Asklepios Paulinen Klinik eröffnet neue Abteilung: Renommierter Wirbelsäulenspezialist kommt nach Wiesbaden

November hat Prof. Dr. Thomas Niemeyer als Chefarzt die Leitung der neuen Abteilung Wirbelsäulenchirurgie an der Wiesbadener Asklepios Paulinen Klinik (APK) übernommen. Der 51-jähre Wirbelsäulenchirurg ist von der Hamburger Asklepios Klinik Sankt Georg an die Asklepios Paulinen Klinik nach Wiesbaden gewechselt. Er hat sich zum Ziel gesetzt, innerhalb der nächsten zwei Jahre ein interdisziplinäres Center of Excellence zur Diagnose und Therapie von Rückenerkrankungen an der APK aufzubauen.

wiesbaden-niemeier-thomas-ca
Prof. Dr. Thomas Niemeyer, Chefarzt Wirbelsäulenchirurgie und Skoliosezentrum

Seine Laufbahn als Mediziner hat der gebürtige Stralsunder 1988 an der Universität Greifswald begonnen. Nach Approbation und Promotion nahm Niemeyer 1995 seine ärztliche Tätigkeit zunächst als Assistenzarzt an zwei britischen Kliniken und später an der Poliklinik für Orthopädie des Universitätsklinikums Münster auf. 1999 absolvierte er ein einjähriges Forschungsstipendium für Wirbelsäulenchirurgie am Universitätsklinikum Nottingham. Im Jahr 2000 legte er seine Prüfung zum Facharzt für Orthopädie ab. Es folgten zwei Jahre als Oberarzt an der Klinik für Wirbelsäulen-Chirurgie mit Skoliosezentrum des Klinikums Neustadt in Holstein. Von 2002 bis 2008 war Niemeyer als Bereichsleiter Wirbelsäulenchirurgie der Orthopädischen Universitätsklinik in Tübingen tätig. Dort erwarb er die Zusatzqualifikationen "Spezielle Orthopädische Chirurgie" und "Kinderorthopädie" sowie die Facharztbezeichnung für Orthopädie/Unfallchirurgie. 2007 konnte sich Herr Niemeyer an der Universität Tübingen habilitieren, 2010 bekam er eine außerplanmäßige Professur verliehen.

Ab 2009 war Niemeyer Leiter des Interdisziplinären Wirbelsäulenzentrums und Chefarzt der Abteilung für Wirbelsäulen- und Skoliosechirurgie an der Hamburger Asklepios Klinik Sankt Georg. Unter seiner Leitung gelang es, die interdisziplinäre Ausrichtung des Zentrums zu stärken und die operative Therapie von Deformitäten zu etablieren. Niemeyer engagiert sich in der Deutschen Wirbelsäulen Gesellschaft (DWG) als Instruktor und Kursleiter für die Sicherung der Qualität von wirbelsäulenchirurgischen Eingriffen und 2016 wurde das Wirbelsäulen Zentrum St. Georg  als eines der ersten Häuser in Deutschland erfolgreich zertifiziert.

Bereits seit seiner Zeit als Assistenzarzt galt sein Interesse der ganzheitlichen Diagnostik und Behandlung der Skoliose, was sich in seiner klinischen und wissenschaftlichen Arbeit mit zahlreichen Publikationen und Vorträgen widerspiegelt. Die Chirurgie von Skoliosen unterschiedlicher Ursache wird der zukünftige Schwerpunkt seiner Arbeit sein und er möchte moderne konservative und operative Methoden zur Behandlung von Verkrümmungen der Wirbelsäule bei Kindern/Jugendlichen und Erwachsenen an der APK etablieren.

An seiner neuen Position reizt es Niemeyer, etwas Neues mit Vorhandenem zu verbinden und er sieht an der APK mit ihrer exzellenten personellen und medizintechnischen Ausstattung beste Voraussetzungen: „An der Wiesbadener Paulinen Klinik finden sich perfekte Startvoraussetzungen für den Aufbau eines solchen interdisziplinären Zentrums. Wir werden die vorhandenen Stärken der Klinik nutzen, die modernsten diagnostischen Verfahren etablieren, um einen ganzheitlichen Therapieansatz verfolgen zu können. Gemeinsam mit zahlreichen Experten in und außerhalb der Klinik gilt es für jeden Patienten die individuell richtige Therapie zu entwickeln.“

Alles unter einem Dach: Minimalinvasive- und große Chirurgie, Schmerz- und Physiotherapie, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM)

Die neue Abteilung startet mit Prof. Niemeyer als Chefarzt; die bestehende und sehr gut etablierte Sektion für Wirbelsäulenchirurgie rund um den Spezialisten für minimalinvasive Wirbelsäulenchirurgie, Dr. Peer Joechel, wird vollständig darin integriert. Vom Start an stehen zehn Betten für die Wirbelsäulenchirurgie und weitere zehn Betten für die stationäre Schmerztherapie zur Verfügung. Die ambulante und stationäre Schmerztherapie erfolgt in enger Zusammenarbeit mit Wiesbadener und überregional renommierten Schmerzspezialisten.

„Neben der Skoliose- bieten wir auch die Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Wirbelsäule an. Auch die chirurgische Entfernung von Wirbelsäulentumoren gehört zu unserem breiten Leistungsspektrum. Ein weiterer Bereich widmet sich der fachübergreifenden Diagnose und Therapie akuter und chronischer Rückenschmerzen. Darüber hinaus steht uns ein hochmotiviertes Team von Physiotherapeuten zur Verfügung. Auch das hier einzigartige Angebot der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) passt ausgezeichnet in den ganzheitlichen Therapieansatz. Abgerundet wird das Konzept durch einen engen Austausch mit lokalen Sanitätshäusern für Orthopädietechnik und kooperierenden Reha-Kliniken sowie den ärztlichen Partnern aus der Niederlassung. So schaffen wir es, von der Diagnose, über die konservative und / oder operative Therapie bis hin zur erfolgreichen Reha alles aus einer Hand anbieten zu können", so Prof. Niemeyer. In den nächsten beiden Jahren erfolgt die sukzessive Erweiterung des Bereiches bis hin zum zertifizierten interdisziplinären Wirbelsäulen Zentrum.

Klinikleiter Norman Westphal freut sich auf gestellte Weichen für die Zukunft der Paulinen Klinik: „Es freut mich außerordentlich, dass wir mit der Etablierung dieser neuen Fachabteilung einen weiteren Beitrag zur exzellenten medizinischen Versorgung der Wiesbadener Bevölkerung und der Region leisten können. Dieses einzigartige Konzept der sektorenübergreifenden Versorgung von Rücken- und Wirbelsäulenerkrankungen wird für unsere Patienten einen echten Mehrwert darstellen. Das stärkt den Gesundheitsstandort Wiesbaden als Ganzes und passt ausgezeichnet in die medizinische Weiterentwicklung der Paulinen Klinik. Damit gehen wir einen weiteren Schritt in Richtung Ausprägung von Exzellenzen, wir sehen uns aber noch lange nicht am Ziel.“

1) Erläuterung zur Überschrift: Ein Center of Excellence muss laut Asklepios-Konzernvorgabe den Anspruch erfüllen, in der jeweiligen Spezialisierung der Qualitätsführer in der Region zu sein. Dazu sind vier Erfolgsfaktoren zentral: Ein Management-Team, gut aus- und weitergebildete Mitarbeiter, das notwendige Kapital für Investitionen in modernste Einrichtungen und das notwendige Know-how für modernste Prozesse.

Weitere Informationen zum Thema Wirbelsäule

Seite teilen: