Expertentagung zum Thema Brustkrebs

Das BrustZentrum OstSachsen lud erneut zum traditionellen Mammasymposium. Zahlreiche Fachleute unterschiedlicher Berufsgruppen nutzten das Angebot, um sich zu optimalen Behandlungsmöglichkeiten im Kampf gegen die
bei Frauen häufigste bösartige Tumorerkrankung auszutauschen.

Bereits zum 14. Mal lud das Brustzentrum OstSachsen Ende Oktober zum traditionellen Mammasymposium ins Landhotel "Haus Oberlausitz“ in Taubenheim/Spree ein. 

90 Ärzte und Vertreter anderer Heilberufe waren gekommen, um unter der Moderation der medizinischen Leiter der beiden Standorte – Sebnitzer Oberarzt Stefan Päßler sowie dem Chefarzt der Gynäkologie in Ebersbach Jacek Glajzer – über ein breit gefächertes Spektrum an vorher eingereichten Themen rund um die interdisziplinäre Versorgung von Brustkrebspatientinnen zu sprechen. 

So wurden zum Beispiel Nebenwirkungen der Krebstherapie auf die Haut beleuchtet und wie man diesen in der Praxis sowie der Klinik am Besten begegnen kann. Auch der Umgang im ambulanten Bereich mit  Beschwerden von Patientinnen bei der antihormonellen Therapie wurde diskutiert. Darüber hinaus stellte PD Dr. med. Ulrich Schuler vom Universitätsklinikum Dresden neue Erkenntnisse in der Schmerztherapie vor. Er wies darauf hin, dass es immer wichtiger werde, auftretende Schmerzen bei den unterschiedlichen Therapieformen (u. a. Operation, Chemotherapie oder Bestrahlung) und pflegerischen Maßnahmen ganzheitlich einzuschätzen und damit entsprechend umzugehen.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch weitere onkologische Themen in der Frauenheilkunde. Hierzu wurde beispielsweise eine neue App vorgestellt, die bei der Entscheidungsfindung der Therapieauswahl einen wertvollen Beitrag leisten kann. Welche Ansätze es bei den sogenannten Checkpointblockaden in der Therapie des Mammakarzinoms gibt (Medikamente, die verhindern, dass der Krebs das Immunsystem abschalten kann und dafür sorgen, dass vorhandene Immunzellen den Tumor attackieren), erläuterte Dr. med. Mathias Schulze, Onkologe aus Zittau. Auch die Möglichkeiten, deren Auswirkungen sowie die Grenzen der komplementären Onkologie diskutierten die Teilnehmer, die auch Fälle aus der eigenen Praxis erörtern konnten.

Das Brustzentrum OstSachsen ist eine Kooperation zwischen dem Klinikum Oberlausitzer Bergland, der Sächsische Schweiz Klinik Sebnitz und mehreren niedergelassenen Spezialpraxen. Als überregionales Kompetenzzentrum dient es der optimalen medizinischen Betreuung – von der Diagnostik über Behandlung bis hin zur Nachsorge – der an Brustkrebs erkrankten Frauen. 

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