Herzinsuffizienz: Herzschwäche nicht nur mit Medikamenten behandeln

Menschen mit einer Herzschwäche beklagen oft eine große Einschränkung der Lebensqualität. Erste Anzeichen der Herzinsuffizienz wie z. B. Abgeschlagenheit, Kurzatmigkeit oder leicht geschwollene Füße und Beine werden oftmals als Zeichen des Alterns fehlinterpretiert. In Wahrheit sind diese Patienten in der Regel multimorbide, d. h. sie haben mehrere Erkrankungen gleichzeitig.

Chefarzt Geriatrie
PD Dr. Philipp Bahrmann, Chefarzt Geriatrie

Häufige Ursachen für die Entstehung der Herzinsuffizienz sind die koronare Herzkrankheit (Arteriosklerose) – auch Verkalkung der Herzkranzgefäße genannt –, zu hoher Blutdruck und ein vorausgegangener Herzinfarkt. Weitere typische Verursacher sind chronische Herzklappenerkrankungen, Herzmuskelentzündungen, angeborene Herzfehler und Herzrhythmusstörungen.
Für die Therapie der Herzschwäche gibt es Medikamente mit verschiedenen Wirkansätzen. Je nach Gesundheitszustand, Symptomatik und Lebensweise kann die Therapie individuell auf den Patienten zugeschnitten werden. Durch einen gesunden Lebensstil mit einer ausgewogenen, gesunden Ernährung und regelmäßiger Bewegung können die Patienten ihren Zustand zudem positiv beeinflussen.
Ideal ist es, wenn in der Klinik nicht nur eine akutmedizinische Behandlung der Herzinsuffizienz durch den Kardiologen erfolgt, sondern auch regelmäßige Bewegung und leichter Sport, z. B. Ausdauerübungen, Treppensteigen, Sportarten ohne großen Kraftaufwand zusammen mit den Therapeuten trainiert werden können.

Den Text ist aus dem Med Journal vom 13. September 2017.

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