Souveränes Doppel bei der dritten Ringvorlesung „Asklepios Centers of excellence am ACH“

Mit Beginn des Frühjahrssemesters ist am Asklepios Campus Hamburg (ACH) die Ringvorlesung „Asklepios Centers of Excellence am ACH“ mit dem Gefäßzentrum in St. Georg/Hamburg und zwei Chefärzten fortgesetzt worden: PD Dr. med. Dietmar Kivelitz, Diagnostische Radiologie, und Prof. Dr. med. Michael Schmoeckel, Herzchirurgie.

Dr. Christoph Jermann, Geschäftsführer der Asklepios Medical School (AMS) begrüßte die beiden Referenten und die Studierenden und wies auf drei Besonderheiten dieser dritten Vorlesung hin. Erstmals stelle sich ein Hamburger Center of Excellence vor. Ferner sei das Gefäßzentrum der Asklepios Klinik St. Georg das einzige Center of Excellence der ganzen Ringvorlesung, das mit Herzchirurgie/Radiologie und Gefäßchirurgie/Radiologe zweimal auf dem Programm stehe. Und schließlich finde mit der heutigen Veranstaltung die Ringvorlesung zum ersten Mal in der neuen Form eines Wahlpflichtfachs statt, was mit dazu beigetragen haben dürfte, dass der Hörsaal noch voller sei als bei den vorangehenden Veranstaltungen.

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Prof. Dr. med M. Schmoeckel und PD Dr. med. D. Kivelitz (v. l.)

In ihrem fast eineinhalbstündigen Vortrag deckten Schmoeckel und Kivelitz ein breites fachliches Spektrum mit einer solchen Fülle von Informationen ab und präsentierten diese abwechselnd mit so nahtlosen Übergängen, dass der Abend ebenso lehrreich wie kurzweilig war. Die zahlreichen vorgestellten Beispiele zeigten, dass diese enge und gut eingespielte Zusammenarbeit auch die tägliche Kooperation der beiden Chefärzte prägt. Und viele Beispiele machten aufgrund der Komplexität und Schwere der Fälle auch deutlich, wie sehr eine exzellente Medizin von gut abgestimmten multidisziplinären Teams abhängt.

Im Vordergrund der Präsentation mit zahlreichen Photos und Videos und ebenso vielen Graphiken zu aktuellen Studienergebnissen standen die Kardiovaskuläre Bildgebung mit der Magnetresonanztomographie (MRT) und der Computertomographie (CT), die ein unverzichtbarer Bestandteil der präoperativen Diagnostik unterschiedlicher Erkrankungen sind. Moderne Therapieverfahren bei der Aortendissektion erfordern eine präzise Darstellung der Anatomie und Gefäßpathologie, bei der die CT zum Einsatz kommt. Ebenso ist die Bildgebung zur Planung eines perkutanen Aortenklappenersatzes essentiell.  Viele komplexe kardiovaskuläre Eingriffe benötigen eine exakte präoperative Bildgebung. In der Vorlesung wurde so beispielhaft das Zusammenspiel von Bildgebung und Chirurgie anhand der Operationsstrategie bei Infarktkomplikationen wie dem Ventrikelseptumdefekt oder bei thorakoabdominellen Tumoroperationen illustriert.

Interessant für die Studierenden waren nicht zuletzt die Hinweise von Schmoeckel, dass in seiner Abteilung bereits mehrere Diplomarbeiten betreut wurden und werden, und dass die Herzchirurgie mittlerweile keine ausgesprochene „Männerdomäne“ mehr ist – fünf seiner demnächst sieben Assistenzärzte sind Frauen, eine von ihnen ist ACH-Absolventin.

Jermann dankte den beiden Referenten herzlich: „Dass Sie diesen Vortrag zusätzlich zu ihrem klinischen Tagespensum und auch noch zusätzlich zu Ihrem regulären Unterricht vorbereitet und gehalten haben, zeugt von einer Wertschätzung für den ACH und seine Studierenden, für die ich Ihnen besonders danken möchte.“

Schmoeckel seinerseits zeigte sich sehr angetan, dass der Abend nicht ohne Folgen blieb: „Die Vorlesung gemeinsam mit Herrn Dr. Kivelitz hat großen Spaß gemacht, und erfreulicherweise haben sich direkt im Anschluss zwei Studenten für eine Diplomarbeit in unserer Abteilung gemeldet“, fasste der Herzchirurg und fachverantwortliche Dozent am ACH seinen Eindruck zusammen.

Nächste Ringvorlesung: Donnerstag, 8. März 2018, mit Prof. Dr. med. Jürgen Faiss vom Asklepios Center of Excellence für Neurologie, Teupitz

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