Krankhaft vermehrtes Schwitzen

Etwa fünf Prozent der Bevölkerung leiden unter einer erblichen Schwitzneigung. Mediziner sprechen bei übermäßigem Schwitzen am Tage von Hyperhidrose. Dabei schwitzen die Betroffenen meist nur tagsüber, nachts dagegen nicht. Wenn konservative Behandlungsmethoden keinen langfristigen Erfolg erzielen konnten, so können wir diesen Patienten durch eine Operation helfen.

Schwitzen: Schritt für Schritt zur richtigen Diagnose

Es gibt keinen allgemeinen Richtwert, ab wann krankhaft vermehrt Schwitzen beginnt. Der erste Ansprechpartner sollte in der Regel der Hausarzt sein. Falls notwendig, wird ein Spezialist hinzugezogen wie zum Beispiel ein Facharzt für Nervenerkrankungen (Neurologe) oder ein Psychiater beziehungsweise Psychotherapeut.

 

Krankhaftes Schwitzen: Behandlung

Die chirurgische Behandlung der Hyperhidrose besteht in der Zerstörung bzw. auch der Entfernung eines spezifischen Anteils des sympathischen Nervensystems, der für die Regulation von Schweißdrüsen zuständig ist.

Die Nervenfasern werden entfernt bzw. mit Hilfe elektrischen Stroms funktionsunfähig gemacht. In der Folge lässt die Schweißproduktion in der entsprechenden Region deutlich nach. Auch dieses Verfahren führen wir minimalinvasiv durch: als videoassistierte Operation.

Die Operation findet unter Vollnarkose statt. Nach Beendigung der eigentlichen Operation wird meistens eine kleine Drainage in den Brustkorb eingelegt, um so die gesamte Luft zu entfernen. Diese Drainage kann jedoch meistens innerhalb von 24 Stunden nach der Operation wieder entfernt werden.

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