4. Vernissage am ACH: Kunst am Körper

Mit Hannah Jagusch und Powla Schäper, Absolventinnen des HAW Studiengangs Modedesign, stellten am 3. April gleich zwei junge Künstlerinnen im Rahmen der 4. Vernissage ihre Kreationen zum Thema „Kunst am Körper – Ein kleiner Einblick in die Welt des Modedesigns“ am Asklepios Campus Hamburg (ACH) vor.

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Geschäftsführer Dr. Christoph Jermann begrüßte die Gäste sowie die beiden Nachwuchs-Modedesignerinnen Powla Schäper (li.) und Hannah Jagusch (re.)

Der Campus als Laufsteg – auf diese Idee kam Dr. Christoph Jermann, der immer wieder auf neue Art und Weise den Alltag und die Räume am Campus zu beleben versteht. Für die aktuelle Ausstellung hat der Geschäftsführer der Asklepios Medical School (AMS) mit Hannah Jagusch und Powla Schäper zwei frisch gebackene Absolventinnen der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW HAMBURG) gewonnen. Zur Präsentation ihrer Bachelorkollektionen begrüßte er beide am 3. April herzlich, ebenso wie zahlreiche neugierige Studierende, Gäste und ACH Team-Mitglieder, die das Erdgeschoss in der Lohmühlenstraße bevölkerten.

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Studentinnen vom ACH sowie von der HAW präsentierten die Kreationen

Zwar ist Papier geduldig und die Zeichnungen, Fotos und Bilder, die von beiden Künstlerinnen an verschiedenen Stellen auf zwei Etagen zu sehen sind, sind sehr sehenswert. Absolute Hingucker sind die Kreationen von Hannah Jagusch und Powla Schäper aber natürlich live. Und so eröffneten die beiden Modedesignerinnen nach einer kurzen Einführung ihre gemeinsame Ausstellung, indem sie nicht nur eigene Kommilitoninnen, sondern auch Studentinnen vom ACH zwischen Hörsaal 2 und Hörsaal 3 in den von ihnen kreierten Outfits zu stimulierender Musik auf den Laufsteg schickten.

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"The Irish Mullet" (Design: Hannah Jagusch)

Hannah Jagusch zeigte ihre fünfteilige Kollektion zum Thema „The Irish Mullet“ (über Land, Leute und Lebensgefühl Irlands), zu der sie sich bei ihrem Besuch der irischen Halbinsel Mullet motivieren ließ. Farbe, Licht, Form und Charakteristika, die die „Grüne Insel“ prägen, versuchte sie dabei mit viel Liebe zum Detail in ihren bestickten und bedruckten Stoffen sowie ihren Färbetechniken und Schnitten einzufangen.

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"Wenn wir vergessen, was wir nicht wollen" (Design: Powla Schäper)

Powla Schäper präsentierte ihre vier Entwürfe zum Leitthema „Wenn wir vergessen, was wir nicht wollen – Ein Experiment zur Visualisierung der Krankheit Alzheimer-Demenz durch Mode“. In ihrer Arbeit beschäftigte sich die junge Designerin mit der Frage, ob das Medium Mode einer alternativen Darstellung von Krankheiten gerecht werden kann, und ob sie als Kommunikationsmittel für die Gefühle, die oft mit einer Krankheit einhergehen, dienen kann (im Fall von Demenz also Einsamkeit, Hilflosigkeit, Vergesslichkeit und Orientierungslosigkeit).

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Sprach das Grußwort: PD Dr. Marc Axel Wollner

Da es durch das zweite Thema – ohne dass dies intendiert war – auch in dieser vierten Ausstellung am ACH um ein medizinisches Thema geht, sprach wieder traditionell ein Asklepios Chefarzt ein Grußwort. Hierzu hatte sich dieses Mal PD Dr. Marc Axel Wollner als Chefarzt der Klinik für Gerontopsychiatrie an der Asklepios Klinik Nord - Ochsenzoll bereit erklärt. Er persönlich habe sich sehr gefreut und sei dankbar dafür, dass eine der jungen Künstlerinnen gerade Demenz als ein Thema der älteren Mitbürger in den Fokus ihrer Arbeit gerückt habe und so zur besseren Bewusstmachung dieser Krankheit beitrage. Angesichts der demographischen Entwicklung unserer Gesellschaft sei es besonders wichtig, dass Demenz-Kranke verstanden würden und inkludiert blieben.

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Powla Schäpers (2. von rechts) und ihre Models in der Alzheimer-Kollektion

Nach der Modenschau blieb das Erdgeschoss noch lange bevölkert und belebt von Studierenden aus allen Jahrgängen, die sich in wechselnden Gruppen angeregt und gut gelaunt bei Wein und Gebäck unterhielten. Auch die beiden Künstlerinnen genossen den Abend sichtlich und freuten sich darüber, wie viele Studentinnen und Studenten spontan auf sie zukamen, ihnen gratulierten zu der coolen Modenschau und den schönen Bildern und ihnen Fragen stellten zu dem so andersartigen und auch deswegen faszinierenden Gebiet des Modedesigns. 

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Hannah Schäpers (links) mit fünf weiteren Models im Irland-Design

Fazit von Hannah Jagusch und Powla Schäper: „Uns beiden hat die Vernissage sehr sehr gut gefallen! Es war toll, die eigene kreative Arbeit noch einmal außerhalb der Uni sehen zu können und alle Werke mit einem Konzept ausstellen zu dürfen. Wir waren begeistert von der Vielzahl an Studenten, die an dem Abend da waren und so interessiert Fragen gestellt haben. Das gibt einem selbst auch noch einmal die Möglichkeit, über sein Design und die unterschiedlichen Arbeitsschritte nachzudenken.“

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Wer die Modenschau am 3. April verpasst hat, erhält durch die Fotos, Bilder und Zeichnungen von Hannah Jagusch und Powla Schäper noch bis Mitte des Jahres am Asklepios Campus Hamburg einen Eindruck der Modedesign-Arbeiten (Lohmühlenstraße 5, Haus P. von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, am Wochenende nur mit Termin). 

Ein Katalog mit ausführlichen Begleittexten zu den Werken liegt aus. 

Katalog

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