LUNGEN- UND BRONCHIALERKRANKUNGEN

Sollten Sie unter einer Erkrankung der Lunge oder der Bronchien leiden, so zögern Sie bitte nicht, Kontakt zu unseren Spezialisten aufzunehmen. Wir verfügen über umfassende Fachkompetenz, langjährige Erfahrung und moderne Medizintechnik, um Ihnen bestmöglich mit einer auf Ihre individuelle Situation zugeschnittenen Therapie zu helfen. Durch eine gesunde Lebensführung können Sie Ihr Erkrankungsrisiko und die Stärke Ihrer Beschwerden bei einem Lungen- oder Bronchialleiden erheblich beeinflussen. Selbstverständlich empfehlen wir unseren betroffenen Patienten den Verzicht auf Nikotin.

Wir helfen Ihnen bei:

  • Atemnot, das ein häufiges Symptom einer Lungenerkrankung ist
  • Chronischem Husten und Auswurf
  • Obstruktiven, asthmaähnlichen Bronchialerkrankungen mit Verengung der Atemwege bei der Ausatmung (COPD)
  • Ambulant oder stationär erworbenen Lungenentzündungen
  • Schwer verlaufenden, verschleimenden Entzündungen der Bronchien
  • Lungenembolie
  • Lungenhochdruck
  • Interstitiellen Lungen- und sonstigen Bronchialerkrankungen

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Am Beginn Ihrer Behandlung durch unsere kompetenten Lungenfachärzte steht immer Ihre sorgfältige und umfassende Diagnostik. So gewinnen wir ein präzises Bild von Ihrer individuellen Erkrankung und von möglichen auslösenden Faktoren wie etwa dem Einatmen von Asbest. Auf dieser Grundlage können wir Sie effizient therapieren. Zunächst schildern Sie uns in einem persönlichen Gespräch in Ruhe Ihre Krankheitsgeschichte und Ihre spezifischen Beschwerden. Anschließend untersuchen wir Sie körperlich und mit folgenden weiteren Verfahren:

  • Lungenfunktionsprüfung
  • Blutgasanalyse
  • Ultraschall des Herzens
  • Ergometrie (Belastungstest, „Fahrradfahren“)
  • Röntgenaufnahme des Brustkorbs (Thorax)
  • Computertomografie der Lunge (CT: computerunterstütztes Röntgen)
  • Bronchoskopie (innere Untersuchung der Lunge mithilfe einer feinen Spezialsonde) zur Diagnostik

Auf der Basis dieser Ergebnisse, die wir selbstverständlich mit Ihnen besprechen, erarbeiten wir in enger Abstimmung mit Ihnen das für Sie persönlich beste weitere Diagnostik- und Therapiekonzept.

Liefern uns die Basisuntersuchungen kein eindeutiges Ergebnis, so ergänzen wir Ihre exakte Diagnostik je nach Bedarf um weitere Methoden. Dazu zählen unter anderem:

-   Computertomografie des gesamten Brustkorbs

-   Spiegelung der Atemwege und der Lunge (Bronchoskopie: innere Untersuchung und Behandlung der Bronchien mit einer feinen Spezialsonde) einschließlich bronchoalveolärer Lavage (Verfahren, bei dem die Bronchien mit einer Salzlösung gespült werden und dabei Krankheitserreger oder erkrankte Zellen zur feingeweblichen Untersuchung gewonnen werden)

-   gezielte Punktion (Entnahme oder Ableitung von Flüssigkeit mithilfe einer feinen Hohlnadel) von Tumoren in den Bronchien oder der Lunge sowie bei einer Flüssigkeitsansammlung im Rippenfell

Um zuverlässig zu klären, ob hinter Ihrer Atemnot möglicherweise kein Lungenleiden, sondern eine Herzerkrankung steckt, erweitern wir Ihre Diagnostik bei Bedarf um eine Ultraschalluntersuchung des Herzens. Sie erlaubt uns zuverlässige Rückschlüsse auf eine mögliche Herzerkrankung, die sich auf Ihre Atemwege und -organe auswirkt. Gleichzeitig können wir so erkennen, ob Sie unter einem sogenannten Lungenhochdruck (pulmonale Hypertonie) leiden oder ob umgekehrt Ihre akute oder chronische Lungenerkrankung (beispielsweise eine Lungenembolie oder COPD) Ihr Herz in Mitleidenschaft gezogen und Ihre Herzleistung mit einem sogenannten chronischen Cor pulmonale (druckbelastetes rechtes Herz infolge einer Druckerhöhung im Lungenkreislauf mit Ursache in der Lunge) beeinträchtigt hat.

Mithilfe einer Analyse der im Blut gelösten Gase können unsere Spezialisten beurteilen, wie sehr Ihre Lungenfunktion bereits beeinträchtigt ist und inwieweit Ihr Organismus diesen Mangel mit bestimmten Mechanismen ausgleichen kann. Gleichzeitig können wir auf der Basis dieser Analyse erkennen, ob wir Ihnen mit einer zusätzlichen Sauerstoffversorgung, bei Bedarf durch künstliche Beatmung am besten helfen können, um Sie zu stabilisieren und gegebenenfalls vor einem Atemstillstand zu bewahren.

Mit besonderer Aufmerksamkeit widmen wir uns dem Verdacht auf eine versteckte Lungenembolie. Wenn sie auf Dauer wiederholt auftritt, kann sie einen Lungenhochdruck mit Belastung des rechten Herzens verursachen. Mithilfe unserer modernen CT-Diagnostik wissen unsere Lungenspezialisten schnell und zuverlässig, ob eine Embolie vorliegt.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Ihre Diagnostik liefert uns eine solide Grundlage für Ihre bestmögliche Therapie, die wir in enger Abstimmung mit Ihnen entwickeln und durchführen. Jeweils abhängig von Ihrer Grunderkrankung und Ihren individuellen Bedürfnissen bieten wir Ihnen unterschiedliche Verfahren an.

Bei einer Lungenentzündung oder einer schweren, verschleimenden Bronchialentzündung können wir Ihnen mit folgenden Verfahren Erleichterung verschaffen:

  • Inhalationen zur Schleimlösung und/oder Erweiterung der Bronchien
  • Physio- und Atemtherapie, bei Bedarf kombiniert mit der Gabe von Sauerstoff und mobilisierenden Maßnahmen

Um Sie bei einer atypischen (untypischen) Lungenentzündung optimal zu behandeln, untersuchen wir Sie bereits bei Ihrer konventionellen Diagnostik auf diese Möglichkeit. Dieses Vorgehen stellt sicher, dass wir Ihnen auch bei einer besonders schwer verlaufenden Erkrankung rasch und gezielt helfen können. Solche atypischen Lungenentzündungen können durch aggressive Bakterien wie beispielweise Legionellen (Stäbchenbakterien), Mykoplasmen (kleinste zur selbstständigen Vermehrung fähige Bakterien) und Chlamydien oder durch Viren (etwa bei einer echten Grippe/Influenza) ausgelöst werden.

Bei einer chronisch-obstruktiven Atemwegserkrankung, bei der Ihr Bronchialsystem bleibend geschädigt ist, können wir Ihnen mit folgenden Verfahren Linderung verschaffen:

  • Inhalation mit bronchialerweiternden Medikamenten und Kortikoiden (entzündungshemmende Wirkstoffe)
  • nichtinvasive Beatmungstherapie mit Maskenbeatmung auf unserer Intermediate-Care-Station

Wir achten besonders sorgfältig darauf, Sie möglichst sparsam mit Antibiotika zu versorgen, um Sie vor einer möglichen Multiresistenz (Krankheitserreger werden unempfindlich und lassen sich nicht mehr mit Antibiotika abtöten) zu schützen. Selbstverständlich unterstützen wir Sie bei Bedarf auch bei der Anpassung einer dauerhaften häuslichen Sauerstoffgabe und/oder Beatmung mithilfe einer Maske. Darüber hinaus empfehlen wir Ihnen als Betroffener dringend, auf das Rauchen zu verzichten.

Sollten Sie unter einem Lungentumor leiden, so profitieren Sie als Patient unserer Abteilung von unserer fachübergreifenden Zusammenarbeit mit den an Ihrer bestmöglichen Behandlung beteiligten Spezialisten unseres Hauses. In unserem Tumorboard (Konferenz aller beteiligten Fachärzte) entwickeln wir den für Ihre individuelle Situation optimalen Therapievorschlag, den wir anschließend ausführlich mit Ihnen besprechen. Dabei berücksichtigen wir vor allem Ihren Allgemeinzustand, das Stadium Ihrer Erkrankung und die spezifische Gewebsart des Tumors (klein- oder nicht kleinzellig). Jeweils abhängig von diesen Faktoren können wir Ihnen folgende Verfahren anbieten, die wir bei Bedarf kombinieren:

  • unterschiedliche, möglichst schonende Operationsverfahren
  • Strahlentherapie
  • Chemo- oder Immuntherapie

Um zunächst Ihre akute Atemnot bei einer Erkrankung des Rippenfells (Pleura) rasch zu lindern, können unsere erfahrenen Fachärzte mit einer gezielten Punktion dieses Organs unter lokaler Betäubung die im Brustkorb gestaute Flüssigkeit ableiten. Mit diesem schonenden Verfahren gewinnen wir darüber hinaus mithilfe einer mikrobiologischen und feingeweblichen (pathologischen) Untersuchung präzise Erkenntnisse über die Ursachen und die Art Ihrer Erkrankung. Sie kann unter anderem durch eine Entzündung, einen Tumor oder durch eine Herzschwäche ausgelöst worden sein. Je nach der zugrundeliegenden Grunderkrankung stehen wir Ihnen unter anderem mit folgenden Verfahren zur Verfügung:

  • wiederholte Punktion bei nachlaufendem Erguss
  • Einlage einer Drainage (spezielles medizinisches Schlauchsystem), um die Flüssigkeit stetig (kontinuierlich) oder in regelmäßigen Abständen abzulassen
  • Verklebung der Brustfellblätter (meist minimalinvasiv-endoskopisch und/oder thorakoskopisch)

Um Sie auch bei besonders komplexen und seltenen Lungenerkrankungen (beispielsweise interstitielle/das Bindegewebe betreffende Lungenerkrankungen) bestmöglich therapieren zu können, arbeiten unsere Experten eng mit einem entsprechenden Kompetenzzentrum zusammen und leiten Sie gegebenenfalls zur hochspezialisierten Behandlung dorthin weiter.

Gern nehmen wir uns Zeit für ein persönliches Gespräch, um Ihnen in Ruhe alle Ihre Fragen zu unserem Behandlungsspektrum zu beantworten. Vereinbaren Sie bitte einfach einen Termin.

Seite teilen: