Zwangsstörungen

Wenn Zwänge das Leben zunehmend einengen

Unser ganzes Leben ist von Wiederholungen und Ritualen geprägt, die uns Stabilität und Sicherheit im Alltag geben:

  • das morgendliche Zähneputzen
  • der Handschlag zur Begrüßung
  • Glückwünsche zum Geburtstag
  • die Gedanken, ob ich wohl den Herd oder das Licht ausgeschaltet habe, ob die Autotür verriegelt oder die Wohnungstüre abgeschlossen ist und so weiter

All dies sind Rituale, Gesten, Gedanken und Handlungen, die wir immer wieder durchführen. Nur so sind wir in der Lage, uns in der enormen Vielfalt, die das Leben zu bieten hat, zurechtzufinden. Sie machen einen geordneten Ablauf möglich und geben Sicherheit.

Bei der Zwangsstörung erreichen Handlungen und/oder Gedanken dabei ein Ausmaß, das zu erheblichen Einschränkungen im Alltag, erhöhtem Leidensdruck und einer Einschränkung der Lebensqualität führt. Zwänge sind beherrschend, werden häufig als unangemessen erlebt und machen Betroffene hilflos.

Bei der Zwangsstörung erreichen Handlungen und/oder Gedanken dabei ein Ausmaß, das zu erheblichen Einschränkungen im Alltag, erhöhtem Leidensdruck und einer Einschränkung der Lebensqualität führt. Zwänge sind beherrschend, werden häufig als unangemessen erlebt und machen Betroffene hilflos.

Unser Therapieverfahren

In unserer Therapie sollen Sie im ersten Schritt gemeinsam mit dem Bezugstherapeuten die Entstehung und Aufrechterhaltung der Zwangshandlungen und -gedanken ergründen. Wichtig ist uns dabei die Vermittlung der Zusammenhänge des eigenen „Gewordenseins“ (Lebensgeschichte). Wofür dient Ihnen der Zwang als Lösungsversuch?

In weiteren Schritten sollen Sie sich durch sogenannte Expositionsübungen mit Ihren Zwängen direkt auseinandersetzen und die dabei entstehenden negativen Gefühle (Angst, Ekel, Anspannung, Unbehagen etc.) aushalten lernen – zuerst in therapeutischer Begleitung, danach selbstständig.

Durch dieses Zulassen und Aushalten der dabei auftretenden negativen Gefühle werden Sie die Erfahrung machen, dass sich diese im Laufe der Zeit reduzieren, ohne dass Sie die Zwangshandlung durchgeführt haben: Letztlich werden Sie eine Reduktion der Zwänge beobachten.

Der Austausch in der Gemeinschaft von Betroffenen kann Ihnen helfen, Ihr Handeln nicht mehr versteckt zu halten und sich dadurch zu entlasten. Dadurch gewinnen Sie Sicherheit und Vertrauen zu sich selbst zurück.

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