Ökotrophologische Beratung

Wenn Essen krank macht und Nahrungsmittel Beschwerden und Unbehagen hervorrufen, beginnt eine mitunter detektivische Suche nach den Auslösern der körperlichen Reaktionen.

Obst

Am Anfang steht die gründliche Symptom- und Ernährungsanamnese. Aus dem Zusammenhang von Nahrungsaufnahme und dem Auftreten von Beschwerden lassen sich oft schon erste Rückschlüsse auf mögliche Verursacher der Beschwerden führen. Häufige Beschwerdeauslöser im Magen-Darmbereich sind Störungen im Verdauungsablauf.

Bei den sogenannten Kohlenhydratmalassimilation (Verdauungs- und Aufnahmestörung von Zuckermolekülen) gelangen nicht verdaute Kohlenhydrate aus dem Dünndarm in den Dickdarm und werden dort durch natürliche Darmbakterien zersetzt. Bei diesem Zersetzungsprozess entstehen Abbauprodukte, die die Darmbewegungen anregen, einen Wassereinstrom in den Darm bewirken und zu einer schnellen Passage von breiig bis wässrigen Stühlen führen. Zudem entwickeln sich Darmgase, die Druckgefühle und krampfartige Schmerzen hervorrufen können. Ein geringer Teil der im Dickdarm entstandenen Blähungsgase (z.B. Wasserstoff) wird über die Darmwand in die Blutbahn aufgenommen, zur Lunge transportiert und mit der Ausatemluft abgeatmet. Dieser Vorgang erklärt auch das Prinzip des Wasserstoffexhalationstests (H2-Atemtest), über den die Kohlenhydratmalassimilationen diagnostiziert werden können. Bei dieser wenig belastenden Untersuchung wird der Wasserstoffgehalt in der Atemluft nach Verabreichung einer Kohlenhydrattestlösung ermittelt.

Die häufigste Form dieser Verdauungsstörungen ist die Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz, Laktasemangel). Sie beruht auf einem Mangel des milchzuckerspaltenden Enzyms Laktase und führt zu einer Unverträglichkeit milchzuckerhaltiger Speisen und Getränke.

Eine andere Form ist die Fruchtzuckerunverträglichkeit (intestinale Fruktosemalabsorption). Probleme bereiten hier Obst und Obstprodukte. Treten Unverträglichkeiten insbesondere bei dem Verzehr von Äpfeln und Apfelsaft auf, so könnte eine Sorbitunverträglichkeit (Sorbitmalabsorption) die Ursache der Nahrungsmittelunverträglichkeit sein.

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