Klappenerhaltende Eingriffe z. B. bei Aortenklappenstenose und -insuffizienz

Am DKHZ Sankt Augustin besteht eine große Erfahrung (vermutlich die größte in Deutschland) mit der Rekonstruktion (Reparatur) von Aortenklappen bei Kindern. Bei klappenerhaltenden Verfahren ist eine langfristige Blutverdünnung mit Warfarin (Marcumar und ähnlichen Medikamente) nicht notwendig. Durch belassenes eigenes Gewebe kann die Klappe wachsen, dies ist besonders bei jungen Patienten wichtig. Während der Rekonstruktion werden verschmolzene Aortenklappentaschen voneinander gelöst (sog. Kommissurotomie) und verdickte Klappentaschen ausgedünnt, um eine bessere Beweglichkeit der Klappe zu erzielen. Bei unterentwickelten Klappentaschen können einzelne Klappentaschen durch eigenes Herzbeutelgewebe (oder Fremdgewebe) ersetzt werden. Auf diese Weise kann aus einer Klappe mit nur zwei Taschen (bikuspide Aortenklappe) eine Aortenklappe mit drei Taschen (trikuspide Klappe= normal) gemacht werden.Der Erfolg der Klappenrekonstruktion wird direkt während der Operation in Narkose mittels Schluckechokardiographie überprüft.

In den relativ seltenen Fällen, wenn eine Rekonstruktion nicht möglich ist, kommt u.a. ein Aortenklappenersatz durch die eigene -von der Lungenschlagader entnommene- Klappe, die sogenannte Ross-Operation in Frage.

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