Schlaflabor

Seit mehr als 30 Jahren sind wir mit unserem Schlaflabor für Menschen da, die unter einer schlafbezogenen Atemstörung leiden. In unseren modern ausgestatteten 5 Schlaflaborplätzen können wir auch Ihre individuelle Schlafstörung sorgfältig untersuchen und einschätzen. Dazu nutzen wir folgende Verfahren:
- Polysomnografie (umfangreichste Untersuchung eines schlafenden Menschen, bei der viele Körperfunktionen gemessen und aufgezeichnet werden)
- Fernsehüberwachung im Schlaf (Telemetrie)
- computergestützte Auswertung
Darüber hinaus bieten wir Ihnen die Möglichkeit der ambulanten Polygrafie (Verfahren, bei der der Patient mithilfe eines kleinen, tragbaren Geräts unter anderem Schnarchgeräusche und Atmung zu Hause aufzeichnet). Mit diesem Verfahren können sowohl systematisch ausgewählte Körperfunktionen (Screening) als auch der Verlauf einer Erkrankung überprüft werden.
Sollten Sie sich tagsüber oft müde fühlen oder sogar wiederholt einschlafen, sich schlecht konzentrieren können oder sich insgesamt weniger leistungsfähig fühlen, so scheuen Sie sich bitte nicht, Kontakt zu unseren erfahrenen Experten aufzunehmen. Diese Symptome können Anzeichen einer schlafbezogenen Atemstörung, beispielsweise von unbemerkten Atemaussetzern im Schlaf, sein. Unbehandelt können diese Störungen unter anderem zu folgenden Erkrankungen oder für Sie gefährlichen Situationen führen:
- Bluthochdruck
- Herzrhythmusstörungen
- Herzschwäche
- Sekundenschlaf, der zu Autounfällen führen kann
Viele der Betroffenen bemerken Ihre Schlafstörung nicht selbst, sondern werden von Ihren Partnern auf das laute Schnarchen und die mitunter mehr als zehn Sekunden andauernden Atemaussetzer hingewiesen und suchen dann unseren Rat.

Wir helfen Ihnen bei

Hier war ein Bild: Schlaflöabor-Maske
© Asklepios

Wir diagnostizieren und behandeln Sie bestmöglich auf der Basis unserer langjährigen Erfahrung und hohen Qualifikation mit bewährten medizintechnischen Verfahren. Unsere Spezialisten helfen Ihnen unter anderem bei folgenden Krankheitsbildern:

  • obstruktives Schlafapnoe-Syndrom (Schnarchen mit Atemaussetzern oder Tagesmüdigkeit)
  • zentrale Atemregulationsstörungen (Atemaussetzer ohne Schnarchen), meist bei neurologischen (das Gehirn und das Nervensystem betreffenden) oder kardiologischen (Herz und Kreislauf betreffenden) Erkrankungen (beispielsweise nach einem Schlaganfall oder einer Herzerkrankung mit eingeschränkter Herzleistungsfähigkeit)
  • durch Übergewicht bedingte verminderte Belüftung und unzureichender Gasaustausch in der Lunge
  • durch starkes Übergewicht (Obesitas) verursachte Atemminderung im Schlaf (obesitasbedingte Hypoventilation)
  • nächtliche periodische Beinbewegungen (PMLS: Periodic Limb Movements of Sleep), Syndrom der unruhigen Beine (RLS: Restless-Legs-Syndrom)
  • lagebedingtes oder lautes Schnarchen jeglicher Ursache (gegebenenfalls mit Atemaussetzern)
  • chronische Insomnie (ständige Ein-und Durchschlafstörung)
  • Hypersomnie (Einschlafneigung am Tage)
  • „Sekundenschlaf“ (unkontrollierbares, wiederholtes, kurzes Einschlafen mitten am Tag)

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Hier war ein Bild: Diagnostik im Schlaflabor
© Asklepios

Bevor wir Ihre Körperfunktionen in unserem Schlaflabor sorgfältig messen und aufzeichnen, können Sie unseren Fachärzten in einem persönlichen Gespräch zunächst Ihre Beschwerden und Ihre individuelle Krankheitsgeschichte schildern. Dabei nutzen wir unter anderem standardisierte Fragebögen, um Ihnen eine erste Verdachtsdiagnose zu stellen.

Darüber hinaus untersuchen wir Sie vor Ihrer Nacht im Schlaflabor gemäß weiteren Richtlinien, die Krankenkassen und medizinische Fachgesellschaften vorgeben. Dieser Vorbereitungsprozess umfasst folgende Verfahren:

  • ambulantes Polygrafie-Screening, das meist Ihr einweisender Facharzt (etwa der Neurologe, HNO-Arzt, Kardiologe oder Pneumologe) durchführt
  • Untersuchung durch einen Facharzt für HNO, Pneumologie oder Neurologie (beispielsweise dahingehend, ob neurologische Erkrankungen mit einer Muskelschwäche vorliegen oder ob große Gaumenmandeln Ihre Atemwege verengen)
  • internistische Anamnese (Erhebung der Krankheitsgeschichte Ihrer inneren Organe) und körperliche Untersuchung

Selbstverständlich beziehen wir die Ergebnisse früherer Untersuchungen (Vorbefunde) in Ihre akkurate Diagnostik ein.

In der Diagnostiknacht selbst zeichnen wir unter anderem folgende Körperfunktionen auf:

  • Hirnstromkurve (Elektroenzephalogramm/EEG)
  • Elektrookulogramm (EOG: Aufzeichnung der Augenbewegungen)
  • Elektromyogramm (EMG: Aufzeichnung der elektrischen Aktivität von Muskelfasern)
  • Bein- und Brustbewegungen
  • Herzstromkurve (EKG: Elektrokardiogramm)
  • Atemfluss an der Nase
  • Sauerstoffsättigung im Blut
  • Kohlendioxidsättigung im Blut
  • Schnarchgeräusche
  • Lage des Körpers
  • Schlafstadien und -tiefe
  • Dauer der Ein- und Durchschlafzeit

Auf der Basis dieser Ergebnisse, die wir selbstverständlich zunächst mit Ihnen besprechen, können wir den meisten unserer Patienten bereits ihre individuelle Diagnose stellen und gemeinsam die optimale Therapie erarbeiten. Uns ist es wichtig, Ihnen eine absolut präzise, zuverlässige Diagnose zu bieten. Gegebenenfalls kann deshalb eine zweite Nacht im Schlaflabor erforderlich sein.

Hier war ein Bild: Schlaflabor-Überwachung
© Asklepios

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Hier war ein Bild: Schlaflabor Chefarztvisite
© Asklepios

Jeweils abhängig von den Ergebnissen Ihrer umfassenden Untersuchungen entwickeln unsere erfahrenen Fachärzte, unterstützt von unseren speziell qualifizierten Psychologinnen im Schlaflabor, in enger Abstimmung mit Ihnen die für Sie persönlich optimale Therapie. Dabei berücksichtigen wir selbstverständlich Ihre individuellen Wünsche und Bedürfnisse.

Sollten Sie unter einer Ein- und Durchschlafstörung leiden, so unterstützen wir Sie mit einer gezielten psychologischen Beratung dabei, Strategien zu entwickeln, um ohne Schlafmittel oder Antidepressiva wieder einen erholsamen Schlaf zu finden. Gern informieren wir Sie auch über spezielle Schlafseminare und vermitteln auf Wunsch den Kontakt.

Wenn unsere Diagnostik ergibt, dass Sie unter einer obstruktiven (verstopfenden) oder einer anderen schlafbezogenen Atemstörung leiden, so unterstützen unsere Beraterinnen Sie einerseits dabei, Ihre krankheitsbedingten seelischen und beruflichen Probleme zu bewältigen. Zum anderen bieten wir Ihnen gegebenenfalls Hilfe an, Ihr Körpergewicht zu normalisieren, um wieder erholsamer zu schlafen.

Das kompetente Team unseres Schlaflabors ist mit folgenden Verfahren für Sie da, um Ihre Atmungsprobleme im Schlaf zu lindern:

  • gezieltes Lagetraining
  • Anpassung einer Schlafweste
  • Einstellung auf die nasale Überdrucktherapie (spezielles Beatmungsverfahren mithilfe einer Maske)

Darüber hinaus unterstützen unsere Mitarbeiterinnen Sie bei der Anpassung Ihrer individuellen Atemmaske, zeigen Ihnen die richtige Handhabung der nasalen Überdruckbeatmung, schulen Sie im Umgang mit Maske, Gerät und Einstellung und sind selbstverständlich auch bei möglichen Problemen (unter anderem falscher Sitz der Atemmaske mit Druckstellen, Leckagen, Austrocknen der Atemwege) und Rückfragen für Sie da. Zusammen mit dem Leiter unseres Schlaflabors stellt unser Team sicher, dass Sie als unser Patient bei korrekter Indikationsstellung das bekommen, was Sie brauchen. Wir sorgen dafür, dass Ihre Krankenkasse Ihnen das Gerät und die für Sie notwendigen Utensilien, die diese nächtliche Beatmungstherapie mit sich bringt, genehmigt und zur Verfügung stellt.

Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Sie wieder besser und gesünder schlafen, sodass Ihre Lebensqualität deutlich steigt. Gern beantworten wir Ihre Fragen dazu – bitte vereinbaren Sie einfach einen Termin.

Seite teilen: