Gelockerte Gelenkprothesen

Auch künstliche Gelenke können nach Jahren Verschleißerscheinungen zeigen, die sich zum Beispiel in Form von einer Lockerung der Gelenkprothese zeigen können. Sollte bei Ihnen eine Prothesenlockerung vorliegen, ist eine Operation im Regelfall unumgänglich. In diesem Fall raten wir Ihnen zu einem schnellen Eingriff, da sowohl Knochen als auch Weichteile durch gelockerte Gelenkprothesen zu Schaden kommen können.

Vor einem Eingriff führen wir grundsätzlich eine Gelenkpunktion und anschließend die mikrobiologische Untersuchung der Gelenkflüssigkeit durch, um eine eventuell vorliegende Infektion aufzudecken.

Die bakterielle Infektion einer künstlichen Gelenkprothese ist eine der am meisten gefürchteten Komplikationen. Man unterscheidet zwischen der häufigeren Frühinfektion (direkte Keimbesiedelung nach der Operation) und der Spätinfektion (indirekte Bakterienbesiedelung, zum Beispiel über die Blutbahn). In beiden Fällen macht sich die Infektion durch Rötungen, Schwellungen und Schmerzen im Gelenkbereich sowie im Fortlauf auch durch Fieber bemerkbar.

Sollten wir bei Ihnen einen Keim nachweisen, prüfen wir sein Ansprechen auf Antibiotika und stellen dann einen Knochenzement her, der ein wirksames Medikament gegen das Bakterium enthält. Im Rahmen einer Operation ersetzen wir dann das entzündete Kunstgelenk wird durch ein neues, zementiertes Gelenk, wobei der Zement über einen langen Zeitraum Wirkstoffe freisetzt, die eine erneute Infektion verhindern sollen.

Unsere Statistik zeigt, dass wir in unserer Klinik eine deutlich unter dem Durchschnitt liegende Primärinfektionsrate haben.

Haben Sie Probleme mit Ihrer Gelenkprothese, sprechen Sie uns an. Unsere Spezialisten werden Ihnen umgehend helfen!

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