Asklepios Kontinenz West

Obwohl die Zahl der Betroffenen in Deutschland auf fünf bis acht Millionen geschätzt wird, gelten Harninkontinenz und Beckenbodenprobleme immer noch als Leiden, über die man ungern spricht. Dabei kann den meisten Patienten – nach Zahlen der internationalen Kontinenzgesellschaft (ICS) ist jeder Vierte im Lauf des Lebens betroffen – heute effektiv geholfen werden.

Wir bieten Ihnen ein breites Spektrum an Behandlungen, das von Bio-Feedback und Beckenbodengymnastik über operative Eingriffe wie Bandeinlagen bis zur Beckenbodenrekonstruktion und dem künstlichen Schließmuskel reicht.

Mit „Asklepios Kontinenz West“ startet ein neues Versorgungskonzept der urologischen Abteilungen der Asklepios Klinik Altona und des Asklepios Westklinikum Hamburg.
Ziel ist es, erstmals auch die gesamte therapeutische Bandbreite für Frauen gebündelt anzubieten, die inzwischen 15 Prozent der Betroffenen ausmachen.

Das Asklepios Kontinenz West bietet alle konservativen und operativen Optionen zur Behandlung der Inkontinenz bei Mann und Frau an. Gerade bei der Behandlung der Inkontinenz ist eine exakte Diagnosestellung extrem wichtig. Die notwendige Erfahrung hierfür ist an allen Standorten vorhanden. Oft ist eine minimal invasive Therapie ausreichend, um die Kontinenzfunktion erheblich zu verbessern.

Harninkontinenz bei Frauen

Bei Frauen kommt es häufiger zur Blasenschwäche. Oft sind Überdehnungen durch mehrfache Entbindungen und eine folgende Senkung der Organe im Becken die Ursache. Hier arbeiten häufig Urologen und Gynäkologen für die beste Behandlung zusammen.

In leichten Fällen helfen oft Beckenbodentraining, Bio-Feedback oder Medikamente. Wenn dies den gewünschten Erfolg nicht bringt, können operative Verfahren zum Einsatz kommen.

Wir haben bei ‚Asklepios Kontinenz West‘ ein System etabliert, in dem wir in regelmässigen Konferenzen gemeinsam die Operationsindikation besprechen und damit eine zusätzliche Sicherheit für die Patienten schaffen.

Das operative Therapiespektrum reicht von Miniaturbändern, die die Harnröhre anheben, wodurch der Verschlussdruck wiederhergestellt wird, bis zu komplizierteren Senkungs- und Beckenbodeneingriffen, bei denen Gewebe und Bänder gestrafft werden. Hier können wir sehr häufig auch mittels Schlüssellochtechnik arbeiten, so dass die Eingriffe für die Patientinnen und Patienten sehr schonend durchführbar sind. Wir untersuchen ganz genau, wie den Patientinnen und Patienten am besten geholfen werden kann, denn die optimale Behandlung hängt von den individuellen Gegebenheiten ab.

Harninkontinenz bei Männern

Auch Männer können von Harninkontinenz-Problemen betroffen sein. Im Alter nehmen diese Beschwerden deutlich zu und sind nicht selten auf Probleme mit der Prostata zurückzuführen. Einerseits kann eine Prostatavergrösserung zu einer verstärkten Harndrang-Symptomatik führen. Diese kann sich manchmal bis zu einer Dranginkontinenz verstärken. Auch nach radikaler Entfernung der Prostata wegen Prostatakarzinom ist eine Inkontinenz in bis zu 10% der Fälle vorhanden. Neben medikamentösen Behandlungen können insbesondere in diesen Fällen minimal-invasive Operationen sehr effektiv sein. Ihr Spektrum reicht von Bändern, die die Harnröhre neu aufspannen bis hin zum künstlichen Schliessmuskel, mit dessen Hilfe die Inkontinenz erfolgreich verbannt werden kann.

Unsere Empfehlung

Das Wichtigste ist, dass Frauen und Männer, die unter einer Inkontinenz leiden, sich trauen zum Arzt zu gehen und über ihr Problem zu sprechen. Von selbst bessert sich eine Inkontinenz nicht und die Lebensqualität leidet stark. Ein Urinverlust, auch im Alter, ist nicht normal und kann behandelt werden.

 

Unsere Zusammenarbeit

Asklepios Kontinenz West ist ein standortübergreifendes Versorgungskonzept (Asklepios Klinik Altona und Asklepios Westklinikum Rissen) für Männer und Frauen mit Problemen im Bereich Inkontinenz, Beckenboden und Neurourologie.

Dieses Video entstand in der Reihe "Medizin für alle".

Dr. David Marghawal, Oberarzt Urologie, Asklepios Klinik Altona, erklärt, welche Arten von Inkontinenz es gibt und wie sie behandelt werden können.

Seite teilen: