Korrektur angstauslösender und –aufrechterhaltender Gedanken.

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