Starke Tipps fürs schwache Herz

• Chefärzte der Hamburger Asklepios Kliniken informieren zum Thema Herzinsuffizienz
• Infoveranstaltungen und Telefonsprechstunden vom 2.- 28. November

Unser Herz schlägt ca. 100.000-mal. Jeden Tag. Mehr als 30 Millionen Mal im Jahr. Doch was für viele Menschen eine Selbstverständlichkeit ist, wird bei einer Herzschwäche zum Problem. Denn unbehandelt schreitet die Herzinsuffizienz – so der medizinische Fachbegriff fürs schwache Herz – immer weiter fort und führt zu starken Einschränkungen der Lebensqualität.

Chefärzte der Hamburger Asklepios Kliniken geben Tipps, wie Sie einer Herzschwäche vorbeugen und Warnsignale frühzeitig erkennen können. Tipps rund ums Herz und alles zu den aktuellen Terminen gibt es jetzt auch auf der neuen Themen-Webseite von Asklepios unter dem Motto „Liebe Dein Herz“ (www.asklepios.com/herzmedizin).

"Eine Herzschwäche beginnt meist schleichend. Die Luft bleibt schon nach der zweiten statt nach der dritten Etage Treppen weg, schnelles Gehen fällt schwerer, man verspürt häufiger Kurzatmigkeit, fühlt sich müde und schlapp“, erläutert Privatdozent Dr. Gerian Grönefeld, Chefarzt der Kardiologie an der Asklepios Klinik Barmbek, typische Symptome einer beginnenden Herzschwäche. Hinzu kommen Wassereinlagerungen: Meist zuerst zu erkennen an Schuhen, die auf einmal zu eng sitzen, Strümpfen, die unangenehm einschneiden, später auch an plötzlicher Gewichtszunahme.

Dr. Britta Goldmann, Chefärztin der Kardiologie am Asklepios Klinikum Harburg, mahnt dazu, diese Symptome ernst zu nehmen: „Viele Menschen halten Kurzatmigkeit, sinkende Leistungsfähigkeit und Wassereinlagerungen für normale Alterserscheinungen. Das führt leider häufig dazu, dass sie erst dann einen Arzt aufsuchen, wenn die Herzschwäche bereits fortgeschritten ist.“ Dementsprechend empfiehlt sie, bei diesen oder ähnlichen Symptomen einen Check-Up beim Hausarzt zu vereinbaren – insbesondere wenn in der Familie bereits Herzerkrankungen bekannt sind. Denn wie viele Erkrankungen kann auch die Herzinsuffizienz durch Erbeinflüsse begünstigt werden.

Wie Sie Ihr Herz schützen können

„Unser genetisches Profil können wir zwar ebenso wie Alter und Geschlecht nicht ändern. Es gibt aber eine Reihe von Risikofaktoren, die wir gut beeinflussen können – vor allem sind dies die so genannten `Lebensstil-Stressoren´“, erläutert Grönefeld. Konkret gibt der Kardiologe fünf Tipps:

Bewegen Sie sich: Mindestens eine halbe Stunde aktives Gehen am Stück an jedem Tag ist ideal. Ihr Herz freut sich aber auch über dreimal zehn Minuten – steigen Sie zum Beispiel einfach eine Haltestelle eher aus dem Bus aus und legen Sie einen kleinen Spaziergang ein.

Halten Sie ein gesundes Gewicht, ernähren Sie sich ausgewogen und ergänzen Sie Nüsse als wohlschmeckende Lieferanten ungesättigter Fettsäuren auf Ihrem Speiseplan.

Geben Sie das Rauchen auf (oder fangen Sie am besten gar nicht erst an).

Schlafen Sie gut: Schlafmangel erhöht das Risiko für Herzerkrankungen, guter und ausreichender Schlaf ermöglicht Ihrem Herz, Ruhe und Erholung zu bekommen.

Lernen Sie den Umgang mit Stress: Lässt sich Stress nicht vermeiden, finden Sie Wege, produktiv mit ihm umzugehen. Planen Sie regelmäßige Pausen – gern mit Bewegung –, um den Kopf frei zu bekommen und dem Körper Zeit zur Erholung zu geben.

Verdacht auf Herzschwäche – was tun?

Hält der Hausarzt eine Herzschwäche für wahrscheinlich, erfolgt eine Überweisung zum niedergelassenen Kardiologen oder in eine spezialisierte Ambulanz - wo weitere Spezialuntersuchungen erfolgen. Hierzu zählen die Echokardiographie, bei der per Ultraschall Veränderungen des Herzmuskels beurteilt werden können; das Belastungs-EKG, das Auskunft über die körperliche Belastbarkeit gibt, sowie eventuell auch eine Röntgen- oder Katheteruntersuchung.

Diese Untersuchungen geben Auskunft über die zu Grunde liegende Problematik – denn eine Herzschwäche entsteht als Folge anderer Erkrankungen des Herzens. So führt die koronare Herzkrankheit zum Beispiel zum Absterben von Herzmuskelgewebe und verringert so die Leistungsfähigkeit des Herzens. Ein zu hoher Blutdruck wiederum bewirkt, dass der Herzmuskel immer dicker wird. Im Gegensatz zu anderen Muskeln wird das Herz dadurch aber nicht stärker – im Gegenteil sinkt die Leistungsfähigkeit.

Behandlungskonzepte je nach Schweregrad und Grunderkrankung

Dementsprechend setzt die Therapie also zunächst bei der Grunderkrankung an, wie Grönefeld erläutert: „Gelingt es zum Beispiel, den Blutdruck durch eine individuelle Medikation optimal einzustellen oder schlecht durchblutetes Gewebe durch einen Kathetereingriff wieder zu reaktivieren, bessern sich die Symptome und wir verhindern das weitere Fortschreiten der Herzinsuffizienz.“

Je nach Patient bzw. Schwere der Erkrankung kommen auch spezifische Medikamente zum Einsatz, die das Herz vor Stresshormonen schützen, seine Leistungsfähigkeit steigern oder schädliche Prozesse verlangsamen. Für viele Patienten kommt zusätzlich ein kontrolliertes Bewegungs- und Sportprogramm in sogenannten Herzsportgruppen als Therapieansatz zur Steigerung der Leistungsfähigkeit in Frage.

Eine invasivere Behandlungsoption mittels einer Schrittmacherimplantation ist die so genannte „Resynchronisationstherapie“: „Bei vielen Patienten mit einer Herzinsuffizienz beobachten wir auch eine Störung der elektrischen Erregungsausbreitung im Herzen. Vereinfacht gesagt ziehen sich die verschiedenen Bereiche der Herzkammerwand zeitversetzt anstatt gleichzeitig zusammen, was die Pumpleistung des Herzens weiter vermindert“, erklärt Goldmann. Diese Patienten profitieren ggf. von der Resynchronisationstherapie, bei der ein spezieller Herzschrittmacher dafür sorgt, dass die Herzkammerwände sich wieder synchron bewegen.

Eine Standard-Therapie der Herzschwäche gibt es also nicht – je nach individueller Situation des Patienten stehen heute aber zahlreiche erfolgversprechende Verfahren und Möglichkeiten zur Verfügung. Eines ist den Experten Goldmann und Grönefeld dabei besonders wichtig: „Die Lebensqualität unserer Patienten ist ein ganz zentraler Bestandteil unserer Therapiekonzepte. Wir möchten nicht nur das Leben unserer Patienten verlängern, sondern dazu beitragen, dass sie so lang wie möglich ein möglichst beschwerdearmes, glückliches Leben führen können.“

Für Sie vor Ort: Kardiologie an sieben Standorten in Hamburg

Die Expertenteams der sieben kardiologischen Abteilungen der Hamburger Asklepios Kliniken behandeln gemeinsam jährlich mehr als 32.000 stationäre Patienten mit Herzbeschwerden. Das Behandlungsspektrum umfasst alle chronischen sowie akuten Herzerkrankungen – von Herzschwäche und Herzrasen über Durchblutungs- und Rhythmusstörungen, koronare Herzerkrankung, Herzklappen- und Herzmuskelerkrankungen bis zum akuten Herzinfarkt. Das Angebot unserer Mediziner reicht von spezialisierter Diagnostik über konservative Behandlungsverfahren und minimal-invasive, kathergestützte Eingriffe bis hin zur hochkomplexen Herzchirurgie an den Standorten Harburg und St. Georg.

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