Brustkrebs (Mammakarzinom)

Leider ist Brustkrebs die häufigste Karzinomerkrankung bei der Frau. Erfreulicherweise ist das Mammakarzinom aufgrund der hervorragenden wissenschaftlichen und medizinischen Errungenschaften aus den letzten 20 Jahren grundsätzlich keine tödliche Erkrankung mehr. Bei frühzeitiger Diagnose können die meisten Betroffenen geheilt werden.
Mit der Diagnose Brustkrebs beginnt für Sie als Betroffene und auch für Ihre Angehörigen ein Weg voller Unsicherheiten, Fragen und Ängsten. Mit unserem Team können wir Sie in dieser schwierigen Situation begleiten und stehen Ihnen mit unserer Erfahrung und Aufmerksamkeit zur Seite.

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

In unserem Haus können wir auffällige Knoten in der Brust durch Ultraschall, Mammographie und Kernspintomographie hinsichtlich ihrer Gut- bzw. Bösartigkeit und weiterer Eigenschaften beurteilen.

In unserer Brustambulanz entnehmen wir Gewebeproben (Biopsie) aus auffälligen Bereichen in der Brust. Üblicherweise erfolgt dies in örtlicher Betäubung und unter Ultraschallkontrolle. Die histologischen Ergebnisse der Probe erhalten wir von unserem Pathologen innerhalb eines Werktages. Sofern sich eine Brustkrebsdiagnose hierdurch bestätigt, erfolgen sämtliche weitere Untersuchungen in unserem Haus, um eine zügige Behandlung zu gewährleisten.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Am Anfang der Behandlung steht häufig eine Brustoperation, um den Tumor zu entfernen. Gleichzeitig wird der sogenannte Wächter-Lymphknoten (Sentinel node) in der Achselhöhle entfernt, um die Ausbreitung des Tumors einschätzen zu können. Bei jeder Operation an der Brust achten wir auf ein gutes kosmetisches Ergebnis, damit die Kontur der Brust erhalten bleibt und möglichst keine auffälligen Narben entstehen.

Nach der operativen Behandlung schließt sich die medikamentöse Therapie an. In unserer wöchentlichen Tumorkonferenz mit vielen Experten wird entschieden, inwiefern eine Chemotherapie, eine antihormonelle Therapie oder eine Antikörper-Behandlung notwendig ist. Häufig wird eine Kombination der Optionen empfohlen. Üblicherweise erfolgt die medikamentöse Behandlung ambulant auf unserer Station.

Bei jeder brusterhaltenden Operation muss die betroffene Brust bestrahlt werden, um das Risiko für eine erneute Erkrankung an der selben Brust zu minimieren. Die Behandlung erfolgt ambulant und findet üblicherweise bei unserem Kooperationspartner in Karlsruhe statt.

Bei sehr großen Tumoren in der Brust kann es sinnvoll sein, erst eine (neoadjuvante) Chemotherapie durchzuführen und danach den Knoten operativ zu entfernen.

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Die regelmäßigen Nachsorgeuntersuchungen nach einer Brustkrebserkrankung erfolgen durch Ihren niedergelassenen Frauenarzt oder gerne auch in unserer Ambulanz. In den ersten drei Jahren nach Abschluss der Therapie sind vierteljährliche Besuche zur Tastuntersuchung  empfohlen. Bei brusterhaltender Therapie sollte die betroffene Brust zudem alle sechs Monate mit Mammographie und Sonographie untersucht werden. Die gesunde Brust braucht nur einmal jährlich beurteilt werden. Im vierten und fünften Jahr ist eine Vorstellung alle sechs Monate ausreichend. Zudem ist eine jährliche Mammographie und Sonographieuntersuchung beidseits zu empfehlen.

Sollten sich abklärungsbedürftige Auffälligkeiten im Rahmen der Nachsorgeuntersuchungen zeigen, steht Ihnen das gesamte Team des Brustzentrums selbstverständlich zur Verfügung.

Außerdem haben Sie die Möglichkeit, in der Zeit Ihrer Nachsorge den Kontakt zu unseren Pflegeexpertinnen für Brusterkrankungen (Breast Care Nurses) zu halten. Sie bleiben auch nach Ihrem Klinikaufenthalt Ihre Ansprechpartnerinnen, beantworten Fragen, helfen bei der Koordination der Nachsorge und stellen für Sie, bei Bedarf, Kontakte zu Physiotherapie, Sozialdienst Selbsthilfegruppen, Sanitätshaus, Psychoonkologen, Rehasport, Ernährungsberatern, Seelsorgern oder weiteren unterstützenden Angeboten her.

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