Qualität ist nicht verhandelbar

Ein Beitrag von Chefarzt PD Dr. Hoffmann der APK in Wiesbaden

PD Dr. Hoffmann im Patientengespräch

Theorie und Praxis gehören zusammen, ergänzen sich gegenseitig und machen das eine greif- und das andere nachvollziehbar. Diese Ansicht teilt PD Dr. med. habil. Martin Hoffmann, Chefarzt und Leitung Klinik für Allgemein-, Viszeral und Minimalinvasive Chirurgie an der Asklepios Paulinen Klinik (APK) in Wiesbaden. Genau aus diesem Grund entschied er sich beruflich für die Medizin. Vor allem modernste Methoden wie minimal- invasive Eingriffe sind heute sein Spezialgebiet. Welche Verantwortung jedoch damit einhergeht erklärte er im Interview: „Minimal-invasive Operationen bedeuten kleinere Schnitte und somit geringere Verletzungen des Körpers“, erklärt Dr. Hoffmann. „Durch das eingeschränktere Sichtfeld sind sie aber eine größere Herausforderung als konservative Eingriffe. Jeder Chirurg der eine solche Methode anwendet sollte im Voraus zahlreiche Schulungen gemacht und genug erfolgreiche Operationen durchgeführt haben.“
Wert zu legen auf Eingriffe mit möglichst geringem Schaden für das Gewebe der Patienten, habe er von seinem ersten Chef an der Universitätsklinik in Lübeck gelernt. Das minimal-invasive Operieren bringe genau diesen Vorteil und führe meist zu geringeren postoperativen Schmerzen und in der Regel zu einer schnelleren Erholung, kürzerem Krankenhausaufenthalt und rascherer Arbeitsfähigkeit.
Nur wenn der Chirurg in der Lage sei, kleinste Schnitte in den richtigen Schichten des menschlichen Körpers durchzuführen, könnten komplexe Eingriffe an beispielsweise Dick-, Mastdarm, an der Bauchspeicheldrüse, am Magen und der Speiseröhre gelingen. „Vor meiner Zeit in Lübeck war ich an einer großen Klinik in Stralsund, wo ich eine sehr gute Ausbildung auf dem Gebiet der Allgemein und Viszeralchirurgie genießen durfte“, erzählt der gebürtige Kieler. „Dass ich dadurch heute in der Lage bin unter anderem Menschen mit Darmerkrankungen erfolgreich zu behandeln, macht meinen Beruf letztlich zur Berufung.“
Durch die Erlangung seines Facharzttitels für Thoraxchirurgie habe er neben der Bauchchirurgie ebenfalls langjährige Erfahrung in der Lungenchirurgie sammeln können. Kontinuierliche disziplinübergreifende Weiterentwicklung sei für Dr. Hoffmann essentiell. Erworbene Kenntnisse, wie die Durchführung von HIPEC-Prozeduren bei Metastasierung im Bauchraum seit 2008 oder auch die Fähigkeit komplizierte kolo- rektale Eingriffe durchzuführen, unterstützten insbesondere bei aufwendigen minimalinvasiven Operationen an der Speiseröhre.
Seit fast zwei Jahren ist der Familienvater und Ältester von drei Geschwistern nun Chefarzt der Allgemein- und Viszeral Chirurgie an der Asklepios Paulinen Klinik (APK) in Wiesbaden. Und übernahm nach geplantem Rückzug seines geschätzten Kollegen Prof. Link ebenfalls die Leitung der Abteilung. Für den Positions- und Standortwechsel entschied er sich ganz bewusst: „Die Klinik hat qualitativ einen sehr guten Ruf und ist technisch auf dem neuesten Stand“, erklärt Dr. Hoffmann. „Die Meinung, dass Qualität ein Faktor ist, bei dem man keine Kompromisse eingehen darf, teilen die Kollegen der APK ausnahmslos und meine Oberärzte sowie die OP-Schwestern und Schwestern auf den Stationen sind somit auf hohem Niveau ausgebildet und werden durch regelmäßige Schulungen weitergebildet.“ Die hohe Lebensqualität der Hessischen Hauptstadt sowie die verkehrsgünstige Lage der APK hätten ebenfalls eine entscheidende Rolle gespielt. Vorteile, die insbesondere Krebspatienten oder Patienten mit Reflux-Beschwerden oder chronischem Sodbrennen in ihrem Genesungsprozess zugutekämen. „Nicht zuletzt aufgrund unserer standardisierten Abläufe zur Gewährleistung größtmöglicher Sicherheit unserer Patienten sehe ich unser Krankenhaus als Zentrum für exzellente Versorgung  von Patienten in Wiesbaden, dem Rheingau und dem Untertaunus“, betont der Chefarzt. „Auch die moderne, mit zehn Beatmungsplätzen ausgestattete Intensivstation und dortige Betreuung durch hochspezialisierte Anästhesisten trug dazu bei, dass sich das APK zu einem Haus auf dem Niveau eines Schwerpunktversorgers entwickelt hat.“
Dr. Hoffmann wolle zukünftig die große wirtschaftliche und personelle Verantwortung seiner Chefarztposition dazu nutzen dieses Wachstum aufrechtzuerhalten und weiter voranzutreiben. So stünde unter anderem die Professionalisierung der internen Kommunikation auf dem Programm. Für dieses und andere Projekte schöpfe er seine Energie aus Ostseeaufenthalten oder Wanderausflügen mit der Familie. Ein Ausgleich für die eher psychische Belastung die sein Beruf mit sich bringe, sei wichtig, um Werte wie Verlässlich- und Bodenständigkeit stets reflektieren und verinnerlichen zu können. „Gerade Patienten haben ein sehr feines Gespür für Ehrlichkeit“, weiß Dr. Hoffmann. „Deshalb ist es mir wichtig, dass wir niemanden zu einem Eingriff überreden und der Patient selbst von der Notwendigkeit der Operation überzeugt sein muss. Das ist für mich auch eine Art von Qualität.“

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