Europäischer Antibiotikatag am 18.11.2019

Aktionstag am Asklepios Fachklinikum Teupitz mit Animationsfilm, Ausgabe von Antibiotikafibeln und Veröffentlichung aktueller Antibiotikaverbräuche

Weltweite Zunahme von Resistenzen bakterieller Krankheitserreger gegen Antibiotika

Aus Anlass des bevorstehenden Europäischen Antibiotikatages erklären die Hygienefachkraft Ute Meistring und die Qualitätsmanagementbeauftragte Gabriele Schmiedichen:

„Zum Europäischen Antibiotikatag am 18.11.2019 möchte das Asklepios Fachklinikum Teupitz auf eine ernsthafte Thematik aufmerksam machen: Die Antibiotikatherapie.

Unser Fachklinikum bietet an diesem Tag verschiedene Aktionen an, um die aktuellen Antibiotikaverbräuche für unsere Mitarbeiter aufzuzeigen. Dabei informieren und motivieren wir unsere Kolleginne und Kollegen weiterhin zur Erlangung des Asklepios-Antibiotikaführerscheins. Das Wissen dafür kann über die zentrale E-Learning-Plattform für alle Asklepios-Mitarbeiter erworben werden. In den Wartebereichen unseres Fachklinikums wird ein Animationsfilm des Bundesamtes für Gesundheit in diesem Aktionszeitraum zu sehen sein, der zur Aufklärung unserer Patientinnen und Patienten beiträgt.

Des Weiteren verteilen wir die aktuellen Antibiotikafibeln in ihrer 6. Auflage. Für die uns anvertrauten Patientinnen und Patienten stellen wir regelhaft einen Antibiotikaausweis zur Verfügung, in dem wir die bei uns therapierten Antibiotikagaben dokumentieren. Der Patient kann später bei weiteren Verschreibungen den Antibiotikaausweis mit diesen wichtigen Informationen dem behandelnden Arzt vorlegen kann. Damit können Unverträglichkeiten schnell erkannt werden und ggf. eingetretene Resistenzen sofort vermieden werden. In unserer Patienten- und Angehörigeninformation haben wir  wertvolle Einnahmehinweise zusammengestellt.

Antibiotikaresistente Bakterien stellen für uns alle eine Gefahr dar, da sie schwer zu bekämpfende Infektionen verursachen. Falls wir wiederholt unbegründet oder unsachgemäß Antibiotika einnehmen, tragen wir zu einer Zunahme antibiotikaresistenter Bakterien bei, dies ist eines der weltweit größten Gesundheitsprobleme. So kann es passieren, dass wenn Sie, Ihre Kinder oder andere Familienmitglieder Antibiotika wirklich benötigen, diese nicht mehr wirken.“
 

Hintergrund:

Antibiotika sind Medikamente, die bei Erkrankungen, deren Ursache Bakterien bilden, zur Anwendung kommen und Leben retten können. Bei durch Viren verursachten Erkrankungen (zahlreiche Erkältungskrankheiten) bilden Antibiotikagaben keine wirksame Therapie. Weltweit nimmt die Resistenz (Widerstandsfähigkeit) bakterieller Krankheitserreger gegen Antibiotika zu. Antibiotika wirken in diesen Fällen nicht mehr. Gefördert wird diese negative Entwicklung auch durch die Anwendung von Antibiotika in der Veterinärmedizin.

 

Eine Möglichkeit, diesen Resistenzen entgegenzuwirken, bildet die zielgerichtete Anwendung der Antibiotika durch einen Erregernachweis. Dieser Nachweis liegt aber bei den meisten Erregern erst nach 48 Stunden vor. Hier ist die Weiterentwicklung praxistauglicher Testverfahren notwendig. Rückschlüsse auf den Erreger kann auch eine Mikroskopie erlauben.

 

Antibiotika sollten so lange wie nötig und so kurz wie möglich verabreicht werden. Oft können Antibiotika drei Tage nachdem kein Fieber mehr auftritt nach ärztlicher Anweisung abgesetzt werden.

 

Das Asklepios Fachklinikum Teupitz hat bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um der Entstehung von weiteren Antibiotikaresistenzen entgegenzuwirken.

 

Die Entwicklung eines Antibiotika-Ausweises, in dem bisherige Antibiotikabehandlungen, Infektionen, Erreger und Resistenzen verzeichnet sind, bildet eine wichtige Unterstützung bei einer zielgerichteten Therapie. Ärzten im Asklepios Fachklinikum Teupitz steht dieser Ausweis für die Patienten zur Verfügung.

 

Das Asklepios Fachklinikum Teupitz stellt allen Mitarbeitern eine Schulungsunterlage, die Antibiotikafibel zur Verfügung. Dort werden alle wichtigen aktuellen Erkenntnisse für die Ärzte bereitgestellt.

 

Konzernweit werden multiresistente Erreger und nosokomiale Infektionen erfasst und bewertet.

 

Im Fortbildungsprogramm unter fachlicher Leitung werden Ärzte zum Thema Antibiotikaresistenzen sensibilisiert. Dazu gehört zum Beispiel die Qualifikation von Experten im Antibiotic-Stewardship-Programm unter fachlicher Leitung. Über zusätzliche E-Learning-Module in Zusammenarbeit mit der Asklepios-Ärzte-Akademie stehen den Ärzten und Pflegekräften in kurzen übersichtlichen Kapiteln aktuelle Informationen zu infektiologisch wichtigen Themen zur Verfügung. Nach Absolvierung von 10 Fortbildungen mit inkludierten Prüfungsfragen erhalten die Teilnehmer den Antibiotika-Führerschein. Somit wird eine verantwortungsvolle Verordnung von Antibiotika unterstützt. Somit wird eine verantwortungsvolle Verordnung von Antibiotika unterstützt.

 

Weiterführende Informationen: www.antibiotic.ecdc.europa.eu/de

Sprechen Sie uns an

Gabriele Schmiedichen

Gabriele Schmiedichen

Qualitätsmanagement

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