KV-Bereitschaftspraxis an der Asklepios Klinik Lindau eröffnet

Am 25. September 2018 hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) an der Asklepios Klinik Lindau eine neue Bereitschaftspraxis eröffnet. Die Praxis ist künftig die zentrale Anlaufstelle für Patienten, die nicht lebensbedrohlich erkrankt sind, nicht in der Notaufnahme behandelt werden müssen, aber dennoch außerhalb der üblichen Sprechstundenzeiten der Haus-und Fachärzte eine ambulante medizinische Versorgung benötigen. Die Praxis ist ab sofort an Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils von 9.00 bis 21.00 Uhr und Mittwoch und Freitag jeweils zwischen 16.00 und 21.00 Uhr am Standort Friedrichshafener Straße 80 a im Erdgeschoss auf dem Klinikgelände geöffnet. Telefonisch ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst kostenlos und vorwahlfrei unter der bundesweit einheitlichen Telefonnummer 116117 erreichbar. Das kommt der Klinik, den Ärzten und in erster Linie den Patienten zu Gute.

eroeffnung-kv-praxis-lindau
Am 25. September 2018 hat die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB) an der Asklepios Klinik Lindau eine neue Bereitschaftspraxis eröffnet.

Der Ärztliche Bereitschaftsdienst der KVB stellt die ärztliche Versorgung auch außerhalb der regulären Sprechzeiten der Haus-und Fachärzte sicher. In der Bereitschaftspraxis am Standort der Asklepios Klinik Lindau werden sowohl gesetzlich als auch privat versicherte Patienten mit ambulant zu behandelnden Erkrankungen von niedergelassenen Ärzten der unterschiedlichen Fachrichtungen versorgt. Die Bereitschaftspraxis kann ohne Voranmeldung aufgesucht werden. Sie ist ab sofort an Samstagen, Sonn- und Feiertagen jeweils von 9.00 bis 21.00 Uhr und Mittwoch und Freitag jeweils zwischen 16.00 und 21.00 Uhr geöffnet. Zudem ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst täglich rund um die Uhr über die kostenlose bundesweit gültige Telefonnummer 116117 ohne Vorwahl erreichbar.

Medizinisches Fachpersonal nimmt die Anrufe entgegen und lotst den Anrufer je nach Krankheitsfall entweder in die nächstgelegene Bereitschaftspraxis, vermittelt für Patienten die die Praxis aus eigener Kraft nicht aufsuchen können einen Hausbesuch, oder leitet den Patienten im lebensbedrohlichen Notfall direkt über die Integrierten Leitstellen an den Notarzt im Rettungsdienst weiter.

„Mit der neu installierten Bereitschaftspraxis wurde ein fester Anlaufpunkt geschaffen, um Patienten mit akuten Erkrankungen, die ambulant behandelt werden können, auch außerhalb der Sprechzeiten der niedergelassenen Ärzte zu versorgen. Wir tragen außerdem dazu bei, dass sich die Notaufnahme der Asklepios Klinik Lindau auf ihre Kernaufgabe, die Behandlung von Schwerverletzen, die in der Regel eine stationäre Weiterbehandlung benötigen. konzentrieren kann“, betont Guido Zdrenka, Regionalleiter Bereitschaftsdienst/Notarztdienst Südbayern, der KVB.

 

Vorteile für die Klinik, Ärzte und Patienten

Die neue Bereitschaftspraxis kommt sowohl Patienten als auch den Ärzten und der Klinik zu Gute. Die Patienten müssen im Ernstfall nicht mehr recherchieren, welcher Arzt Dienst hat und wo sich dessen Praxis befindet. Die Notaufnahme der Asklepios Klinik Lindau wird von Fällen entlastet, die ambulant behandelt werden können. „In der Notaufnahme der Asklepios Klinik Lindau sind Ärzte und Pflegepersonal natürlich auch weiterhin rund um die Uhr für unsere Patienten im Einsatz. Die Reihenfolge der Behandlung in der Notaufnahme richtet sich ausschließlich nach dem Schweregrad der Erkrankung der eintreffenden Patienten“, so der Ärztliche Direktor der Asklepios Klinik Lindau Prof. Dr. med. Ulrich Schöffel. Patienten mit ambulant zu behandelnden Erkrankungsbildern werden künftig direkt an die Bereitschaftspraxis in direkter Nähe zur Notaufnahme übermittelt.

 

„Das ist eine optimale Lösung für die Menschen in unserem Landkreis und aus der Region“, betont Landrat Elmar Stegmann. „Unsere Bürgerinnen und Bürger sind somit sowohl im Notfall und auch bei akuten, nicht lebensbedrohlichen Beschwerden rund um die Uhr gut versorgt.“

 

Zum Hintergrund: Der Ärztliche Bereitschaftsdienst in Bayern

In Bayern sind rund 23.000 niedergelassene Haus- und Fachärzte zum Bereitschaftsdienst verpflichtet. Der Ärztliche Bereitschaftsdienst ist nachts, an Wochenenden und Feiertagen für Patienten da, die nicht lebensbedrohlich erkrankt sind, deren Behandlung jedoch nicht bis zur nächsten regulären Sprechstunde warten kann. Die Patienten sollen so weit versorgt werden, dass sie am nächsten Morgen oder zu Beginn der neuen Woche die reguläre Sprechstunde ihres Hausarztes oder des entsprechend der Erkrankung erforderlichen Facharztes aufsuchen können. Die KVB hat das Ziel, flächendeckend in ganz Bayern eine ambulante medizinische Versorgung auch abends und an Wochenenden und Feiertagen zu gewährleisten und zugleich die Dienstbelastung möglichst gleichmäßig unter den zum Dienst verpflichteten Haus- und Fachärzten zu verteilen.

 

Zum 1. Januar 2016 ist außerdem das Krankenhausstrukturgesetz (KHSG) in Kraft getreten. Dieses gibt vor, dass die Kassenärztlichen Vereinigungen Bereitschaftspraxen an Krankenhäusern nach Bedarfsgesichtspunkten einrichten sollen. Bis Ende 2018 wird es insgesamt rund 110 Bereitschaftspraxen in Bayern geben. Über 99 Prozent der bayerischen Bevölkerung werden dann eine Bereitschaftspraxis innerhalb von 30 Minuten Fahrzeit erreichen.

Über die Asklepios Klinik Lindau

Die Asklepios Klinik Lindau stellt mit den Abteilungen Allgemein- und Viszeral-Chirurgie mit Urologie, Orthopädie und Unfallchirurgie, Wirbelsäulenerkrankungen, Innere Medizin mit Akutgeriatrie, Gynäkologie und Geburtshilfe, Intensivmedizin sowie einer Belegabteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde die wohnortnahe Krankenhausversorgung für die Bevölkerung des Landkreis Lindau sicher. Jährlich behandelt die Klinik rund 17.000 Patienten.

 

Seite teilen: