Medizinische Hypnose

Bei der medizinischen Hypnose (Hypnotherapie) wird durch spezielle Konzentrations- und Entspannungsübungen (Trance-Induktion) ein veränderter Bewusstseinszustand mit stark fokussierter Aufmerksamkeit (Trance) erreicht.

Dieser Bewusstseinszustand ist gekennzeichnet durch fokussierte innere Aufmerksamkeit bei körperlicher Entspannung.

Der physiologische Zustand der Trance ist besonders und unterscheidet sich vom Wach- als auch vom Schlafzustand. Der Trancezustand wird erreicht, indem der Patient durch den Therapeuten mit Übungen geführt wird, seine Aufmerksamkeit nach innen zu richten. Je tiefer dabei die Trance voranschreitet, desto intensiver werden Gefühle, Sinnesempfindungen und innere Bilder erlebt, während Störungen von außen weniger wahrgenommen werden. Die Trance wird bewusst erlebt und ist erinnerbar. Trance-Phänomene sind nichts Ungewöhnliches. Jeder Mensch kennt Trancezustände, z.B. Tagträume.

Mit Hilfe dieses Trancezustandes  gelingt es konstruktiv und zielorientiert selbst Lösungen für Schwierigkeiten zu finden, ein neues Verhältnis zu Fragen und Problemen zu entwickeln und innere und äußere Quellen der Kraft oder Unterstützung zu mobilisieren. Es handelt sich dabei um einen mehrschichtigen kreativen lösungsorientierten Prozess, der zwischen dem Therapeuten und Patienten stattfindet. Das Konzept beruht dabei auf Vertrauen, Unterstützung, konstruktiver Zusammenarbeit, Ressourcenaktivierung und Freiwilligkeit. Die aktive Ausgestaltung der Trance durch den Patienten unter Anleitung des Therapeuten ist wichtig, um gute Therapieergebnisse zu erzielen.

Gut belegt durch wissenschaftliche Studien ist die Wirksamkeit der medizinischen Hypnose  in der Schmerztherapie, bei Ängsten, Schlaf-und Verhaltensstörungen.

Nicht geeignet ist die medizinische Hypnose bei akuten Psychosen und Neurosen.

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