Erkrankungen aus dem schizophrenen Formenkreis

Laut dem Forschungsverbund „Kompetenznetz Schizophrenie“ erkranken rund 800.000 Menschen hierzulande einmal im Leben an einer Schizophrenie (Psychose). Bei den Betroffenen verwischen die Grenzen zwischen Wahrnehmung und Wirklichkeit, sie sind zeitweise nicht in der Lage, zwischen den eigenen Vorstellungen und der Realität zu unterscheiden. Meist zeigt sich eine Vielzahl an Symptomen: die Sprache und das Denken sind oft fahrig und zusammenhangslos, sie haben Wahnvorstellungen und Halluzinationen, auch gegensätzliche Gefühlsregungen können gleichzeitig auftreten.

Wir bieten diesen Menschen in unserer Psychiatrischen Klinik einen schützenden und stützenden Rahmen und lindern zu allererst die akuten Beschwerden. Neben einer medikamentösen Behandlung kommt dabei auch eine Psychotherapie zum Einsatz. Sollten Sie Fragen dazu haben, sprechen Sie uns gern an!

Der erste Schritt: Die richtige Diagnostik

Unsere Diagnostik beginnt mit einem ausführlichen Untersuchungsgespräch, dem sich Gespräche mit Freunden und Angehörigen sowie psychologische Tests anschließen. Zu diesem Zeitpunkt schließen wir durch weitere körperliche Untersuchungen und Labortests auch andere mögliche körperlicher Ursachen (Stoffwechselerkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten, neurologische Erkrankungen etc.) aus. Im Anschluss daran entscheiden wir gemeinsam mit Ihnen, in welchem Rahmen eine optimale Behandlung stattfinden könnte: ob ambulant, tagesklinisch oder vollstationär in unserer psychiatrischen Abteilung.

Das erste Gespräch kann telefonisch über die PIA Rissen (siehe unten) oder bei akutem Bedarf über unsere Zentrale Notaufnahme erfolgen.

Ganz auf Sie abgestimmt: Unser Behandlungsangebot

Egal, ob wir Sie ambulant, tagesklinisch oder vollstationär behandeln, am Anfang steht eine medikamentöse Behandlung, um quälende Symptome zu reduzieren. Neben der medikamentösen Therapie führen wir intensive Einzelgespräche (Psychotherapie) und leiten eine gezielte Aktivierung in Form von Bewegungstherapien und Ergotherapie (Förderung der alltäglichen Handlungsfähigkeit) ein.

Für Ihre Genesung halten wir es für unerlässlich, Ihre wichtigsten Bezugspersonen mit in die Behandlung einzubeziehen.

 

Weiterhin gut versorgt: Ihre Weiterbehandlung / Nachsorge

Gemeinsam mit unseren Patientinnen und Patienten planen wir bereits während Ihrer Behandlung beziehungsweise während Ihres stationären Aufenthalts eine sinnvolle und ausreichende Nachbetreuung. Diese kann im bereits bestehenden Netzwerk oder in unseren Tageskliniken und Psychiatrischen Institutsambulanzen erfolgen.

Für wiederholt Erkrankte oder chronisch Kranke bieten wir ein spezifisches Angebot in unserem Zentrum für seelische Gesundheit in Osdorf (Tagesklinik und Psychiatrische Institutsambulanz). Hier unterstützt Sie ein multiprofessionelles Team auf dem Weg Ihrer Gesundung. Unsere Sozialarbeiter helfen Ihnen gern bei der beruflichen Wiedereingliederung und bei der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Seite teilen: