Pflegeverständnis

Die geriatrische Pflege der Asklepios Klinik Lenggries hat zum Ziel, den Rehabilitanden weitgehend zur selbstständigen Pflege zurückzuführen.

Der Pflegedienst ist im multiprofessionellen Team der Geriatrie an erster Stelle zu nennen, nicht zuletzt deswegen, da durch die Mitarbeiter des Pflegedienstes die Rehabilitanden 24 Stunden rund um die Uhr versorgt und behandelt werden.

Die pflegende Tätigkeit wird geprägt durch die Multimorbidität, die Mehrfacherkrankung, die bei älteren Menschen häufiger anzutreffen ist. So treten auch sehr oft mehrere Pflegeprobleme gleichzeitig auf. Insgesamt ist der Aspekt einer rehabilitativen Pflege von wesentlicher Bedeutung und erfordert bei der Versorgung der hochbetagten Rehabilitanden einen hohen Zeitaufwand. Dies ist u. a. auch für den Personal­bedarf im Nachtdienst zu berücksichtigen (Anwendungen von Lagerungstechniken).

Die Grundlage einer solchen rehabilitativen Pflege stellt die Pflegeplanung als Teil des gesamten Therapieplanes dar. Neben einzelnen Therapiemaßnahmen sind die Pflegedienstkräfte an speziellen Behandlungsmaßnahmen beteiligt (z. B. Lagerung nach Bobath, Kontinenzschu­lung, Dekubitusbehandlung). Ein wichtiges Problem für den Pflegedienst sind aber auch Verwirrtheitszustände der Rehabilitanden, deren Ursache ganz unterschiedlich sein kann. Insgesamt ergibt sich ein hoher Kommunikations- und Dokumentationsaufwand.
Weiterhin finden sich bei den geriatrischen Rehabilitanden gehäuft Ernährungsdefizite bzw. Trinkschwäche und diffuse Schmerzzustände, die einer umfassenden Kontrolle und Thera­pie bedürfen. Aus diesen Gründen erfolgen zum Beispiel regelmäßige Schmerzabfragen und Gewichtskontrollen.
Auch ist die Anleitung von Angehörigen in konkreten Pflegemaßnahmen unverzichtbare Aufgabe des Pflegedienstes. So trägt der Einbezug der Familienangehörigen des Rehabilitanden wesentlich zur Sicherung der in der geriatrischen Therapie erzielten Behandlungserfolge bei. Durch die Fortführung bestimmter Maßnahmen im häuslichen Umfeld wie z. B. die konse­quente Mobilisation, Bewegungsübungen, kontrollierte Nahrungsaufnahme und Trink­menge kann eine nachhaltige Stabilisierung des Rehabilitanden erzielt und damit eine baldige akutstationäre Wiederaufnahme oder die Pflegebedürftigkeit verhindert werden.

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