Palliative Operationen bei Einkammerherzen/single ventricle

Patienten mit funktionell nur einer Herzkammer stellen eine komplexe Patientengruppe dar. Bei zusätzlich verengter Aorta wie beim hypoplastischen Linksherzsyndrom (HLHS) ist als erste Operation in der Regel eine Norwood Operation notwendig. Dabei wird u.a. der Aortenbogen erweitert und die rechte Kammer an die Hauptschlagader (Aorta) angeschlossen. Am DKHZ St. Augustin wurden seit 2002 mehr als 250 Norwood Operation durchgeführt. Daraus resultiert eine große medizinische Erfahrung im Umgang mit Patienten mit Einkammerherzen (single ventricle Patienten). Als zweiter und dritter Schritt erfolgen die sog. Glenn- und Fontan-Operation im Alter von ca. 3-6 und 24-48 Monaten. Dabei wird das sauerstoffarme Blut aus den Körpervenen passiv durch die Lungen geleitet.

Bei Hochrisiko Patienten (z.B mit sehr niedrigem Körpergewicht und/oder frischer Hirnblutung) kommt als initialer Schritt vor der Norwood Operation auch eine Bändelung der Lungenschlagadern in Frage, um die Überdurchblutung der Lungen zu reduzieren und den Blutdruck im Körper anzuheben.

 

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